18. Januar 2017

 

"Alles hat seine Zeit ...", so steht es schon in der Bibel. Meine Zeit ist gerade mit Stricken  und Wolle sortieren ausgefüllt.  Es ist sicher nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Aber es ist noch ein ergiebiger Vorrat an Norwegischem Spaelsaugarn aus meinem Webvorrat vorhanden. Diese Info fand ich im Netz: "Die Spaelsau ist als norwegische Schafrasse beinahe ausgestorben. Bis eine Frau Teppichreste aus einer Stabkirche analysiert und für eine Wiederzucht gesorgt hat. Die Garnsorte spielt in der norwegischen Kultur eine wichtige Rolle, aus ihr wurden zB Hochzeitsteppiche gewebt, die ordentlich Wärme während der langen Winternächte gespendet haben." Kann man doch nicht verkommen lassen, das edle Material. Das Garn liegt zwar gut, wo es gerade liegt ... vielleicht kann aber auch eine weitere Jacke daraus werden. Eine bunte, für  kühle Sommernächte. Die Körbe mit den angefangenen, wartenden Objekte sind leer, alles aufgearbeitet. Also, was nun? Ich werde mal ein wenig rumprobieren, Muster überlegen, Größe und Form entscheiden und vielleicht einen Schnitt zeichnen.   Bunt paßt ja schon mal zur Zeit. Karneval und Bunt ist das was gerade in die weiß- grau, dunklen Tage paßt.  

 

 

 

Weben und Stricken. Zwei ganz verschiedene Techniken, unterschiedliche  Muster.

Jacke und Pullover sind in den 80igern entstanden, aus eben diesem Spaelsaugarn, ist aber noch wie neu. Das Material ist unverwüstlich.

 

 


17. Januar, die Sonne hat gestrahlt, lud zu einem Spaziergang ein. Warum denn in die Ferne schweifen ... ? Vor der Haustüre ist es sooo schön. Hab mal den kommenden Spinnvorrat kontrolliert. Ob der Nachwuchs auch wieder lauter "schwarze Schafe" sind?


16. Januar 2017

Vom Stricken an meiner  Norwegerjacke kann ich mich jetzt erst mal verabschieden. Sie ist fertig. Da sie leicht und locker  gestrickt ist( sie wiegt gerade mal 260g) darf sie nun auf laue Sommernächte warten.

Aus dem Keller habe ich mir ein Sortiment an Rottönen ausgesucht.  Es kann ja wohl  nicht sein, daß ich tatenlos rumsitze. ;-)

 


15. Januar

Der Tag ist ausgefüllt mit Zeichnen, schneiden, schnippeln, nachdenken, probieren. Mit dem  Ergebnis bin ich  erst mal für den Anfang  zufrieden. Die  Geschichte mit dem  Granatapfel  nimmt Formen an.


13. und 14 Januar

 siehe  Textiles/Nadelarbeiten und Färben, sowie Küche ...


12. Januar 2017

Der Schnee ist am Schmelzen ... was aber jetzt im Januar wohl nicht mehr bedeutet als drohendes Glatteis, wenn`s heute abend kälter wird.

Schneehauben überall im Garten, es sieht hübsch aus. Auch der Liegestuhl wartet auf Sonne ... nicht nur ich.

Zum spazieren gehen ist es zu matschig  , das Auto müßte ich erst freischaufeln  um die Stadt zu erkunden ... also denke ich darüber nach, welches der "UFO`s" ,  unfertigen Objekte ich  anpeilen soll um mich sinnvoll zu beschäftigen.  Neues fällt mir gerade nicht ein. Schon, aber ich müsste sortieren bevor ich eine der Ideen beginnen kann. Ein wirklich reizvolles Projekt, eines, die mich vom Hocker holt,  ist noch nicht dabei. Dem "Norweger" fehlt noch ein Stückchen, die Schulterpartie. Sollte wohl dranbleiben ...


8. Januar 20017

Bin wieder mal eingeschneit ... habe mich daran erinnert, wie die Großmutter meiner dänischen Freundin im Winter lebte. Als ich dort   vom 1. November 54 bis 1. Februar 55  den Winter verbrachte, war ich knapp 8 Jahre alt. Mein erster Reisepaß ist vom Oktober 1954.  Davor hatte ich schon einmal, ganz alleine mit anderen Ferienkindern,   diese lange Reise gemacht, die Ferien auf Jütland verbracht.

Die Großmutter hatte ein  minikleines Fachwerkhaus auf einem Hügel. In Dänemark nennt man es "Berg". Das Haus bestand aus einem Zimmerlein mit einem Kochherd. Zusätzlich etwas, das man WohnEßzimmer nennen kann und einem Schlafzimmer mit einem Bett. Klo ? Außerhalb, neben dem Haus. Bad? Fehlanzeige, Schüssel und Wasserkanne, statt dessen. Kennen wir ja alle, steht irgendwo zur Deko herum. Drumherum ein großer ObstGemüseBeeren-garten. Aber das Beste sind die Geschichten vom Winter. Morgens vor der Arbeit, mußte Henry, der Vater meiner Freundin,  auf den "Berg", um die Oma freizuschaufeln. Der Schnee lag oft bis zur oberen Türkante. Ins Dorf zurück  gings dann fein runter zu rodeln. Die "Bedstemor" ist  98 Jahre alt geworden. Das bestärkt mich in der Annahme, daß Winterschlaf, eingeschneit, abgeschnitten sein, nicht schlimm ist. Vorübergehend jedenfalls.

Inzwischen stricke ich fleißig hinter dem Ofen. Stricken ist nicht meine Stärke, vor allem das Berechnen von Muster, Größe, Maschenanzahl. Und es ist ein bischen langweilig. Bin eben ein ein kreativer Mensch, spontan und flexibel ... Jedenfalls sieht es aus wie eine Jacke ... bis jetzt.

Schön wäre es, wenn ich das Geheimnis des verwebten Fadens vollends  entschlüsseln könnte. Streckenweise gelingt es mir .... aber man sieht immer etwas des mitlaufenden Fadens im Vordergrund. Bin ich etwa doch pingelig ?

Vielleicht ist es aber nur, weil zählen und  Muster stricken von den eigenen Gedanken ablenkt,  Träumereien mit Fehlern und rückwärts stricken bestraft werden.


Januar 2017

Januar, das ist für mich die Hängematte, in der ich  faul sein kann.

Meist bin ich eingeschneit. Habe die Ofenecke bezogen.

Manchmal erinnere ich mich daran, daß ich im Sommer Dinge wie Schubladen, Schränke und Schmuddelecken aufräumen in den Winter verschoben hatte. Aber ...

Auch im Garten ist nichts zu tun, er ruht. Putzen ist, weil sowieso zu viel Dreck von draußen rein kommt, unsinnig. In der Werkstatt ist es zu kalt zum Arbeiten.

Alles Ausreden, ich weiß. Alles langweilig, ich weiß.

Was ich auch weiß, es kann nicht falsch sein, auch mal " n i c h t s " zu tun. Fast nichts und den Januar zu genießen.


1. Januar 2017

Prosit, Neues Jahr!


31. Dezember 2016


30. Dezember 2016

 

 "Überall in den Tannenspitzen sah ich silberne Lichtlein blitzen"...(frei nach Nicolaus). Spitzen aus Eis,  am Weg entlang. Wer kann diesen feinen Gebilden etwas entgegensetzen?

 Zwei Stunden, fünf Kilometer, 10000 Schritte ... begleitet von "Textilem" überall.

Welch Fülle von kreativen Möglichkeiten, die es umzusetzen  gilt ... wenn der angefangene "Norweger" fertig ist.  Morgen kommt die Schulterpasse dran, die Sterne dafür sind schon mal gezeichnet, parat  zum Ablesen beim Stricken.


26. Dezember 2016

 

heute bin ich der "wilden Jagd" begegnet, die in den Rauhnächten über Berge und Täler zieht. Gruselig der Wind, der die Töne der Umgebung sammelt und sie schaurig klingen läßt ... na ja, kalt und windig war`s und grau in grau. Man soll sich hüten vor der wilden Jagd, sich einschließen ...was liegt näher, als hinterm Ofen dem Kribbeln in den Fingern nachzugeben und eine neue Jacke zu kreieren. Rechte Masche, linke Masche ...schließlich soll das schöne norwegische Spaelsaugarn von Rauma ja alle werden. Und da liegt noch Einiges und wartet auf "Rauhnächte" ...


24. Dezember 2016

Fröhöliche Weichnacht überall.... so tönt es aus dem Radio, und ja fröhöliche Weihnacht, das wünsche ich euch da draußen oder drinnen am Weihnachtsbaum.

Der Nürnberger Rauschgoldengel grüßt auch  jedes Jahr  von der Spitze und erinnert an die Weihnachtsfeste bei den Schwiegereltern.  Seit den 50igern wacht er, daß der Baum brennt, aber nicht verbrennt. Auch die "Dicken Engel", wie ich sie nenne, sind ein Muß und tragen Erinnerungen. Auf jedes unserer Geschenkpäckchen hat Jahr für Jahr ein Engelchen die Lücken im   Weihnachtsbaum unserer wachsenden Familie gefüllt. Inzwischen ist der Bestand von Opa und Oma an die Kinder  und  Enkel  verteilt und auch unser Drittel wartet schon  auf ein neues Zuhause.  Aber noch freue ich mich an dem kleinen schmucken Baum mit seinen vielen Erinnerungen.

Maria und Josef, ein Probeschnitt des Vaters vom Holzbildhauer "Nocker" in Erlenstegen.  Sie wandern seit vielen Jahren von auf dem Schrank nach unter den Baum. Die Gruppe gefiel uns damals, weil die kleinen  Kinderhände ihr nichts anhaben konnte. Wer mag sie wohl später beherbergen? 


23. Dezember 2016

Sieht aus, als wäre der Stollen, der lange  gegangen ist, richtig lecker geworden ist. Kurzfristig habe ich mich entschieden, die Hälfte des Teiges mit Mohn zu füllen. Der Anschnitt des "Dresdner Stollen`s" sieht etwas langweilig aus, aber das ist wohl eben nur dieser Anschnitt, denn es sind genug Zutaten enthalten ...und wer sagt, daß Stollen wochenlang durchziehen muß? Sicher, die Aromen verteilen sich intensiver. Aber so ein Stück lauwarmer Hefekuchen frisch aus dem Ofen ...da kann ich nicht wiederstehen.

 

Das Rezept ist aus meinem, im Laufe des Lebens entstandenem Sammelbuch, ein Familienrezept einer Familie aus Sachsen. Zwischendrin finden sich im Buch  neben Rezepten zu Weihnachten auch Anleitungen für alles mögliche Weihnachtliches. Und natürlich durften die Kinder, während ich die Zutaten zusammenstellte und Teig rührte, neben Löffel abschlecken auch ins Buch malen und schreiben. Hier eine Schlittenfahrt auf dem Marienberg in Nürnberg. Das ist soooo lange her. Das Rezept habe ich immer wieder verkleinert ... Auch in diesem Jahr habe ich es  noch einmal halbiert.

Dresdner Stollen (von Frau Arnold)

 

125 in Rum eingelegte Rosinen

10g Bittermandeln

100 g süße Mandeln 

125 Orangeat und  Zitronat

alles zusammen fein hacken oder mixen

500 g Mehl

170 g  gesamt Butter und Butterschmalz

100g Zucker

1 Zitrone Saft und Schale

1 Päckchen Hefe

eine Prise Salz

ca 1/8 l Milch

Vanille und Cardamom

Butter und Butterschmalz, zerlassen zum Bestreichen nach dem Backen.

 

Hefeteig herstellen und wenn er auf doppelte Größe gegangen ist, die Geschmackszutaten zufügen und kurz durchkneten, damit sich alles gut verteilt. Ich setze den geformten Stollen in eine kleine Bratraine, damit er nicht auseinanderläuft. Nochmal gehen lassen und bei 150°,  bis  er goldgelb ist, backen. Noch heiß mit viel zerlassener Butter begießen und mit Vanillezucker dick bestreuen.  Wenn der Stollen kalt ist, noch Puderzucker darüber sieben.


22. Dezember 2016

 

Noch zwei Tage bis Weihnachten. Alle Päckchen sind  gepackt und  ich habe gestern und heute dem Weihnachtsmann beim Verteilen geholfen. Und da Weihnachten ja erst am 24. beginnt, habe ich noch einen kleinen Stollen angesetzt, den ich morgen backen werde. 

Er hat dann ja noch Zeit genug bis zum 2. Februar/Maria Lichtmeß/, zum Weihnachtsende seine Aromen zu entwickeln, wenn er bis dahin nicht schon aufgegessen ist.

Noch zwei Tage dürfen auch die Adventskerzen noch leuchten, dann ...


18. Dezember     

Alle Jahre wieder.... das mach ich gerade:  "Weihnachtsfleisch"... eine Woche darf das Kotlettstück "pökeln", dann wird es mit Ziebeln und Loorbeeren in Wasser gegart. Ist das Fleisch gar, kommen Wienerle, geräucherte und frische Bratwürste und Weißwürste in den Sud. Die bekommen dann einen einmaligen Geschmack. Besonders an den Tagen nach Weihnachten, wo sie im Vorbeigehen "genascht" werden. Dazu gibts Sauerkraut und Brot. Geht aber auch ohne Brot. Seit 52 Jahren wird das Rezept von meinen Schwiegereltern in meiner Küche zelebriert. Traditionell ist es Aufgabe des Hausherren, das Fleisch mit kleingehacktem zerdrücktem Knoblauch und Salz einzureiben, täglich zu wenden und mit dem entstehenden Sud zu begießen. "Haus-Frau" kann das aber auch!


15. Dezember 2016

Wieder zu Hause.... Nachdem im letzten Monat viele Füße durch das Haus gegangen sind, vieles liegen blieb, sollte eigentlich mal wieder der Putzteufel in Aktion treten. Da die Heinzelmännchen ehemals in Köln verjagt wurden, ist wohl die Chance gering, das sich diesbezüglich wünschen lohnt. Aber die Lust ... die ist gering. Also was ist besser als lustlos  im Putzeimer rumzustochern?  Beim Anblick der leckeren Plätzchenrezepte in der rumliegenden diversen Weihnachtsliteratur  habe ich mich verführen lassen. Alibi: Es könnte ja überraschend Besuch kommen, und wie sieht das dann  aus, wenn kein Weihnachtsduft im Haus ist, keine Leckereien bereit stehen. Aber auch nicht ganz uneigennützig ...etwas Besseres als Putzen findest Du allemal.

Und voila. Klein aber fein. Und es roch und schmeckt  sooo lecker. Dieser Teller war dann mein Lohn. Und vier  volle Blechdosen. Und nun?



12. Dezember

Meine jährliche Rundreise gen Norden ist  vorbei. Zwei von den Erlebnissen auf meinem Weg picke ich mal heraus. Zum Einen die Vorprämiere im Meringhoftheater, der kabarettistische Jahresrückblick. Geschichten, Songs und Parodien von und mit Bov Bjerg, Horst Evers, Manfred Maurenbrecher, Christoph Jungmann und Hannes Heesch. Einfach nur köstlich und der Abend viel zu kurz ...

Zweitens das Kolbe Museum. Eigentlich wollte ich einen Spaziergang im nahen Friedhof machen, hab ich auch. Aber im Kolbe Museum war dann noch eine Ausstellung ... ich blieb länger hängen, als geplant. Die bildmächtigen wie surrealen Welten der Berliner Künstlerin Alexandra Ranner fesselten mich. Für den Tatendrang und das gleichsam unentwegte Straucheln der menschlichen Seele findet sie in ihren Videoinstallationen, Skulpturen und Filmen überwältigende Bilder voller Schönheit und Schmerz.

Irreal ? ... Real ? An diesem Tag empfand ich das Reale im Irrealen. Mit einem dicken Gedankenpacket machte ich mich auf den Heimweg. Der Garten mit den Skulpturen von Georg Kolbe war da  schon leicht in Dunkel getaucht ... aber diese Stimmung  war dann wieder  sehr schön und  real.

 

I



30. November 2016

Irgendwann entdeckte ich die Webseite von "Livs Lyst" . Sie startete eine Jagd nach Norwegerpullover und deren Muster. Inzwischen hat sie zwei Bücher darüber geschrieben und macht Lesereisen. Dabei treffen sich auch die "Kofteträger". "Kofte" heißt in Norwegen der bei uns sogenannte "Norweger Pullover". Und ja, ich habe auch einen. Einen von "Gudrun Sjöden", uralt, und nicht "kaputtbar", und zwei selbst gestrickte, auch nicht mehr die Neuesten. Sowas würde ja genau genommen Generationen überdauern, wenn nicht die jungen... aber nein, hat doch meine Enkeltochter mich gefragt, ob ich nicht alte Pullover hätte? Hatte ich, sie hat Opas "Norweger" mitgenommen ... meine "Norweger" hat sie nicht bekommen. Bei den Lesereisen von Liv Jakobsen  wäre ich gerne Mäuschen gewesen. Welch eine Musterfülle .. Livs Lyst   ist zu finden unter :   ljo-s.blogspot.de

habe meinen  zwei gestrickten Norwegern, obwohl es eigentlich keine sind, mal  ein Denkmal  gesetzt....Meine sind  wohl eher "Langjacken". Eine hatte ich als Futter für einen Anorack zu meiner Islandreise gestrickt. Den anderen, um das hier liegende, noch aus meinen "Ladenzeiten" übrige Material in eine Art Mantel zu verwandeln. Aber "norwegisch/isländisch" inspiriert sind sie allemal. Und zwei Angefangene liegen auch noch in Körben und warten auf "Zeit". Zeit dafür:  kuschelige Kachelofentage mit Geschichten bei Kerzenlicht , mit Lebkuchen und Glühwein und dazu das begonnene Strickzeug ...


23. November 2016

"Erinnerung": Am 23. November 2015 hatte ich bereits unten gezeigte Lebkuchen gebacken. Dieses Jahr wird es wohl keine selbst gebackenen Weihnachtsleckereien geben. Kinder und Kindeskinder sind inzwischen Selbstversorger. Schön, daß auch die nächsten Generationen den Unterschied schätzen und auch erkennen, den zu einer 0815 Tüte mit Irgendetwas, das auf dem Cover eine zauberhafte Leckerei verspricht ... Schön, daß sie sich nicht entziehen können, dem unvergleichlichen Duft, der durch das Haus zieht und dem Geschmack, der durch beste, frische Zutaten entsteht. Und alles ganz ohne Chemie ...ist ja auch überflüssig, denn das Haltbarkeitsdatum erreichen diese Köstlichkeiten sowieso nicht. Dies Jahr begnüge ich mich mit Verkosten.


31. Oktober 2016

Zum  Bäcker ist`s  ein Katzensprung für mich. Ich habe kein Brot. Gar keines. Kurz vor 18.00 ... und ich stelle fest, am Montag ist geschlossen. Und morgen Feiertag. Kurzerhand mische ich Dinkelmehl, Hefe, Salz, etwas Wasser und Gewürze und knete alles zu einem  Teig.  Über Nacht geht er heftig auf und ich forme ein Brot, gebe es in die Form, lasse es nochmal gehen und schiebe es in die Röhre. Frühstück gibt es etwas später als sonst. Sehr spät, aber was soll`s, es ist lecker, das Brot ... und am Besten nur mit etwas Butter ...


30. Oktober 2016

Wege um Königstein ...ein Sonntagspziergang.

Wer sagt, daß Weite nur im Norden zu finden ist?  Rund um Königstein  laufend begleiten mich Schritt für Schritt weite Aussichten  ins Land. Unterschiedliche Höhen und Tiefen und prächtige Farben und Abstufungen von Baumgrenzen strukturieren die Weite, nehmen ihr jegliche Langeweile.  Und hinter jeder Grenze von Sträuchern und kleinen Baumgruppen  öffnet sich ein weiterer Blick in die Ferne. Nach drei Stunden ist mir immer noch kein Mensch begegnet. Nur Stille und Vogelstimmen um mich herumrum.  Unterschiedliche Wolkenbilder lassen Farben und Licht wechseln. Und ohne volle Taschen muß man auch nicht heimkommen. Meine Taschen füllten Flechten von  bewachsenen, abgeknickten  Ästen. Zum Färben warten  sie erst mal eingeweicht im Topf. Welche Flechte? Welche Farbe? Keine Ahnung.


18. Oktober 2016

Herbstapfel
.
´Rote Sternrenette´


Diese Sorte ist seit mindestens 200 Jahren bekannt,
stammt wahrscheinlich aus Deutschland/Niederrhein


.


Bei meinem Sonntagsspaziergang fand ich auch diese Äpfel. Es sind die, die innen auch rötlich sind, saftig und bis zum Nicolaustag halten, wenn sie nicht vorher gegessen sind. Beim ständigen  Anblick  der Schüssel mit den roten Äpfeln konnte ich nicht anders. Die mit den kleinen Falldruckstellen müssen sowieso weg. Herbst und Apfelstrudel, die beiden gehören doch zusammen?  Für eine Person?  Der Duft, der durchs Haus streicht - für den Partner, der gerade einen Virus aufgefangen hat und auf Wasser und Brot gesetzt ist?

Ich schließe alle Türen und los geht`s: für eine Person als Mittagessen :-)

1 Hand voll Mehl, 1 Pr. Salz,

Olivenoel  nach Gefühl und

etwas Wasser vermischen und mit soviel Mehl durchkneten, bis es ein geschmeidiger Teig ist. Ruhen lassen. In der Zwischenzeit 

einen Apfel, eine kleine Birne, zwei Zwetschgen in Scheibchen hobeln.

Rosinen und Mandeln hacken und vermischen.

Form mit Butter belegen.

Teig durchkneten und hauchdünn ausrollen. (Auf bemehltem Tuch oder Folie)

Etwas Quark oder Frischkäse darauf verstreichen, Obst und Mandelmischung darauf verteilen. Zu einer Rolle wickeln.

In die Form heben und  mit Butterflocken  und reichlich Zimt und Zucker bestreuen. Seitlich Apfelspalten einlegen. Die Butter und der Apfel ergeben schließlich eine leckere Soße zum obendrüber verteilen. Schon während des Backens ab und zu mit der Butter begießen. Ca 3/4 Std bei 180° backen.

Sahne mit Vanille schlagen und neben dem Strudel anrichten. Nicht vergessen  mit dem Sud zu beträufeln.

Weil ich nicht wie eine Kugel rollen möchte, sondern aufrecht vor dem Spiegel stehen will, habe ich nur die Hälfte verputzt. Partner hat erst mal nichts gesagt, nichts gesehen, nichts gerochen...oder einfach nur geschwiegen.

 

 

 

 

 

 

Das Kaffeetablett ist übrigens aus einem Nachbardorf. Ulrike Fuchs und  Reinhard Linke, Mittelreinbach, haben`s gemacht. Für mich - die Kaffeetabletts.  Sie sind praktisch, aber  auch für Anderes zu verwenden. Klar.

Die Tassen und mehr ist im ständigen Sortiment.



16, Oktober 2016

 

Herbstsonntsgsspaziergang  zum Steinbruch. Dort wachsen wilde Clematis in Massen. Die Samenstände leuchten silbern in der Sonne. Klar, daß ich nicht mit leeren Händen nach Hause komme. Es reicht für einen Herbstkranz für die Vordertüre

und  für eine Deko für den Glasteller auf dem Eßtisch.

Zusammen mit den kleinen roten  Falläpfeln - ein hübscher Blickfang.

Fehlt  nur noch der Apfelstrudel mit Schlag und Kaffee....


14. Oktober 2016

Kaum zu glauben, daß hinter dieser kleinen rosaroten Knospe eine weiße Rose steckt. Es ist eine "Winchester Kathedral", die da noch im Oktober blüht. Spärlich deshalb, weil ich sie "auf Stock" setzte. Mit den drei weißen Blüten und noch zwei Knospen  steht sie nun, nach wenigen Wochen  wieder voll im Fokus. Ist ja auch sonst  nicht mehr viel zu sehen  in meinem schattigen Eckchen. Ein paar Storchschnäbel, Japananemonen und Fetthennen. Die Sonne spitzt nur kurz mal hinter dem Felsen vor.  Mir zum Trost: Zum draußen sitzen ist es auch in der Sonne sowieso zu kalt.

Der kleine , neu erstandene Storchschnabel blüht genau so lange, wie es auf dem Etikett steht. Ich hoffe, er wird richtig groß in den nächsten Jahren, so daß ich ihn überall verteilen kann. Sieht er nicht bezaubernd aus?


2. Oktober 2016

... mein genähtes Bild vom Herbst, dem Blick aus meinem Fenster, ist fertig ... und wann bitte ist etwas fertig? Wo höre ich auf?  Wenn ich mich entschieden habe, was dann? Was mach ich mit dem Fertigen ? Aufhängen, einfügen, rahmen oder doch lieber ganz ohne alles lassen ? Welcher Hintergrund passt?

und was ist richtig, was ist falsch? Gerade oder krumm, ordentlich oder schlampig, millimetergenau oder kreativ, fransig oder fein gesäumt mit unsichtbaren Stichen, faltig oder glatt gebügelt. Welch ein Glück, daß ich keine Vorgaben habe, sondern  frei entscheiden kann, wozu ich im Augenblick Lust habe. Und welch ein Glück, daß ich aus soooo vielen Möglichkeiten wählen kann. Und welch ein Glück, daß ich keine Prüfung mehr durchlaufen , das Urteil eines Dritten nicht fürchten  muß.  Allein mein Gefühl zählt, es sagt mir ziemlich klar, was zu tun ist - ich muß ihm nur folgen ...

und vielleicht ganz neu anfangen? Mit dem "Herbstblick aus dem Fenster" als Mittelpunkt und drumherum gestalten. Oder weitere Teile kreieren um sie dann zusammenzusetzen?

Schön, so aus dem Vollen schöpfen zu können. Aber, wie im richtigen Leben,  die Qual der Wahl bleibt ...


30. September 2016

Herbst ist:  Gartenzeit , Wanderzeit, Bunt, Zeit der Früchte, Zwetschgenkuchenzeit...und  Kachelofenzeit, lange Abende, noch mehr Zeit zum kreativen Tun. Für mich jedenfalls, ist das so.


27. September 2016

 

Zwei Stunden habe ich gebraucht um zwei Kistchen Pflanzen in der Gärtnerei Augustin in Effeltrich auszusuchen. Es ist aber auch zu verlockend die Körbe zu füllen. Das Cafè habe ich allerdings übersehen, hatte noch  ein Date mit Hermine Gold   www.hermine-gold.de  und durfte in ihrer Werkstatt die neuesten Arbeiten bewundern. Diese stellt sie vom 7.10. bis 27.11.16 im Rathaus in Baiersdorf aus. Ich kenne Hermine schon viele Jahre und mag jede ihrer 1001 Arbeiten und Experimente. Entweder ich muß darüber nachdenken oder schmunzeln. Vieles ist in meiner Erinnerung noch nach vielen Jahren lebhaft  präsent. Vieles schlummert noch ungezeigt, versteckt, unvollendet in Ecken ihrer Werkstatt, manches darf ich täglich ansehen oder in der Hand halten.  z. B. : Fundort Matha ...

So ein schöner Tag!



25. September 2016

 

Habe heute einen Spaziergang gemacht, nein zwei, genau gesagt. Wieder zuhause habe ich mir die mit Pflanzen gefärbten Stoffe in Herbstfarben herausgesucht um  meine Eindrücke mit Nadel und Faden festzuhalten . Zusammen mit ein paar kleinen Quadraten kombiniert, ist ein Bild vom Herbst entstanden. Naturlich nur erst mal die Grundlage. Ich habe Lust, ein bischen mit bunten Fäden zu "malen". Mal sehen, wo mich die Nadel hinführt ...Tag- und Nachtgleiche, hell und dunkel, das Vergangene und das Bevorstehende, der bunte Herbst und der nahende Schnee...halb und halb. Halb voll oder halb leer?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grundlage, der Hintergrund,  ist  schon mal gestaltet.

Und jetzt wird "gemalt".


21. September 2016

 

Quadrate, Quadrate, Quadrate ...Viele .  Und nein, ich werde sie nicht zählen. Ein  Viereck reiht sich an das andere.  Unterschiedliche Stoffstrukturen und  Farbnuacen von Weiß, dazwischen die bunten  kleinen Flicken, die unterschiedlichen Größen ermöglichen viele Varianten. Ein feines Spielzeug. Immer wieder umgelegt, hin und her geschoben, ergibt immer wieder  neue Bilder. Aber ich habe noch nicht genug Quadrate, viel zu wenig sind es noch, obwohl ich fleißig nähe. Viel Zeit investiere ich in ein immer noch unbekanntes Projekt.

 


18. September 2016

Der Enkel ist zu Besuch. " Na? Was sollen wir jetzt machen?" "Filzen!". Na klar, dann filzen wir also. Wer kann sich der bunten, weichen Wolle schon entziehen. Und so entstehen "Schätze". Mal in eine Kugel gewickelt und mal in einem Bild versteckt.

Ein verfilztes Wochenende. Ich überlege, ob es auch was grösseres sein kann, ob ich mich mal wieder mit den Vliesen, die im Keller warten, beschäftige. Da ich ja aber immer so groß wie möglich arbeiten möchte, fürchte ich mich ein wenig vor der körperlichen Anstrengung, die dem kreativen Entwickeln eines Objektes folgt. Ach kämen doch die Heinzelmännchen wieder! War mit dem Enkel am Samstag  im Kino: "König Laurin" ... Ja,wir haben die Zwerge wohl gründlich vergrault, müssen also selbst ran ans Werk.

 


14. September 2016

Septemberfrühstück am neuen "Schattensitzplatz". Oder Rankgerüst für Brombeeren. Oder Stütze für "Ayshire Queen", die rund um den Garten wandert, wie es ihr gefällt. Oder kleine Kuschelecke unter Rosen ...Oder, oder, oder. Der Abendhimmel  taucht dann alles in ein sanftes rot  und es sieht eindeutig nach Herbst aus. Schade, es war sooo schön warm. 


12. September 2016

 

Den Text zum  Beitrag zur Ausstellung "Stoff zum Nachdenken" möchte ich hier nochmal einfügen:

"Bangladesh steht mittlerweile für Tod, Ausbeutung, Profit, Gewissenlosigkeit von Produzenten, Korruption und Wegschauen. Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Textilien sind das Eine. Das Andere Anbau und Verarbeitung der Fasern. Von Giftstoffen begleitet wird die Produktion von der Aussaat, Wachstum, Ernte einer Pflanze, von der Färbung bis zur Ausrüstung zu gewünschten Pflegeeigenschaften. Diese Giftstoffe gelangen letztendlich über die Haut in den Körper. Der Preis billiger Textilien ist eigentlich, genau betrachtet extrem hoch. Der Einzelne kann zwar dies und jenes mit bewusstem Einkauf bewirken, kann Versprechungen von Labels und Siegel aber nicht nachprüfen. Was nötig ist, sind Gesetze, Kontrollen und vertrauenswürdige Gesetzgeber ... fair trade ... und Menschen, die danach handeln. "

 

Ich wünsche mir, daß mein Beitrag zur Ausstellung dazu führt, dass Menschen beim Einkauf vielleicht daran erinnern,  in die Kleidungsstücke  schauen, Material und Herstellung  überprüfen und sich für  "fair" gehandelte Labels  entscheiden.  Obwohl, wer kann schon nachprüfen, was auf den Etiketten steht?

 

 

unter  Geschichte und Geschichten   und unter Nadelarbeiten

ist die Entstehung und Arbeitsweise beschrieben.


10. September 2016

Gestern war Vernissage . Die Ausstellung "Stoff zum Nachdenken" ist ab jetzt bis Ende des Monats geöffnet. Es sind wirklich sehenswerte  Arbeiten  und trotzdem ich  mir viel Zeit genommen habe, konnte ich nicht alles  bewundern.  Auch hat mein  Fotoapparat wieder gestreikt. Nun darf ich also nochmal einen  Tag  für die Textilkunst einplanen. Freu mich drauf. Dann mach ich auch ein deutlicheres Foto von meinem "Bloody" Quilt.


8. September 2016

Unspektakulär meine  Aktivitäten, aber doch Schwerarbeit. Nachdem im Garten alles trocken und  wenig atraktiv ist, kann ich auch Neuerungen und  Änderungen machen. Ausmisten. 4 Wagenladungen stacheliges, sperriges  Gestrüpp habe ich bereits abgefahren, mein Kompostplatz ist auch schon  bis oben  gefüllt. Obwohl, ich  glaube ja, daß es dann im Frühling alles wieder wuchert. Jetzt sieht es erst mal aufgeräumt aus.

Ein kleiner Schattenplatz ist entstanden und gleichzeitig ist  der Rosenbogen, bzw. die Rosenrankgerüste erneuert, erweitert. Der Trampelpfad hat eine  Pflasterung aus Wegsteinen bekommen.

Die Amseln sind fleißig dabei alles umzudrehen, was jetzt gelockert ist, sind wohl Regenwürmer versteckt.

Hoffentlich nicht voreilig habe ich die Rosen mit Kompost gehäufelt. Die auf Stock gesetzten Strauchrosen  treiben kräftig,  wenn  das  nun kein Fehler war ....hoffentlich. Aber heißt es nicht "was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen"?

Akanthus und Aronstab zeigen ihre Früchte... irgendwo müsste auch noch eine Herbstzeitlose stehen...davon ist aber noch nichts zu sehen. Gut so, dann habe ich noch die Chance viel im Garten zu ordnen.


4. September 2016

 

Es tut sich nichts Neues hier bei mir. Immer noch beschäftigen mich die kleinen Quadrate. Weiß in Weiß. Langweilig? Nein, gar nicht. Wenn ja, so streu ich mal ein paar Farbtupfer dazwischen. Immer noch habe ich keinen Schimmer, wie und was daraus werden soll. Es wird sich aber gewiß noch etwas zeigen. Inzwischen habe ich 35 fertige Teile mit je 9 x 4x4 cm. Zur Abwechslung näh` ich jetzt mal 2x2 cm. Nicht viel Abwechslung? Nein, das brauch ich auch gerade gar nicht. Der Alltag bringt davon täglich genug. Das still vor mich Hinnadeln und das Wachsen der Fläche zu sehen ist entspannend , genau das Richtige für gerade eben ... Für heute, den ersten Regentag seit Langem, nehme ich mir mal meine mit Indigo gefärbten Stoffe dazu, mache mal noch mehr "blau". Blau machen ist immer gut, egal in welcher Form.

Von einer Freundin bekam ich ein Buch geschenkt "Der Regenbogenfarbendieb"- "Färben mit Pflanzen in der Werkstatt Yoshioka". Nachdem ich es leergelesen hatte, hätte ich am liebsten  sofort den Farbkessel aufgesetzt und statt Gartenarbeit gefärbt. Nun schöpfe ich eben aus den Vorräten.

Gartenarbeit. Ein gesondertes Kapitel. Der nunmehr eingewachsene Garten ist nach 17 Jahren renovierungsbedürftig. Letzte Wochen  habe ich fast alle historischen Rosen "auf Stock" gesetzt, Haselstauden, und andere zu hoch gewachsene Sträucher ausgelichtet und  manches neu überdacht und entfernt. Aber dieses Jahr ist es auch hier in meinem sonst feuchten und schattigen Garten, staubtrocken. Die ersten  Regenwolken  heute kommen gelegen und ich hoffe sie bleiben noch ein Weilchen ... dann wird neu gepflanzt.


27.August 2016

erinnert ihr euch? Im Februar hatte ich begonnen mit Resten ein "Puzzle" zu legen und die entstandenen Teile zusammen zu nähen. Das habe ich jetzt wieder vorgekramt und versuche noch weitere Puzzleteile. Dabei habe ich die Restekiste mit den weißen Kleinstschnipseln "geordnet". 2 Hand voll realer "Abfall" ist entstanden.Die Kiste ist aber noch nicht leer. Folge davon ist, ich muß noch mehr Quadrate nähen. Mein kleistes Teil mißt jetzt 2x2 cm. Perfekte Beschäftigung im Liegestuhl ...

Ausgiebig habe ich mich nun  mit einem neuen Fotoapparat beschäftigt. Meinen alten habe ich mal zum Fachmann getragen . Der erste Spezialist meinte, ohne überhaupt genau hinzusehen: "Der ist ja auch schon alt." Das kann ich  schon gar nicht hören ...Also zum Nächsten. Er zeigte mir gleich, auch ohne etwas näher hinzusehen, was ich alternativ  nehmen könnte. Akku laden, einen neuen einsetzen, das hatte ich schon selbst probiert. Und doch - ich habe noch einen Akku ausprobiert, und siehe da, das "alte Ding" macht wieder Fotos. So einfach ist das manchmal. Leider hab ich mich nun zu gut informiert -  hätte schon gern einen "Neuen".


21.August 2016

Das mit den schönen Säcken hab ich wohl nicht richtig gedacht. Es wäre eher ein Panzer als eine Weste geworden. So wenig Selbstvertrauen hab ich dann doch nicht ... Aber es ist ja noch anderes Leinen im Schrank. Kurzentschlossen hab ich ein "crazy" Wochenende verbracht. Was dabei entstanden ist, fühlt sich gut an. Und ganz nebenbei gibts nun noch ein blau - weißes Kissen zum Anlehnen. Irgendwann mach ich es fertig ...... "crazy", alte Patchworktechnik. Entspannend, unkompliziert, kreativ. "razfaz" mit Rollschneider und Schneidematte aus Reststücken "wild" kreuz und quer geschnitten und ebenso aneinandergenäht. Gut geeignet zum Abschalten :-)

Leider hab ich noch immer keinen Fotoapparat .... Ist sehr schwer zu entscheiden, wie ein neuer Begleiter sein soll, hat man sich doch sehr an den zur Verfügung stehenden gewöhnt. Ist ja aber wohl auch spannend was Neues auszuprobieren.  Aber was?


13. August 2016

Kein Fotoapparat ... was mach ich nur ohne ihn. Kein Tag vergeht normalerweise ohne meinen ständigen Begleiter. Nun tut er nichts mehr, meldet "Zugriff". Was immer das bedeutet werde ich erst am Montag wissen. Bis dahin arbeite ich an meinem neuen Werk. Aus alten Säcken soll  eine neue  Weste entstehen. Handgenäht, vielleicht ist sie  zur Vernissage im September ja fertig.  Fein wird sie nicht, aber fair. Handgesponnenes Leinen, von Hand gewebt. Der Stoff ist  etwas grob und  ungleichmäßig und auch schon mit ein paar Löchern durchzogen, mit der Hand genäht. So viel Mühe und Zeit für einen Sack. Fair nenne ich es deshalb, weil ich die aufgetrennten Säcke wieder zum Leben erwecke, die Weste mit dem Wissen tragen werde, daß jeder cm des Stoffes eine Geschichte birgt. Gerne wüßte ich, was das Gewebe erzählen würde, wenn ...


9. August 2016

 

Bald ist es soweit, mein Statement zur Ausstellung "Stuff for thought" ist fertig gestaltet, nochmal kontrolliert und fein verpackt abgeschickt. Yust in time.

9. September, Nürnberg ,Rathaus, Ehrenhalle ... noch 4 Wochen, dann gibts was zu hören, sehen, diskutieren: Stoff zum Nachdenken. Und ich darf dabei sein, neben Textilkünstlern aus aller Welt meine Arbeit "Bloody trade" präsentieren. Ganz wohl ist mir nicht in der Haut. Vielleicht müsste ich mir  noch eine neue Haut zulegen, das soll ja manchmal helfen?


25. Juli 2016

 

"Filipes Kiftgate" hat dies Jahr üppichst geblüht. Nicht nur ein Blickfang, sondern auch mein Lieblingsplatz für den Liegestuhl war die  Kletterrose.  Auf der Miniwiese konnte ich mich perfekt verstecken. War, konnte. Kein Sturm, kein plötzlicher Einfall raffte die  Rose dahin. Der Apfelbaum, auf dem sie sich schirmartig rankte ist schon lange tot. Nun war er  durchlöchert, zerfressen, morsch und ... plötztlich abgebrochen. Ein Riesenhaufen stacheliges Grün und ein großes Loch ist das Ergebnis der daraus entstandenen Aufräumaktion. Traurig ist es sehr, war es doch ein romantisches, dekoratives Eckchen. Und nun? Eine Kirsche? ein Rosenrankgestell? Ein Sonnenschirm? Es sieht gar nicht mehr schön aus.  Kahl und langweilig.

Ich weiß, die Rose steht völlig verkehrt, wird sie doch sehr, sehr groß. 15/20m, wenn man sie nur läßt. Irgendwie hat es  ihr hier bei mir gefallen. Alle 2,3, Jahre habe ich sie gut geschnitten und sie hat es mir nun 15 Jahre mit einer Blütenpracht gedankt. Was nun?


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