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November - Dezember 2017

 

Der frühe Winteranfang hat mich auf die Idee gebracht, mal die Zeit, in der es nun schon sehr schnell dunkel wird, zu dokumentieren.   Meine Zeit.      Was mach ich mit der vielen Zeit, wo bleibt sie.

Hier mal ein Adventskalender, der sich nicht leert, sondern füllt.

 

Gefüllt

mit besonderen,

besinnlichen, traurigen, geselligen,

und allerlei anderen Tagen.

Wintertagen.

 

 

 

12. November 2017

 

 

Der erste Schnee


13. November 2017

 

Was liegt näher als schon mal vorsorglich an die Weihnachtsbäckerei zu denken.

Gedacht, getan: 2 Stollen und 27 Lebkuchen ( Von 30 sind 3 sind schon verkostet ;-) ) entwickeln bereits ihr Aroma in einer Kiste.

 

14.November 2017

 

Der erste Schnee ist halbwegs wieder abgetaut. So konnte ich mal den Garten winterfest machen,  für die Vögel das Futterhaus füllen und eine Lichterkette installieren.

Von meinem Lieblingsplatz aus kann ich nun den schon etwas weihnachtlich geschückten und beleuchteten Tisch sehen und das  Treiben der Vögel beobachten. Fehlt noch "Grün" ... aber morgen ist auch noch ein Tag.

Das erste Weihnachtsgeschenk ist auch schon  eingepackt. Was drin ist? Darf ich doch  nicht verraten.



15. November  2017

Vom "Königstein"  sind einige große Äste abgestürzt. War wohl windig, sehr windig. Nun liegen jede Menge Efeuzweige nebenan. Was wohl werde ich tun? Kränze binden, ist doch klar. Das Efeugrün mit dem dezenten Samenschmuck kommt wie gerufen und ein Kranz sieht überall gut aus ...mehrere noch besser.

Ein Korb voll Efeu, kleingeschnitten. Insgesamt  drei Kränze mit einem  Durchmesser von 35 cm sind entstanden. Morgen versuche ich weihnachtlicheres Grünzeug, Kiefern-Fichten u.a. Zweige, Moos und Zapfen und ein paar Lärchenästchen zu finden. Dieser Duft muß schon sein. Aber erst ab 1. Advent. 


16. November 2017

 

Ein Gartencontainer ist was Feines. Für den, der etwas zu entsorgen hat und aber auch für Sammler und  Jäger wie mich. In den Wochen vor dem ersten Advent brauche ich viel "Grünzeug". Überraschend, was man da alles findet. Und jedes Mal etwas Neues. Mein Kofferraum ist zum Glück groß genug um die Schätze aufzunehmen. Aus dem Vollen schöpfend, kann ich nun weitere Kränze binden und überall im Haus  das Symbol für Unendlichkeit  verteilen - und auch gleich en wenig Licht ins Dunkel bringen.


17. November 2017

 

Nachmittagskaffee bei Anne mit langjährigen, kreativen Freundinnen. Mein Wunschkuchen: "Zitronenkuchen der Fugger" stand auf dem Tisch. Eine besondere Leckerei.

 


 

 

18. November 2017

 

 

Das Rezept des  Zitronenkuchen der Fugger musste ich heute gleich ausprobieren.  Morgen bekomme ich Besuch. Er wird serviert mit Citronen-Limettencreme und kandierten Zitrusfruchtscheiben.


19. November 2017

nochmal "Zitronenkuchen der Fugger"

 

auf Wunsch hier noch das Rezept, das Anne verwendet hat. Es steht in einem Buch über Zitronen. Gefunden habe ich es so auch gestern im Internet.  Da ich   jedoch  kein Mensch bin , der sich an Rezepte halten kann,  hier das Rezept und Anleitung so, wie ich es gestern gebacken habe. Wo ich geändert habe gibts eine Bemerkung in Klammer:

 

1 Ei und 1 Eigelb   (das Eiweiß habe ich steif geschlagen und in der Füllung mit erwendet)

125 g Butter

200 g Mehl (Ich habe 550 Dinkelmehl genommen. Für den nächsten Kuchen werde ich     eine glutenfreie Variante ausprobieren         (    ;-) für Tochter, Enkel und Heidi D. )

eine Prise Salz

(Nicht sparsam  -gemahlene Naturvanille)

(abgeriebene Schale von einer Limette und einer Zitrone)

Alles zusammen in einer Schüssel zu einem Mürbteig  verkneten.

1/3 Teig für eine "Decke" , 2/3 für den Boden in Größe der Form ausrollen.

Form mit Boden belegen und mit einer Gabel  anstechen, damit die beim Backen entstehende Luft keine Blasen bewirken kann.

 

Folgende Füllung darauf verteilen:

 

Für die Citrusfüllung:

Saft und Schale von 2 Zitronen ( plus 1 Limette)

150 g geahlene Mandeln (Ich habe den gesamten Packungsinhalt = 200g  - etwas für obenauf zurückbehalten- genommen)

(die Mandeln frisch gemahlen im Mixer, so wird die Mandelmasse schön ungleichmäßig crunchy)

125 g Zucker  ( Da meine Bittermandeln ausgegangen sind, eine aber schon den Mandelgeschmack verstärkt, habe ich 2 Eßlöffel Amarettosirup dazugegeben)

Alles gut zusammenrühren (das geschlagene Eiweiß !! unterheben)  und auf den Boden verteilen. Decke draufsetzen, einstechen mit Gabel - und mit Milch (Sahne)  bestreichen.

Obenauf  die nicht zu fein gemahlene Mandeln -s. oben- lose darauf streuen.

Ab in den Ofen.

Und da jeder Ofen unterschiedlich backt (Verstehe ich aber immer nicht, denn Thermostat zeigt doch eigentlich immer eine gleiche Themperatur an. Ist aber nicht so!) deshalb schreibe ich jetzt auf wie ich das gemacht habe. Thermostat :150°  Umluft und Ober-Unterhitze , eine halbe Stunde. Dann auf 200° und beobachten. Wird die Decke zu dunkel,  mit Pergament abdecken. Nochmal ca 1/4 Std ...

 

Jetzt darf er abkühlen und sein Aroma entwickeln. Sicher schmeckt er auch frisch aus dem Ofen, noch lauwarm extrem lecker ....frisch, fruchtig, zitronig eben.

 

 

 


20. November 2017

 

Heute muß ich schon mal ein wenig prahlen. Eigenlob stinkt ja bekanntlich - aber dieser Braten, den ich gestern Abend für meine Gäste servierte, der roch einfach köstlich. Und schaut mal, wie der aussah! Und wie der schmeckte ...  Ein Prachtstück ! Oder?

Und so sah es aus, gestern Abend,  das Menue, ein Abschiedsessen :

Vorspeise: überbackene Birne mit Gorgonzolafüllung

Hauptspeise: Schweinekrustenbraten, Ofenkartoffel-und Hokaidospalten, Endivien-           Granatapfel-Orangensalat

Nachtisch: ein Ministück Zitronenkuchen der Fugger  mit glasierten Zitrusfrüchten und Mascarponecitruscreme.

Alles gelungen und, wie ich finde, lecker. Jedenfalls war alles aufgegessen ;-)

Ein gemütlicher Novemberabend.


Und hier noch das Gastgeschenk: eine gelungene Idee. Danke für das Ofenfutter für eine Woche warme Füße, warme Erinnerungen an einen schönen Abend. Und dazu noch Vanillekipferl, selbstgebackene. Das ruft nach einem weiteren November-Abend bei Glühwein und Kerzenlicht.


27. November 2017

 

Die vergangene Woche war ich für den Weihnachtsmann  - unter Anderem - unterwegs. So war auch schon der erste Weihnachtsmarkt offen. Klein. fein  und  gemütlich, im       Cafè,  Töpferei und Schreinerei Kunstmann, Neusles.

Das Wochenende in der Backstube und noch ein paar mehr  Backrezepte werden auch die nächste Woche noch füllen. Dann aber dann kann es heißen: morgen Kinder, wird`s was geben ...

Das Backen mit der "Lebkuchenglocke" ist ein reines Vergnügen. Raz-faz- entstehen Lebkuchen, alle gleichmäßig groß und rund. Drei Größen gibt es 4, 5, und 7 cm. Ein tolles Weihnachtsgeschenk für kleine und große Leute, die gerne backen.

Trotz der Menge, die entstanden ist, auf dem Teller liegt nur ein kleines Häufchen ... will heißen:  noch etwas  Backvergnügen bleibt. Und - ich muß gestehen, wir waren zwei Bäcker an diesem Wochenende, also nicht alle diese Leckereien sind auch meine ... Aber das Wochenende so gemeinsam zu  verbringen, der Duft, der durchs Haus zieht, der Gedanken- und Rezeptaustausch läßt die langen Tage und Nächte zum Vergnügen werden. 


2. Dezember 2017

Draußen blüht es. Nicht nur Schneesterne ... Jasminsterne und  WinterDuftSchneeballsternchen zeigen sich , beginnen mit ihrer Blüte.


1. Adventssonntag 2017

 

Draußen liegt Schnee ... drinnen ist es gemütlich bei Kaffee

und frisch gebackenen Weihnachtsplätzchen.

Gut, daß ich jetzt schippen muß. Das gleicht aus.



4. Dezember 2017

 

Ein Elfchen?

 

Schnee

Schneeflocken - Schneeball ...

Schnee  schippen - Knochenarbeit

Schnee nähen - viele Knötchenstiche

Feinarbeit


6. Dezember 2017

Gestern abend habe ich brav meine Stiefel geputzt. Und tatsächlich hat der Nikolaus / Postbote ein Päckchen gebracht. Ich gebe ja zu, ich habe sie selbst ausgesucht meine "Apfel, Nuß und Mandelkerne".  Vor vielen Jahren habe ich das Buch "Tante Linas Kriegskochbuch" besessen. Es hat nachhaltig mein Wissen über die Zeit des Mangels geprägt. Das Buch erschien in der Erstausgabe 1983 und behandelt die Jahre  1939-46. In Schule oder Familie wurde darüber nicht gesprochen. Einiges habe ich aus eigener Erfahrung als Nachkriegskind in Erinnerung, denn es wurde nach 46  erst mal nicht besser.  So gab es ab Mitte des Monats auch für mich hauptsächlich Speisen aus  Stärke, Mehl, Kartoffeln.... und der Nikolaus brachte auf einem bunten Pappteller "Apfel, Nuß und Mandelkern." Und mehr nicht. Das Buch hatte ich mal auf Nimmerwiedersehen verliehen, ist mir aber immer wieder in den Sinn gekommen. Besonders, wenn  das  Gejammer anstimmt, wie schlecht es uns doch geht.  Nun habe ich das Buch seit heute wieder. Und was soll ich sagen, ich habe es gleich von vorne bis hinten nochmal durchgelesen.  Und die Kochrezepte um die es da geht? Tja, ich glaube unser Überfluß läßt uns wieder auf die einfachen Dinge besinnen. Zum Beispiel:

Brennesselauflauf: 1 1/2 kg Brennesseln, 250g Brot, 40g Fett, eine Zwiebel, eine dünne Stange Lauch, Kräuter, ein Ei, Salz. Das klingt doch schon  ganz nach der neuen modernen Küche?

Und  regional und zeitgerecht  kochen, das klingt auch nicht mehr neu, hat man das Buch gelesen.

Diese Zeit des Aufhebens und Sparens ist irgendwie in mir verankert. Ich kann nur unter schwierigsten Umständen etwas wegwerfen. So sammle ich alles Brauchbare. Beim Aufräumen fand ich eine Kiste Kerzenreste und die Sternkuchenformen. Die Kerzenreste in einem alten Topf in die Röhre des Kachelofens gestellt, schmelzen schnell. Einen Docht in der Form befestigen: etwas Wachs eingießen,  fest werden lassen das andere Ende des Dochtes an ein Stäbchen binden und quer über den Rand legen. Dann die Form  ganz befüllen.   Voila, eine wunderschöne Adventskerze ist entstanden.

Dochte und Färbestifte für Kerzen gibts im Bastelladen (Idee-Markt)


13. Dezember 2017

Alle, aber auch alle Weihnachtseinkäufe sind abgeschlossen, die Pakete abgeschickt, das Haus dekoriert. Der Weihnachtsbaum steht vor der Türe. Was fehlt?  Die schon aufgegessenen Weihnachtsplätzchen müssen noch erneuert werden , ergänzt um ein paar Besonderheiten. Ein bischen Vorarbeit in der Küche noch  - um alle Zeit für den Besuch zu haben, um schnell noch was Leckeres zaubern zu können - und die nächste Woche ist meine Woche. Meine Woche ist wohl jede Woche aber nächste Woche ist nichts, gar nichts angesagt. Ein schönes Gefühl.  Zeit haben für Genuß.


20. Dezember 2017

 

Die letzten Wochen und Tage waren Vorweihnachtsspaß pur.  Dekorieren vor und im Haus. Überlegen und besorgen von kleinen Geschenken für  16 Personen. Und ... diese dann auch noch verpacken und teilweise verschicken. Weihnachtsgrußkarten anfertigen und schreiben, kleine Plätzchenmitbringseltütchen packen, Menueplan für die Festtage mit Besuch überlegen und das Vorbereiten und Einkaufen .... uff ...eigentlich.  Aber nein, rechtzeitig begonnen blieb Zeit zum  Schlendern auf kuscheligen Weihnachtsmärkten, Besuchen bei Freunden, hier und da ein Kaffeklatsch und dann der Duft, der durchs Haus zieht ...

Das Einzige, das zu kurz kam, waren Wolle, Stoff, Nadel und Faden. Aber die sind geduldig ... warten aufs neue Jahr. So kann ich das alte Jahr noch vertrödeln, genießen.

noch 4 Tage bis Weihnachten ...


22. Dezember 2018

 

die erste Weihnachtspost trudelt ein und die letzten Weihnachtsgrüße sind abgegangen. Warten auf`s Christkind? Aber nein ... es ist immer noch eine Kleinigkeit, die fehlt.

 

Jetzt dürfen die Weihnachtsschmuckschachteln ihren Inhalt zeigen. Das ganze Jahr stehen sie dekorativ in der Ecke. Aber, wenn es heißt : "morgen, Kinder, wird`s was geben..." dann werden sie geöffnet und präsentieren ihre Schätze ...Schachteln in der Schachtel, in der Schachtel - so macht ein-und auspacken Spaß. Dabei werden Erinnerungen wach, hat doch jeder kleine Stern, jeder kleine Engel seine eigene Geschichte ... nur noch zwei Tage, dann glänzen sie wieder am Weihnachtsbaum.



Es ist noch dunkel um den Baum, die Kerzen noch nicht gerade gerückt, aber das wird schon noch, wie immer ...


                                                       Gedanken zum Jahresende:

die Tischdeko (Kugeln und Weihnachtsmänner von Lindt hatten sich zwischen die Zweige versteckt) ist geplündert, das Weihnachtsmahl gegessen, die Gäste abgereist. Reste erinnern an  das Gewesene.

Wann endet die Weihnachtszeit nun wirklich? Am 27. Dezember? Am 6. Januar? Oder am 2. Februar mit Maria Lichtmeß?

Ich finde die Freiheit, die Möglichkeit zu wählen nicht schlecht. So kann ich kreativ entscheiden, wie ich`s halten will, wo ich mich gerade zugehörig finde ... und wenn der Baum nadelt, dann ... dann ist aber noch nicht Ostern, nur heller wird`s von Tag zu Tag. Das ist fein ...

Was bleibt vom Jahr das viel zu schnell vergangen ist?   Erinnerungen.

Den leuchtenden Stern hat vor einigen  Jahren  einer unserer Enkel  zusammengesetzt. Das Material ist "Melkpapier", sehr haltbar und weich in der Farbe. Der Stern leuchtet nun bis Lichtmeß.

 


31. Dezember 2017

 

 

Ich wünsche Allen ein leuchtendes Jahr 2018 !

Und natürlich auch mir selbst. Den Schalter, der dieses Leuchten bringt, der Wünsche erfüllt,  müssen wir aber auch selbst finden und zünden. Und wenn das Licht auch nur eine Kerze ist ... manchmal sind es die kleinen Lichter, die das  Glück bringen. Und bringen  viele Lichter dann das große Leuchten?

Ich überprüfe mal meinen Anspruch auf das Maß des Lichts, freue mich an diesem Stern und blicke zurück auf  ein gesundes, gutes, glückliches, erfolgreiches Leben. Ich  wünsche mir, daß es noch lange so bleibt.

 

                                                       Prost Neues Jahr!