15. Juli 2016

Was in aller Welt -  aus aller Welt soll das? "Stuff for thougt" - Nachdenken! Nachschub aus Frankreich ... danke. Es geht voran mit dem neuen Projekt. Ist auch nötig, denn die Uhr tickt ... Einiges an  "Dokumenten" aus aller Welt, nein aus  der sogenannten  "Dritten" Welt habe ich bereits in meine Quadrate integriert. Das, was ich eben so sammeln konnte. Selbst habe ich kaum  Kleidung, die nicht "fair" gehandelt oder in Europa hergestellt ist. (Selbst mein BH ist aus der Schweiz .) :-) Nun war nichts mehr übrig an Etiketten.. Und siehe da, hat mir das Leben einen Umschlag zugespielt. Das Wochenende soll ja Sonnenscheinwetter werden. Dafür hab ich schon mal den Platz im Liegestuhl reserviert. Praktischer kann ein Arbeitsplatz doch nicht sein?

 


13. Juli 2016

 

Ein Gutes hat Regenwetter. Es spart das Gießen und die Arbeit im Garten und schafft Zeit für Anderes.

Den ganzen Tag nähen, das geht im Momment nicht. Aber jede Lücke nützen, das funktioniert. Die kleinen und kleinsten Teilchen Stich für Stich zusammengesetzt werden irgendwann ein Ganzes. Normalerweise ist es mir egal wann etwas fertig wird. Diesmal nicht. Diesmal habe ich einen "Termin". 15. August ist Deadline für die Abgabe meiner Arbeit. Zu einer Ausstellung habe ich mich angemeldet. "Stuff for thought" heißt sie, Stoff zum Nachdenken. Etwas  ist schon genäht, aber noch weit weg von fertig. Für "Termine" ist meine Handnäherei nicht gut geeignet, aber ich habe ja die Möglichkeit, die Größe  zu bestimmen. Diese Arbeit wird wohl  nicht groß werden. Aber dem Stoff zum Nachdenken gibt er genug Forum.

Das sieht nicht spektakulär aus, erzählt aber schon eine kleine Geschichte.

Der Anfang ...

 

 

 

 

 

ein Krimi?

 

Bangladesh steht mittlerweile für Tod, Ausbeutung, Profit, Gewissenlosigkeit von Produzenten, Korruption und Wegschauen. Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Textilien sind das Eine. Das Andere Anbau und Verarbeitung der Fasern. Von Giftstoffen begleitet wird die Produktion von der Aussaat, Wachstum, Ernte einer Pflanze, von der Färbung bis zur Ausrüstung zu gewünschten Pflegeeigenschaften. Diese Giftstoffe gelangen letztendlich über die Haut in den Körper. Der Preis billiger Textilien ist eigentlich, genau betrachtet extrem hoch. Der Einzelne kann zwar dies und jenes mit bewusstem Einkauf bewirken, kann Versprechungen von Labels und Siegel aber nicht nachprüfen. Was nötig ist, sind Gesetze, Kontrollen und vertrauenswürdige Gesetzgeber ... fair trade ... und Menschen, die danach handeln.  


9. Juli 2016

 

Ein Marmeladentag. Johannis-, Him-, Erd-und Blaubeeren. Letztere, geb ich zu, sind gekauft.

Vermischt mit Naturvanille und 2:1 Gelierzucker.  (Ich weiß, ich weiß ... hab`s auch schon mit anderen natürlicheren Geliermitteln probiert .... aber so ist es mir am liebsten, wenn`s mir auch  schwer fällt.)

 

 

 

 

 

 

und ab in den Mund ... oder auf`s Brötchen.

und noch eine kleine Geschichte zum Löffel.  Dieser Löffel hat vor Kriegsende eine weite Reise gemacht. Er gehört meiner Mutter.

Sie hat ihn auf die Flucht von Königsberg /Opr. mitgenommen. Inzwischen ist sie 91 Jahre alt. Und auch der Löffel, denn es ist ihr Kinderlöffel gewesen. Vielleicht ein Jahr jünger, aber was ist da schon ein Jahr? Fasziniert hat mich immer der Abrieb auf einer Seite. Sie hat wohl viel gelöffelt ...


8. Juli 2016

 

Die allerersten Beeren sind bereits gegessen, von der Hand in den Mund und in Form von  Kuchenbelag. Was jetzt noch neben Naschen übrig ist, wird konserviert. Morgen wird Marmelade gekocht.

Diese Himbeere habe ich als kleinen Ableger aus Kristjanes Garten in der Uckermark. Sie hat ein paar Jahre gebraucht, bis sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnt hat. Aber in diesem Jahr legt sie richtig los. Sie mischt sich mit ihren Stacheln unter die sanften, nicht stacheligen, zweimal tragenden, kugeligen Früchte aus meinem Nürnberger Garten und startet einen Wettstreit. Leider , liebe Kristjane weiß ich nicht mehr, wie Du sie genannt hast ?

Jedenfalls hat sie ihre Eigenarten. Die Form ist eher länglich, ziemlich groß und man weiß nicht recht, ist sie rot oder wird sie schwarz. Je dunkler, desto mehr Geschmack. Schmeckt aber anders, als ihre Konkurentin und ist  eine schöne Ergänzung. Danke!


5. Juli 2016

Meine letzte, begonnene Arbeit (siehe 20.März) habe ich wieder aufgenommen. Nähe weitere kleine Teile, um einem neuen Thema zu folgen. Noch "Geheim". Wenn ich es schaffe, soviel Zeit wie nötig einzubringen, wird es im September ausgestellt. Aber wie gesagt "vorerst geheim".

Unter dem  "coolen" Sitzplatz  neben dem Felsen summt und schwirrt es fleißig um die Rose  "Filipes Kiftsgate". Sie bildet eine dichte Wolke von Blüten. Die frühen Rosen sind vergangen, aber es kommen immer noch neu blühende dazu. So ist es auch mit alten, einmal blühenden Rosen nicht leer im Garten. Und der Duft ist betörend. Meine Erstblühenden  und auch die folgenden  stelle ich   hier  der Reihe nach vor.


Ende Juni 2016

Ferientage mit Enkel, Gartentage und Rosentage. Rosengelee, Rosenlikoer, Rosentorte  - Und schwups, ist ein halbes Jahr vergangen. Nach Ordnung schaffen , Neuorientierung und viel Bürokram wird der Juli im "Neuland" beginnen. Aber auch alt bewährtes, wie "Handarbeit" wird wieder weitergeführt. Dazu hatte ich in der letzten Zeit ...keine Zeit.


26. Juni 2016

Pfingsten ist schon lange vorbei. Zwei  rote  Bauernrosen  und eine einfach blühende hat sich an den Termin gehalten. Sehr lange hat es gedauert, bis die rosa Pfingstrosen sich bequemten ihre Blüten zu zeigen. Jedes Jahr das selbe Spiel. Knospen zeigten sich, blieben dann mickrig und klein und nichts war von einer Blüte zu sehen. Dies Jahr nun diese Pracht. Gut, daß ich Geduld hatte. Nun kann ich von 4 Stauden  Blüten schneiden, ohne daß es auffällt.  Und sie blühen  mit den Rosen um die Wette.


24. Juni 2016

BeerenRosenTorte

1 Bisquitboden bestreichen mit Rosengelee.

Darauf eine Creme aus:

1 Becher geschlagene Sahne

500 g Quark

250 g Frischkäse

Zucker nach Geschmack

Mus von 250 g Beeren

etwas Vanille und Rosensirup zu einer Creme rühren.

8 Blatt Gelatine einweichen in 1/4 l Rosenwasser (Rosenblütenblätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und einen Tag ziehen lassen, absieben), auflösen und in  die Creme rühren.

Tortenboden auf Tortenplatte legen, Tortenring  anpassen und Creme einfüllen. Mit einem Teller bedeckt im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen. Tortenring vor dem Servieren entfernen und großzügig mit Beeren dekorieren. Rosenblütenblätter, Kornblumenblütenblätter drüberstreuen.

Wir waren 5 Esser, drei kleine Stückchen ließen wir übrig. Fazit: war wohl lecker.

 


20. Juni 2016

 

Nach  ungünstigen Tagen war heute endlich ein passender Arbeitstag. Alles ist wieder durchgängig, geordnet und gemütlich. Noch ein Einsatz und dann kommt laut Wetterbericht der Sommer, gerade recht um den Garten auch zu genießen. Unter "Garten"  und  "Juni" stelle ich  die nächsten Tage meine "Dorn-Röschen" vor. Hier mal meine Lieblingsrose ohne Namen. Sie duftet ganz herrlich, blüht von Anfang bis Ende Juni und läßt sich gut trocknen und zu Sirup, Likör, Gelee oder Rosenzucker verarbeiten.

 


19. Juni 2016

 

Rosenfest in Königsberg/Bayern. Da wollte ich schon immer mal dabei sein. Heute war der Tag gekommen, an dem alles passte. Eindrücke hat man ja dann allemal, wenn man das Angebot so vieler Aussteller auf einmal vor Augen hat. Kommentare wie diese begleiteten meinen Rundgang: "Wie schön, aber ich hab schon so vieles." "Das hab ich auch". "Oh, das mach ich mir auch". "Ich hab keinen Platz mehr"... na ja, wer kennt sie nicht die Kommentare? Aber irgendwie hab auch ich innerlich  zugestimmt. Irgendwann hat man alles, ist nicht bereit umzusortieren und sollte eigentlich, anstatt   den Tag in Auto und auf Märkten zu verbringen, den eigenen Garten viel mehr genießen. Und dann begegnete mir doch noch eine Oase.  Auf dem Heimweg, auf einem Umweg, führte mich dieser zu einem Garten mit lauschigen Ecken,  unterschiedlichen Ausblicken ... wunderschön und geschmackvoll angepflanzt und gestaltet. Öffentlich zugänglich und verwaist. Heute. Erst am Ausgang, als ich einen Flyer in der Hand hielt, bemerkte ich: Es ist das Reich einer Gartenplanerin.   www.simone-engelmann.de    Dieser Besuch hat mich in die richtige Stimmung versetzt morgen meinen Dschungel mit der Machete zu bearbeiten. Schon wieder. Alles wächst und wuchert, braucht eine ordnende Hand. Morgen, morgen ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und dann lief mir noch diese Schönheit über den Weg. Ein Hirschkäfer. Oder?


14. Juni 201

 

"Garten offen" in Mecklenburg Vorpommern. Leider habe ich keine brandneuen Arbeiten, aber meine letzten Werkstücke hatten ein wunderschönes Forum. Im kleinen "Gartenzimmer".

Ein hübscher Ort zum  Verweilen,  Zeichnen, Nähen und schöne Gespräche führen,  und in einem wunderschönen Garten. www.gartenplanung-spaethe.de

 

 

Meine Patchworkdecke "Jacke wie Hose" machte sich gut in der Holzlege und die Sauna beherbergte "RedHotBlue", passend in intimer Umgebung. Der Filzteppich "Just for Fun" verband sich mit  der Eichenholzgruppe "Schneewitchen und die 6 Zwerge", die der Sohn des Hauses in den letzten Wochen aus Altholz bearbeitet hat. Natürlich steht auch in meinem Garten demnächst eines seiner dekorativen Hingucker. Die Torten und Kuchen der 2 Mädels  waren schnell gegessen, sahen sie doch lockend aus und schmeckten lecker. So verbandelte das Wochenende wieder 3 kreative Generationen.

... und ein paar Zicklein mußen auch ihr Leben lassen. Aber sie hatten ein gutes, gesundes, wenn auch kurzes Leben auf  der Wiese. In  frische Kräuter und Oel eingelegt,  auf dem Grill  kurz gebraten  ... Frisch von der Wiese auf den Tisch, wo gibts denn sowas?! Essen und Trinken gehört halt auch zur "Kunst". Zumindest zum kreativen Gestalten.


5. Juni 2016

 

Als ich heute morgen aufwachte schüttete es wie aus Eimern. Ein grauer und unwirtlicher Sonntagmorgen. Ich beschließe noch eine Runde  zu schlafen.  Eigentlich bin ich aber ausgeschlafen, also mach ich Spiegelei, Schinken, dänischen Käse  auf Ciabatta ... Kaffee. Es wird heller und nördlich von Hof soll die Sonne scheinen. Manchmal muß man ein wenig spinnen um einem langweiligen Tag zu entkommen. Ich fliehe ...  zu "offene Gärten" in Weimar. Bei Sonne pur mit dem Drahtesel, nicht mit der Kutsche,  mit Tochter und Enkel geht`s kreuz und quer durch die Stadt. Lauter schöne Gärten. Aber irgendwie stellen Mutter und Tochter fest, daß sie  selbst die schönsten Gärten haben. Das liegt sicher daran, daß  wir sie genau unserem jeweiligen Geschmack,  Lebenssituation und  der Lage angepaßt ,  und ein paar Jahre Herzblut vergossen  und Lehrgeld bezahlt haben. Jedoch waren viele Gestaltungselemente dabei, die neue  Möglichkeiten  bergen. Gleich morgen werde ich wieder  ein wenig Zeit im Garten verbringen ...  z.B. dicke Seile spannen, um der Clematis nach oben zu verhelfen. Manchmal muß man eben ein wenig verrückt sein und  sich nach  neuen  Blickwinkeln  drehen ...dann wird auch aus einem Regentag ein wunderschöner  Sonntag.


31. Mai 2016

 

Die Zeit rast, wie immer. Nach 10 Tagen und ca 2.000 Reise- km  bin ich nun wieder im Alltag gelandet. Wie immer ging`s nordwärts. Mal kurz das Gehirn durchpusten lassen vom  See-Wind und ein bischen Sonne tanken zwischen 91igsten Geburtstag feiern und Kramen in der Vergangenheit, räumen und ordnen, das war das Ziel.


12. Mai 2016

 

Vor ein paar Jahren habe ich Tulpenzwiebeln gekauft.  Weiß, rosa, lila und ganz dunkel gefüllte Tulpen. Dazwischen setzte ich Kugellauch , unterschiedliche Größen und Farbabstufungen. siehe  Garten, Mai

Und nein, ich habe mich nicht verschrieben. Keinesfalls  gelb-rot. 

Was seit Jahren konstant blüht sind, an immer wieder neuen Stellen, diese drei  Farben: gelb, gelbrot panachiert und rot, und ich schwöre: Ich habe sie nicht gesteckt. Aber irgendwie passen sie zusammen und verteilen  gelbrote Tupfer über das gesamte Grundstück.

Nun werden die Eisheiligen dem Spiel wohl ein Ende bereiten und bei der  nächsten Warmwelle wird der Kugellauch seine Blüten zeigen. Viele ... 7 verschiedene habe ich gepflanzt.  Aber nur zwei Sorten haben  sich verbreitet. Die Anderen gaben ein einmaliges Schauspiel im ersten Jahr. Dann verabschiedeten sie sich . Ach ja, der Schnittlauch, er blüht auch konstant jedes Jahr , für`s Butterbrot und zur Zierde des Salattellers.


7. Mai 2016

 

wenn die Sonne auf den Duftschneeball scheint, duftet es stark nach Vanille. Hier muß wohl bald  ein Sitzplatz hin. Er blüht erst seit Kurzem , obwohl er schon sehr alt ist. Wir brachten ihn mal aus einer Gärtnerei in Weimar mit, als kleines Pflänzchen. Noch vor der Wende.


5. Mai 2016

"Maikäfer,flieg.

Der Vater ist im Krieg.

Die Mutter ist in Pommerland,

Pommerland ist abgebrannt.

Maikäfer, flieg."

Ein Wiegenlied für Kinder? Daran erinnerte ich mich heute, als der Maikäfer vor mir auftauchte. Fliegen konnte er nicht, mühselig krabbelte er , versuchte sich immer wieder in die Marschrichtung zu bringen. Wohin?

Nochwas fiel mir dann ein. Wir Kinder besorgten uns zur Maikäferzeit Pappkartons, perforierten den Deckel und polsterten den Boden mit Buchenblättern. Es gab jedes Jahr viele, viele Maikäfer. "Wer hat die Meisten " ? spielten wir. Nach der Käferbeschau bekamen sie die Hühner. Kinder sind grausam?

Max und Moritz spielten ein anderes grausamen Spiel. Onkel erschrecken. "Doch die Käfer, kritze, kratze, kommen schnell aus der Matratze ..." auch dieses Spiel endet mit Käfermord. Ach ja und  der Sumsemann in Peterchens Mondfahrt ... wie war das noch? Muß ich mal nachlesen.

Was mit dem Käfer heute geschah, weiß ich nicht. Ich habe ihn ins Beet gesetzt, damit er vielleicht dem Tod durch einen hungrigen Vogel entgeht. Gerettet haben werde ich ihn damit nicht .


Folgendes  fand ich noch  zu "Maikäfer" im Internet:

"Maikäfersuppe". Für die menschliche Ernährung wurden Maikäfer ebenfalls genutzt - nicht nur in Notzeiten. "Unsere Studenten essen die Maikäfer ganz roh, ganz wie sie sind und nicht wenige ohne den geringsten Nachteil", wusste zum Beispiel die Fuldaer Zeitung 1925. "In vielen Konditoreien sind sie verzuckert zu haben, und man isst sie kandiert in Tafeln zum Nachtisch". Auch ein Rezept für Maikäfer-Bouillon ist überliefert: "Man nehme die Maikäfer, reiße ihnen Flügeldecken und Beine ab, röste ihren Körper in heißer Butter knusprig, koche sie dann mit Hühnerbrühe ab, tue etwas geschnittene Kalbsleber hinein und serviere das Ganze mit Schnittlauch und gerösteten Semmelschnitten."

Ganz schön schräg.


4. Mai 2016

 

In meinem Nachbargrundstück sind neue Bewohner eingezogen. Der Pfarrgarten mit 3.ooo m² samt Pfarrhaus steht schon lange leer. Welch ein Angebot!  Vor ein 17 Jahren hätte ich sofort zugepackt. Ein Traum-Haus und ein Traum-Garten stehen wieder zum Verkauf und welche Möglichkeiten sich da auftun.

 

Und doch habe ich "schwarzen Schafen" den Vortritt gelassen. Sie mähen nun Stück für Stück den Rasen und ich darf ihnen von der Terasse aus bei der Arbeit zusehen und zuhören. Mein Minigarten ist ja schnell bearbeitet und in den Pausen lasse ich mich von der Idylle inspirieren. Und ich mache heute viele Pausen. Die  neuen Nachbarn halten mich ständig von der Arbeit ab, immer wieder muß ich über den Zaun  schauen gehen.

 

Im Radio tönt jetzt ab und zu mal ein Lied mit dem Refrain: "Bauch sagt zu Kopf:  ja, Kopf sagt zu Bauch:  nein".  

Kopf siegt ...

Und schade ist es doch, denn was könnte man  alles mit  diesem Haus und Grund anfangen  ... Träumen darf man ja?!


28.April 2016

 

Die letzen Tage waren das, was ich "Kachelofenwetter" nenne. Eigentlich. Aber meine Stimmung ist ungemütlich, so ertränke ich meine Laune in Fensterputz- und Küchengroßputzaktionswasser. Ist ja auch mal nötig. Nicht immer kann ich kreativ sein und am Kachelofen vor mich hin werkeln.

Morgen kommt ein Enkel. Wir haben Allerhand vor. Klar gibt`s was Süßes. Ich habe "Schokoladenbrot" gebacken, für den Spaziergang am Baggersee.  Entdecker brauchen was für den kleinen Hunger.  Klar auch, daß ich die Schokolade in gesunde Zutaten gewickelt habe.

am Wegrand Gepflücktes , zu einem Kranz gebunden. Den Frühling eingefangen, warten auf Pusteblumen.

 

 

 

 

Frühlings-Kranz, zwei Wochen später. 

Die Verwandlung. Manches ist vergangen, manches hat sich erneuert.


 

 

 

 

Rezept für "Schokobrot"

 

125 g Butter (weich)

100 g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

1 Teel. Vanille

1Prise Cardamom                mit dem Rührgerät sehr schaumig schlagen.

100 g Schokolade                 schmelzen und unterrühren.

200 g Dinkelmehl 550          und

1 Teel. Backpulver                vermischen und  mit der Schaummasse verrühren.

Eine Rolle formen                und 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden.

Auf Backpapier nicht zu eng nebeneinander legen und bei 175° ca 15 Min. backen.

Tipp: eine Probe backen, dann läßt sich die Größe und Backzeit  besser abschätzen. Teig geht auf!

Ergibt 20 Scheiben     + eine zum Probieren!

Das erste Blech ist  gut gelungen, die Kekse schmecken knusprig und schokoladig. Für mich wäre ein Schuß Amaretto oder Kaffeelikör  für den Geschmack nicht verkehrt. Oder Ingwerstückchen, oder Mandelstifte oder getrocknete Beeren oder Erdnussmus, oder, oder, oder ...

Mal sehen, ob am Sonntag noch einer für mich  zum Kaffee übrig ist?!

 


24. April 2016

24. April 2016

Torte- oder Retorte?

Wenn man im Kaffeekränzchenalter ist und das Rentenalter in Zukunft mit 7o beginnt, könnte man ja ab 65 als "Tortentester" jobben. Ist man nicht zufrieden mit Torten und Kuchen aus Tüten und sonstigen Verpackungen, mit Massenware und Gebäcken  aus  minderwertigen Zutaten, so bleiben eine Hand voll niedliche, kleine Cafès übrig , die noch mit richtiger Sahne, frischen Früchten oder zarter Cremefüllung  mit Geschmack von Vanille oder anderen Gewürzen, echten Nüssen und  hochwertiger Schokolade wie bei "Muttern" oder wie bei "Oma" die Nase und den Gaumen kitzeln. Es gibt sie noch diese Schätzchen, man muß sie nur suchen. Diese Suche erfordert Ausdauer und stellt die Geschmacksnerven auf harte Proben. Ganz billig ist es auch nicht, aber nicht der Preis zeigt die Qualität an, auch nicht das Aussehen. So wird man manches Mal enttäuscht. Hat man so ein hausgemachtes, geschmackvolles Kuchenstück dann gefunden, sollte man diesem Ort treu bleiben, an dem Tradition noch vor Kommerz steht. Nein, "Tortentester" ist wohl kein Job  für mich, und in diesem Fall, gut daß ich schon im Rentenalter bin.


19. April 2016

ein Besuch in der Gärtnerei Augustin in Effeltrich bescherte mir neben einer großen  Kiste  Stauden einen Ausflug in die Vergangenheit. Im Glashaus war eine Ostereierausstellung und ein Flohmarkt aufgebaut. Vergangenheit deshalb, weil ich auch ein paar Eier aus meiner Ostereiermalzeit wiederfand.  Als der erste Eiermarkt in Erlangen stattfand war ich fleißig von Januar bis März/April am Malen... viele Stunden, viele Eier, viele Jahre.

Ingeborg Tschakert, die den Markt organisierte schrieb auch  wunderschöne Gartenbücher. Viele Kleinigkeiten und Raritäten die ihre  liebevoll arrangierten Fotos zierten  stehen nun zum Verkauf.   "Es war einmal", eine schöne Zeit ...

Ja und da war dann noch das Gartencafè. Leider war mir das neu, so daß ich mit vollem Magen nur noch die Kuchen mit den Augen und den Kaffee mit der Nase genießen konnte. Aber es ist ja meine Lieblingsgärtnerei,  wunderschön angelegt und ebenso wunderschön gelegen, so werde ich wohl sehr bald dort wieder herumstreifen und das Ganze genießen. Nächste Woche zur Kirschenblüte vielleicht?


16. April 2016

Als ich heute morgen aus dem Fenster sah war alles grau in grau. Es regnete. Was liegt näher, als ein Besuch in "......burg"? Auf der Hinfahrt goß es in Strömen, lichete sich aber im Laufe des Tages und es wurde ein Tag in Regensburg ohne Regen. Ab und zu ließ sich sogar die Sonne blicken. An der blauen Donau flanieren, durch die stillen Gassen bummeln, noch ohne Touristenmassen, ohne Anstehen an der ältesten Bratwurstküche,  mit Fensterplatz in der Eisdiele. Welch ein Genuß. Und doch, es fehlte das Gewimmel, die Geschäftigkeit einer Stadt. Fast schon ein wenig zu still und leer überall. 


8.April 2016

 

Regensburg, Landshut, Mühldorf.....eine kleine Reise in die Vergangenheit. Ich besuchte eine Freundin, die ich seit mindestens 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sie hat inzwischen ihre Textilwerkstatt aufgelöst, sich mit dem Spinnrad ins Altenteil zurückgezogen. Altenteil... wie sich das anhört. Viele gemeinsame Unternehmungen und Leidenschaften für Stoff und Garn und Techniken verbanden uns damals wie auch heute. Zusammen sind wir durch Ungarn gefahren, um der Spur des Blaudrucks zu folgen. Viele Stunden versuchten wir Neues und erforschten alte Traditionen und  Techniken. Hoben Märkte aus der Taufe, organisierten Ausstellungen. Davon existiert heute noch der Wollmarkt in Vaterstetten, den inzwischen seit 1991 die  bayrischen Schafhalter organisieren. Damals betraten wir Neuland. Gar nicht leicht, gute Handwerker zu finden, die sich mit Wolle und Leinen beschäftigten. Noch schwerer war es  Künstler zu gewinnen, die sich neben Tradition  stellen  wollten. Und vieles war erst im Beginnen,  wir waren Pioniere in uraltem Wissen - kurios.  Vieles, was früher Notwendigkeit war ist nach dem 2. Weltkrieg und mit dem Gebrauch synthetischer Fasern in Vergessenheit geraten, mußte erst wieder erlernt, entdeckt werden. Heute hat sich manches  weiterentwickelt , anderes ist wieder "out". Erfreulich  ist, wie viele unserer Nachkommen wieder interessierte Handarbeiter und Textilkünstler sind und wiederum Neues erproben und  nach Lust und Laune mixen.


3. April 2016

Hab mal wieder eine Reise gemacht. Nicht nur zum Vergnügen, aber zwischen Pflicht geht auch immer mal eine kleine Kür. So fand ich eine kleine, feine Textilausstellung im Bauhausarchiv/ Berlin.  Auch landete ich zufällig in einer Ausstellung, die mich sehr begeistert hat. Nicht nur der wunderschönen,  gewebten, lebendigen, farbigen Bilder wegen. Die Weberin beeindruckt mich auf Grund ihres Alters. www.barbara-jedermann.de  . Geburtsjahr 1919, da erwartet man keine solche Leistungen mehr. Der Tag hat mir einige Fragen beantwortet, Sorgen abgenommen. Nicht immer hat man alles sebst in der Hand. Aber ohne eigenes Zutun  wird wohl kaum ein Problem von alleine behoben. Also: auf zu neuen Taten.

Beim einem  Spaziergang am See habe ich dann noch konkrete Entschlüsse  gefasst.

 

Heute, im Cafe Federkiel, bei Kaffee  und Kuchen und einem grandiosen Blick ins oberfränkische Land, habe ich ein Vorhaben gleich  in die Tat umgesetzt. Eine neue Ausstellung ist in Planung. Im Herbst werden meine neue Arbeiten gezeigt, aber bis dahin muß  erst noch das  Neue entstehen,  im Kopf hätte ich  schon einige Bilder, manches schon vorbereitet.

Gerne würde ich auch wieder meinen Webstuhl benutzen, verstärkt ist der  Wunsch nun noch durch die Web-Ausstellung. Die aufgespannte Kette wartet schon und es ist auch schon angewebt.

Wenn einer eine Reise tut ... dann bekommt er auch neue  Ideen. Mir geht es jedenfalls so. Muß immer mal raus ...weg ... ein neues Blickfeld bekommen oder auch nur, um zu sehen, daß ich hab was ich brauch und tun kann was ich möchte. Blöd ist bloß, daß ich sowieso zu viel machen möchte, eigentlich nicht raus, weg müßte. Irgendetwas zieht aber immer an mir...und schön ist es jedenfalls immer, etwas Neues zu entdecken.


26.März 2016

 

hab ich  doch heute mal dem Osterhasen geholfen,  vor und im Haus ein wenig Osterstimmung zu zaubern. Erst dachte ich bis heute morgen, daß ich mir in diesem Jahr die Deko spar. Aber irgendwie kam`s dann doch über mich und wenn man erst mal angefangen hat, läuft`s Dekorieren auch von ganz alleine. Ach ja, und jetzt sieht`s doch aus, als wäre morgen Ostern. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Fest und viele Ostereier ...

Die gezeigten  Ostereier sind aus meiner  Eier-Sammlung. Gekauft auf Ostereiermärkten.  In der Schüssel liegen Eier mit Naturfarben gefärbt, und dann  mit Säure  Muster geäzt.  Die anderen sind traditionell bemustert, manche gebatikt, andere gekratzt.  Zum Essen und Verstecken bin ich gerade dabei  in einer Hexenküchenatmosphäre in verschiedenen Töpfen Blauholz-, Cochenille-, Zwiebelschalen- und Krappwurzelsud zu kochen. Immer spannend, weil man nie weiß, was genau passiert und wie genau die Farben sich auf dem Ei zeigen.  

Pünktlich um O.00, Ostersonntag, waren die Eier fertig, das  Küchenchaos beseitigt. Ich persönlich liebe die mit den frisch sprießenden Pflanzen belegten, in Zwiebelschale gekochten Eier. Und die  mit Cochenille gefärbten roten. Dies Jahr sind alle irgendwie ähnlich. Das anschließende Abreiben mit Speck hat dann noch ein wenig Unterschiede gezeigt.

Ist so, wenn man spontan, ohne Mengenangaben, frei nach Lust und Laune den Farbstoff und die Wassermenge aus dem Ärmel schüttelt. Wobei ich sehr zweifle, ob  es mit  genauem Rezept anders wäre.

Die Eier gebe ich morgen beim Osterhasen in Weimar ab. Vielleicht treffen wir ja Goethe im Ilmpark, der uns den Osterspaziergang rezitiert. "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche ..."


20.März 2016

20. März ... eigentlich ist Frühlingsanfang. Auf dem Kalender. Aber so oft ich auch aus dem Fenster sehe, es ist nur grau in grau. Der Radiosprecher faselt stündlich was von Schnee ...
Seit gestern versuche ich meine CD`s mit den gespeicherten Bildern aus X Jahren auf USBSticks zu ziehen. Versuche. Nicht alle lassen sich öffnen. Auf einer externen Festplatte waren alle schon gespeichert ... aber da erscheinen immer nur zwei Worte "Keine Dateien" ...
Die weißen Puzzleschnipsel, 9 Quadrate, sind Stück für Stück von Hand mit graublauem Faden zusammengenäht. Ans Fenster gehängt sieht man die schlampert geschnittenen Rechtecke. Aber gerade das hat doch was. Oder?


16.März 2016

 

Heute möchte ich mal meinen Maschinenpark vorstellen. Alles steht parat in der Küche und wird auch benutzt. Da wäre mal ganz links die Nudelmaschine. Zugegeben, eine moderne ist lukrativer ... dann eine Reibe mit doppelter Funktion. Einmal reiben -einmal Scheibchen schnippeln ... für Parmesan zum Beispiel, gedacht wohl für Mandeln. Es folgt eine Mohnmühle und eine Mandelmühle aus dem Haushalt meiner Schwiegermutter. Auch heute noch oft in Gebrauch. Das Schneiden mit den zwei Bohnen-schnippel-machinen, ich muß auch das zugeben, dauert mir zu lang, auch wenn ich in der linken zwei  Bohnen gleichzeitig schnippeln könnte. Und auch  die Brotmaschine schneidet wirklich. Ich habe sie aus Dänemark und sie ist eine Kindheitserinnerung. Roggenkastenbrot wurde damit geschnitten. Heute schneide ich gerne Baguette damit.    Oder benütze es , andersrum gedreht, als Buchständer.

Morgen bekomme ich Besuch. Sie kommen von weit her und bleiben nicht lange. Das bedeutet, heute ist Koch-und Backtag, damit ich morgen in der Küche  nichts zu tun habe und meine Gäste trotzdem nicht hungern müssen.  Zur Begrüßung habe ich eine Lasagne vorbereitet, Zum Nachtisch und Kaffe ist eine Zitruskäsetorte und ein Mohnkuchen vorgesehen. Und zum Abendessen , damit die Gäste nicht etwa mit leerem Magen  zu Hause ankommen habe ich noch "Saure Zipfel" angedacht, mit  Oberpfälzer "Spitzln"  Nun heißt es nur noch  servieren, genießen und plaudern.

Der Mohnkuchen ist supersaftig und locker... es lohnt sich  ihn mal zu probieren.  Macht garantiert "high"... Hier das Rezept  dafür:

 

je 100 g

gemahlenen  gebrühten Mohn

Mandeln, gerieben

Mehl

Butter, weich

Zucker

Schokolade, klein gehackt

 

eine Prise Natur-Vanille, Zitronenabrieb,

2 Teel.Backpulver

 

4 Eier getrennt

 

Und so gehts: weiche Butter schaumig rühren. Mit Zucker und Eigelb ( nach und nach zugegeben) cremig rühren. Vanille, Zitrone, Mohn , Mandeln, Mehl, und Schockolade untermischen. Das geschlagene Eiweiß unterheben. In einer gut gebutterten und mit Bröseln  vorbereiteten Form  ca 1 Std. bei mittlerer Hitze backen.

Ich habe den  erkalteten Kuchen mit Johannisbeermarmelade, gemischt mit Zitronenguß  außenrum bestrichen. Muß aber nicht sein. Ein Schlag Sahne tut`s auch.

 


12. März 2016

Kunstbücher... jedes einzelne ein Unikat, von Hand gemacht. Jedes erzählt eine eigene Geschichte. Drei Stunden habe ich in der Villa Dessauer verbracht ... drei Stunden voller Inspiration und Bewunderung. Hermines kleine Bücher haben es mir aber doch am meisten angetan. Nicht nur der gedankliche Inhalt, auch die Verarbeitung ist etwas Besonderes. Die Seiten, einzeln in Wachs getaucht, zusammengenäht zu Leporellos, zweiseitig zu lesen, haben eine spezielle Optik. Milchig glänzend, versiegelt, sie fühlen sich zerbrechlich an ... so wie die Texte." Eine Reise an die entlegenen Orte der menschlichen Seele"... ja, wie wahr... eine Reise, die sich lohnt.

Die Ausstellung werde ich mir nochmal ansehen müssen.


9. März 2016

Nach 2 Tage Tabula rasa im Garten habe ich vielleicht  den Winter vertrieben?

Alles, fast alles ist  entfernt, was moderich und vergammelt aussah, alle Samenstände und  Überreste vom vergangenen Jahr entfernt. Nun kann Neues sprießen und es ist Platz für ein paar Neuanschaffungen. Ein paar Rosen müssen ersetzt werden und die  Eisenleitern, die  die großen Rosen stützen, müssen ausgetauscht werden. Meine ersten Schweißversuche waren wohl nicht perfekt,  jedenfalls nicht sehr haltbar. Aber ich versuchs nochmal. Terasse und Kompostplatz brauchen noch ein paar Stunden Zuwendung, aber dann ... dann kann die Sonne kommen  ... obwohl - nicht immer ist der Boden bei uns  so früh schon frostfrei und die Winterblüher brauchen ja auch ihren Auftritt.

 


5.März 2016

"Blues ist immer eine Fahrt ins Blaue, wir wissen selbst nicht wo wir da landen- Hauptsache unser Publikum hat Spaß mit uns und der "Groove" geht noch ein paar Tage ins Blut". Dieser  Einladung bin ich gestern Abend  gefolgt - um die Ecke in den  Gasthof zum Hirschen von New Orleans  nach NY gereist,  mit Franz Hajak & the blue lunatics ... ein sehr schöner Abend  und es grooved noch.

...nun habe ich ein bischen rumgekritzelt und den Gedanken des Spaziergangs im restlichen Schnee aufgenommen. Auf den kreuz und quer zusammengesetzten Untergrund in Weiß habe ich die Linien des Baumes, eines Baumes, markiert und mit Nadel und Faden  zu "malen" losgelegt. Ob das wohl was wird?....


2. März 2016

 

9 Blocks  à 35 x 35 sind fertig genäht. Jeder  sieht  etwas andes aus.  Jetzt sollte die Entscheidung fallen, wie ich weiter vorgehen möchte. So viele Möglicheiten.... entweder kleine farbige Quadrate zwischensetzen, mit hellgrauem Faden Texte aufsticken, mit bunten Fäden Linien, Kreise oder Figuren auf-nähen- sticken. Plastisch und strukturell die Flächen füllen.....Nein, ich werde mich nicht entscheiden.  Draußen ist es immer noch weiß in weiß.... ich werde mal weitere Rechtecke kreieren, jetzt nicht mehr , wie bisher, Puzzle in der Schachtel, ( siehe 12.2.) sondern frei, wie`s kommt ... und ein bischen schräg ... Vielleicht auch mit den ecogefärbten Stoffen von 2014 ... die sollten ja auch mal zu Worte oder besser, ins Bild kommen.  Vielleicht auch ein paar strukturell gestaltete und ein paar kleine bunte ... Mal sehen...


23.Februar 2016

 

Am Samstag war der letzte Tag  der Ausstellung "Grenzgängerinnen". Insgesamt hatten wir 1500 Besucher. Ein toller Erfolg für 2 Wochen und wir sind sehr stolz.  Hier noch einmal ein paar Bilder, damit auch die es sehen können, die keine Gelegenheit hatten. Nun ist alles wieder abgebaut und wir können auf ein neues Ziel zugehen. Viel Spaß beim Rundgang...

Teilnehmer in der Reihenfolge des Bildablaufs: Heidi Drahota, Barbara Eichhorn, Anne Jansen, Maria Milan, Johanna Spaethe,  Maria Weber, Csilla Wenczel,Barbara Westerath, Ruth Zenger


18.Februar 2016

 

Schafe / weiß-schwarz-braun

Überall tummeln sich die kleinen niedlichen Wollvorräte ... noch etwas wackelig auf den Beinen, aber das wird schon noch. Bald werden die Mütter geschoren und es fragt sich, was mit der wunderschönen Wolle werden soll. Gerne würde ich alles horten und verarbeiten, aber leider reicht ein Jahr dazu nicht ...und die Kleinen weden nächstes Jahr beim Scherer anstehen.


12. Februar 2016

 

 

Weiß-Schwarz

 

für Ausstellungsobjekte hatte ich Schilder geschrieben, geklebt, geschnitten.  Die kleinen Reste landeten im Abfall ... Am nächsten Morgen bin ich zum Papierkorb, habe die "Abschnitte" wieder herausgefischt. Schade um das Material ... Mit Cutter und Lineal habe ich Schablonen geschnitten, zu einem Quadrat gelegt so dass es genau in eine kleine  Schachtel passt. Ein Puzzle in einer  Schachtel Ist doch schon mal ein Anfang?!  Stoffe, vor langer Zeit geschnitten liegen auch schon parat. Es kann also losgehen mit etwas Neuem.

Ein kleines Format habe ich mir vorgenommen  25 x 25 cm. Eines davon ist bereits  von Hand zusammengenäht. Nach der Methode des englischen „Paperpiecing“. Nur ohne Papier, sondern mit Hilfe der Kartonschablonen … Wie viele es letztendlich werden  und wie es insgesamt aussehen soll, habe ich noch nicht bedacht … alles ist noch offen. Außer, dass die Grundfarbe „Weiß“ sein soll, also keine Farbe … oder doch ...  Weiß sowie  Schwarz, so habe ich mal gelernt, sind die Summe aller Farben….

 


9.Februar 2016

 

folgendes erschien  in der Nürnberger Nachrichten/ Regionalteil Forchheim. Udo Güldner hat sich  sehr viel Zeit genommen diesen Artikel zu erstellen.  Er beschreibt unsere Arbeit mit dem Textilen Material sehr treffend und ich finde, er mach Lust auf einen Besuch ?


 

Grenzgängerinnen zwischen Welten und Materialien

Filzkünstlerinnen stellen in den Rathaushallen aus - 08.02.2016 18:01 Uhr

Filzkünstlerin Maria Weber aus Weiden ist besonders experimentierfreudig. Meeresfilz nennt sie die riesengroßen, an Quallen erinnernden Gebilde, die im Rathaus von der Decke baumeln.

Filzkünstlerin Maria Weber aus Weiden ist besonders experimentierfreudig. Meeresfilz nennt sie die riesengroßen, an Quallen erinnernden Gebilde, die im Rathaus von der Decke baumeln. © Udo Güldner

Einige der Spezialistinnen für Filz haben bereits in der Kaiserpfalz ausgestellt, für die Mehrheit ist die Gemeinschaftsschau eine Premiere in Forchheim.

Lokalmatadorin ist Barbara Eichhorn (Heroldsbach-Thurn), deren fragile Gebilde so fein gearbeitet sind, dass man die Pappelsamen aus Mallorca im Inneren erkennen kann. Und sie wagt sich an deutlich politische Aussagen, indem sie Fische auffädelt, die schier vor Plastik zu bersten drohen. Oder indem sie Schrumpfköpfe mit wirrem Haar und noch wirrerem Kopfinneren als „Spießbürger“ auf Metallstäbe setzt. Auch wenn viele Filzkünstler ihr Geld auf Kunsthandwerkermärkten verdienen (müssen), so zeigt „Grenzgängerinnen“ doch keine leicht verdauliche Kost.

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Auf Schritt und Tritt schneidet sich der Betrachter am scharfen Filz, der doch so flauschig und heimelig daherkommt. Wie in Csilla Wenczels Werken über Wanderschaft und Loslassen. Die Rumänin, die in Wendelstein lebt, hat mit der speziellen Shibori-Technik den Stoff kunstvoll gefaltet und gefärbt und setzt ästhetische Akzente zu den „Brennenden Gärten von Damaskus“.

Da wirken die aufgespannten, hauchdünnen Stoffe, in denen Anne Jansen (Bamberg) das Zusammenspiel von Ordnung und Variation austestet, beinahe harmlos. Doch nur beinahe, denn in ihren weiter unten aufgebauten Gefäßen hält die Hochzeit zu Kanaan Einzug.

Hommage an die Farbe Indigo

Die Oberpfälzerin Johanne Spaethes hat ihre an Wandteppiche erinnernde Arbeit „Jacke wie Hose“ aus einem wilden Sammelsurium zerschnittener Jeans-Kleidung zusammengesetzt. Ihre Hommage an die Farbe Indigo feiert sie mit Unendlichkeitssymbolen wie der sich selbst fressenden Schlange. Besonders experimentierfreudig ist Maria Weber (Weiden), die am Strande Sardiniens aufgelesenen „Meeresfilz“ zu Bildern und Objekten formt. Dabei ist das Material eigentlich Seegras, das von den Mächten des Meeres solange „gefilzt“ wird, bis daraus eine Masse wird, die filzähnliche Eigenschaften hat.

Erst im letzten Moment hat Maria Milan (Fürth) sich der Ausstellung angeschlossen und dabei um eine der Steinsäulen herum improvisiert. Die Spanierin hat eine Art Marienaltar aufgebaut, den kleine Blumen umgürten. Ihre kleinen Arbeiten entstehen aus Pfeifenputzern, Knöpfen und Stoffresten wie einem indischen Sari-Gewand oder jahrzehntealten Faschingshüten. „Ich bin eine Sammlerin.“

Wie man aus Landschaftsfotos Filz-Kunstwerke erwachsen lässt, präsentiert Heidi Drahota (Nürnberg) ebenso eindrucksvoll wie ihre verstörenden Collagen zu Menschenrechtsverletzungen. Aus Wolle, Seide und Samt und Dank selbstgemachten Holunderbeersaftes entstehen so Miniaturen, in denen, täuschend echt, filzige Moose und Flechten über die Leinwand kriechen und in denen darunter noch das Original ein Eigenleben führt.

Mit ihren Bildern der „Erneuerung“ und ihren Filz-Säulen gelingt Ruth Zenger (Buckenhof) der Spagat zwischen meditativer Ruhe und dynamischer Veränderung.

Dabei ist das Filzen eine Wissenschaft für sich, wie Barbara Westerath (Altdorf) betont. Nicht nur bei der Auswahl der passenden Wolle, da bieten sich hunderte Möglichkeiten je nach Schafrasse und Weidegrund der Tiere an. Für die Ausstellungsbesucher hat Westerath eine Wand zum Selberfühlen mitgebracht, die zugleich auch die Begrenzheit des Materials offenbart.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Februar zu sehen. Während der Öffnungszeiten, Mo—Fr 11—17 Uhr, Sa 10—13 Uhr, sowie am 13. Februar von 10—16 Uhr und am 14. Februar von 11—16 Uhr wird eine der Künstlerinnen anwesend sein und den Besuchern für Fragen zur Verfügung stehen.  

UDO GÜLDNER


8. Februar..Rosenmontag.....dazu passt doch Gartenarbeit?  Schnee-Rosen blühen ja schon eifrig. Oder habe ich da was falsch verstanden? Na, ich habe jedenfalls mal 2 Stunden gewerkelt....dem Winter gezeigt, daß ich genug von Kalt und Schnee habe. Der Boden ist auch nicht mehr gefroren....(war er das dies Jahr überhaupt?) und ein bischen aufräumen kann ja nicht schaden....Es zeigten sich auch  hier  in ca. 600m Höhenlage  schon die ersten Frühlingsblumen...oder sind Schneeglöckchen, Winterlinge, Schneerosen nur dem Winter zuzuordnen?

Vernissage  mit den "Grenzgängerinnen"

Besucher hatten wir heute Abend reichlich zur Vernissage, ca 100 Gäste , die mit Gitarrenmusik, Märchen und einem leckeren Buffet eingestimmt wurden unsere Werke zu betrachten, Fragen zu stellen, inspiriert zu werden. Ein gelungener Abend mit schönen Gesprächen ......so soll eine Ausstellung beginnen.   Beginnen heißt aber auch, daß sie noch andauert und daß wir uns über jeden freuen, der  unsere Arbeiten ansieht,  sie hinterfragt, oder aber sich auch einfach daran erfreut. Bis 20.Februar ist die Chance geboten. Täglich ist eine aus unserer Gruppe anwesend, am Sa., 20.Februar fast alle. Wir freuen uns auf Gespräche.....geben gerne Erklärungen, diskutieren zum Thema.....


RedHotBlue ist der Titel, des rechten Quilts..... und es ist der Titel eines Musik Samplers von 1990, ein Tribut an Cole Porter. Es ist ein erfolgreiches Benefizalbum für die RedHot Organisation, die sich der Aidshilfe verschrieben hat, eine Sammlung Cole Porters Kompositionen interpretiert von unterschiedlichen Musikern.

So ist diese Komposition unterschiedlicher Stoffe, Formen und Farben, verbunden mit verschiedenen Techniken auch eine Mustersammlung im weitesten Sinn.

 

 

 

 

Klassisch genähtes Patchwork. Integriert sind unterschiedliche Techniken wie Applikation und Mola...meist von Hand genäht, jedenfalls von Hand gequiltet. Es ist die Komposition und die unterschiedliche Arbeitsweise die den Spaß an der Arbeit ausmacht.

Gesamtgröße: ca. 1.20x 1.60



5.Februar 2016..... ab heute Ausstellung: "Grenzgängerinnen", Forchheim, Rathaushallen

Ich bin ein Liebhaber von „Slowfood“. Schätze das „Selbstgemachte“ in jeder Richtung. Warum nicht auch Slowtextiles“? Das Arbeiten mit der Hand, der greifbare Kontakt mit den nicht nur textilen Materialien lässt viel  Spielraum, vielleicht mehr als unter Einsatz der (Näh-) Maschine. Die Richtung spontan wechseln, Farben austauschen - einfügen, wo und wie immer es mir gerade in den Sinn kommt. Aufnähen, ausschneiden,  unterlegen, einweben, einklöppeln…...und so vieles mehr. Übereinander, ineinander....…ein Leben reicht nicht aus, um die Fülle der Möglichkeiten zu erschöpfen....

Das letzte halbe Jahr haben mich  alte, kaputte Jeans begleitet. Die Idee, die kleinen Teile so zusammenzusetzen stammt von  "Boro", Flickwerk aus Japan. "Jacke wie Hose" nenne ich die nicht ganz klassisch gearbeitete Decke. Sie hängt bis 20.Februar 2016 in den Rathaushallen in Forchheim. Auf den Schildchen zur Ausstellung steht diese Erklärung:

"Jacke wie Hose"

Ursprünglich war jedes kleinste Teil ein Ganzes. Reduziert auf eine kleine geometrische Form, neu zusammengesetzt, ergibt sich wieder etwas neues Ganzes, zu einer neu zusammengewürfelten Gemeinschaft kleiner, sich fremder Teile verschmolzen. Jeder Partikel mit unterschiedlichsten Eigenschaften, verschiedener Herkunft, Farben und Qualitäten ergänzen sich zu einem bunten Potpourri…."

Die Ausstellung heißt "Grenzgängerinnen" und ist, obwohl der Titel vor 2 Jahren gewählt wurde,  auch heute sehr aktuell......und sind nicht auch wir Menschen alle gleich, zwar mit  Unterschieden, aber doch aus demselben Stoff?



Schön, einen Blog mit einer Ausstellung beginnen zu können...ein schönes Geschenk. (Na ja ,ein bischen was getan dafür hab ich schon....) Ich freue mich, daß ich  durch das Jahr 2016 in Begleitung gehen darf und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

5.Februar 2016


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