Mein absolutes           "Lieblingsweihnachtgebäck"        ist von diesem Rezept meiner Schwiegermutter. Seit 40 Jahren ist sie tod, aber ihr Rezept lebt weiter.

Nach vielen Jahren hab ich denn auch die Geheimnisse herausgefunden, die zwischen den Zeilen versteckt sind.

1. Der Teig muß lauwarm verarbeitet werden, deshalb werden  Mehl, Zucker, Honig, Butter  zerlassen. Dahinein kommt dann Eigelb, Gewürze (Hayma Lebkuchengewürz gibt es leider seit ein paar Jahren nicht mehr- statt Triebkraft geht auch Hirschhornsalz und Pottasche) - ich nehme 2 P. Nürnberger Lebkuchengewürz, Nüsse/Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse sowie Zitronat (zerkleinere ich zusammen im Mixer)und verknete alles zusammen. Lauwarm halten!

Dann teile ich den Teig in zwei Teile (besser drei) und rolle eine Hälfte dünn auf ein gut bebuttertes Blech. Rolle dann den Teig mit einem Pergamentpapier wieder ab vom Blech. Rolle die 2. Teighälfte auf das Blech und bestreiche  die Teigplatte mit Marmelade Dann  lasse ich  die 1. Platte vorsichtig über die  1. gleiten.  Abbacken ca. 150 ° - darf nicht  zu lange backen, sonst wird es trocken und hart. Ist ein bischen Gefühlssache zu sehen, wann der Lebkuchen fertig ist.

Noch warm mit Schokoglasur gestreichen und sofort in kleine Würfel schneiden.


Brotzeit!

 

500 g Weizenmehl 405

2 Teel. Salz

1 P. Trockenhefe

Wasser, ca 400 ml  ... soviel, daß ein knetbarer Teig entsteht

Ich gebe alles in die Küchenmaschine,  vermische es mit dem Knethaken bis ein Teigklumpen entstanden ist. Diesen lasse ich dann mehrere Stunden ruhen, gehen.

Dann nochmal durchrühren, mit Mehl bestäuben  und mit der Hand kneten. Ein Brot formen, mit Mehl bestäuben  und gehen lassen, zur doppelten Größe. Mit einer Schale Wasser zusammen  auf ein Blech setzen und bei 200° 15 Minuten backen. Auf 150° zurückstellen und nochmal 45 Min  backen.

Vom Blech nehmen und auf das Backofengitter setzen ,mit Wasser bestreichen und  nochmal backen bis es kross und braun ist.

Oder Brötchen : Teig über Nacht gehen lassen, morgens Brötchen formen, gehen lassen und  ca 15-20 Min. backen.

 

Roggenbrot

 

Sauerteig,

1/2 Roggenmehl

1/2 Dinkelmehl

1 P.Hefe

Salz

Gewürze

Wasser

Eine Mehlsorte mit allen anderen Zutaten  (Menge je nach Geschmack und der Anzahl der Brote) zusammenrühren . Über Nacht stehen lassen. Etwas Teig abnehmen für das nächste Brot = (Sauerteig)

Dann soviel Mehl unterkneten, daß ein formbarer Teig entsteht. Nochmal auf doppelte Göße gehen lassen.  Durchkneten und in eine Form füllen. Oder bei "frei geschobenem" Brot in einen gut bemehlten Gärkorb legen. (Das Brot muß dann  nach dem Gehen auf ein Backblech umgelegt werden)

Den Brotlaib nochmal gehen lassen und backen , erst bei hoher Temperatur(200°) dann bei 180° ca. eine Stunde. Einen Topf mit Salz-Wasser in der Ofen stellen und mit diesem Wasser das Brot ab und zu bestreichen-gibt eine schöne Kruste.

Ist es noch zu hell-ohne Form nochmal (doppelt) backen, aber  nur kurz.

 

 


Dresdner Christstollen ,

Familienrezept von Frau Arnold aus Sachsen

 

 

125 in Rum eingelegte Rosinen

10g Bittermandeln

100 g süße Mandeln 

125 Orangeat und  Zitronat

alles zusammen fein hacken oder mixen

500 g Mehl

170 g  gesamt Butter und Butterschmalz

100g Zucker

1 Zitrone Saft und Schale

1 Päckchen Hefe

eine Prise Salz

ca 1/8 l Milch

Vanille und Cardamom

Butter und Butterschmalz, zerlassen zum Bestreichen nach dem Backen.

 

Hefeteig herstellen und wenn er auf doppelte Größe gegangen ist, die Geschmackszutaten zufügen und kurz durchkneten, damit sich alles gut verteilt. Ich setze den geformten Stollen in eine kleine Bratraine, damit er nicht auseinanderläuft. Nochmal gehen lassen und bei 150°,  bis  er goldgelb ist, backen. Noch heiß mit viel zerlassener Butter begießen und mit Vanillezucker dick bestreuen.  Wenn der Stollen kalt ist, noch Puderzucker darüber sieben.


Weihnachtsfleisch

Seit 52 Jahren wird das Rezept von meinen Schwiegereltern in meiner Küche zelebriert. Traditionell ist es Aufgabe des Hausherren, das Fleisch mit kleingehacktem zerdrücktem Knoblauch und Salz einzureiben, täglich zu wenden und mit dem entstehenden Sud zu begießen. "Haus-Frau" kann das aber auch!

Die Menge der Zutaten richtet sich nach der Größe des Fleischstückes.  Diese wiederum nach der zu fütternden Personenzahl und der vorgesehenen Einlagen in den Sud. Aber nicht zu knapp bemessen, denn alles schmeckt am 2. Feiertag immer noch  besonders gut. Kalt zu Bauernbrot oder nochmal warm gemacht.

Für 4 Personen habe ich gerechnet: Ein  2 kg Kotlettstück mit Knochen, möglichst schmal und lang. 5 - 6 Tage vor Weihnachten einkaufen.  6 bis 10 Knoblauchzehen in  einem halben Suppenteller mit Salz zerdrücken. Das Fleisch rundum mit dem Knoblauchsalz einreiben und alles gut einmassieren. In einem Topf mit Deckel kalt stellen. Täglich wenden und beschöpfen mit dem sich bildenden Sud.

Heilig Abend vormittags : Fleisch kurz abwaschen, in einen großen Topf legen und  gut mit Wasser bedecken. Darein 1-2 Zwiebeln samt Schale. Kochen bis das Fleisch gar ist. Vor dem Servieren nochmal heiß machen und  der  "Suppe"

2 geräucherte, 2 frische Bratwürste, 2 Paar Weißwürste, 2 Paar Wiener Würstchen zugeben. Die Würste sollten Zeit haben gut durchzuziehen, keinesfalls kochen. Die "Suppe" kann ein wenig mit Stärke andedickt werden....mach ich aber nie.   Dazu gibt`s Sauerkraut und Brot. Festlich gedeckt mit Tannenzweigen, Tischkerzen und dem alten Goldrandgeschirr wird dieses bäuerliche Schnellessen aus Schlesien zu einem festlichen Mahl.

Wenn man noch möchte, kann die Suppe zu einer Kartoffelsuppe weiterverarbeitet werden....für den 3. Feiertag :-)


Apfel-Birnen-Zwetschgen- Strudel

1 Hand voll Mehl,

1 Pr. Salz,

Olivenoel  nach Gefühl und

etwas Wasser

alles vermischen und mit soviel Mehl durchkneten, bis es ein geschmeidiger Teig ist. Ruhen lassen. In der Zwischenzeit 

einen Apfel, eine kleine Birne, zwei Zwetschgen in Scheibchen hobeln.

Rosinen und Mandeln hacken und vermischen.

Form mit Butter belegen.

Teig durchkneten und hauchdünn ausrollen. (Auf bemehltem Tuch oder Folie)

Etwas Quark oder Frischkäse darauf verstreichen, Obst und Mandelmischung darauf verteilen. Zu einer Rolle wickeln.

In die Form heben und  mit Butterflocken  und reichlich Zimt und Zucker bestreuen. Seitlich Apfelspalten einlegen. Die Butter und der Apfel ergeben schließlich eine leckere Soße zum obendrüber verteilen. Schon während des Backens ab und zu mit der Butter begießen. Ca 3/4 Std bei 180° backen.

Sahne mit Vanille schlagen und neben dem Strudel anrichten. Nicht vergessen  mit dem Sud zu beträufeln.



Schockobrot

Rezept für Kekse, die ich zur Tarnung  "Schokobrot" nenne

 

125 g Butter (weich)

100 g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

1 Teel. Vanille

1Prise Cardamom                mit dem Rührgerät sehr schaumig schlagen.

100 g Schokolade                 schmelzen und unterrühren.

200 g Dinkelmehl 550          und

1 Teel. Backpulver                vermischen und  mit der Schaummasse verrühren.

Eine Rolle formen                und 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden.

Auf Backpapier nicht zu eng nebeneinander legen und bei 175° ca 15 Min. backen.

Tipp: eine Probe backen, dann läßt sich die Größe und Backzeit  besser abschätzen. Teig geht auf!

Ergibt 20 Scheiben     + eine zum Probieren!

Das erste Blech ist  gut gelungen, die Kekse schmecken knusprig und schokoladig. Für mich wäre ein Schuß Amaretto oder Kaffeelikör  für den Geschmack nicht verkehrt. Oder Ingwerstückchen, oder Mandelstifte oder getrocknete Beeren oder Erdnussmus, oder, oder, oder ...

Mal sehen, ob am Sonntag noch einer für mich  zum Kaffee übrig ist?!


Mohnkuchen

Der Mohnkuchen ist supersaftig und locker... es lohnt sich  ihn mal zu probieren.  Macht garantiert "high"... Hier das Rezept  dafür:

 

je 100 g

mit der Mohnmühle gemahlenen,  gebrühten Mohn

Mandeln, gerieben, oder

Mehl, oder jeweils 50 g

Butter, weich

Zucker

Schokolade, klein gehackt

 

eine Prise Natur-Vanille, Zitronenabrieb,

2 Teel.Backpulver

 

4 Eier getrennt

 

Und so gehts: weiche Butter schaumig rühren. Mit Zucker und Eigelb , nach und nach zugegeben, cremig rühren. Vanille, Zitrone, Mohn , Mandeln, Mehl, und Schockolade untermischen. Das geschlagene Eiweiß unterheben. In einer gut gebutterten und mit Bröseln  vorbereiteten Form  ca 1 Std. bei mittlerer Hitze backen.

Ich habe den  erkalteten Kuchen mit Johannisbeermarmelade, gemischt mit Zitronenguß  außenrum bestrichen. Muß aber nicht sein. Ein Schlag Sahne tut`s auch.

 


Citrus-Käsetorte


Leider, leider ist die CitrusKäsetorte aufgegessen gewesen, noch bevor ich sie fertig  fotografieren konnte. Aber das Rezept hab ich ja noch im Kopf. Ungefähr.

 

1 Bisquit von 6 Eiern. 1 x durchschneiden, aber ungleich. Siehe Foto. Das oberste Teil in Stücke schneiden und mit Puderzucker bestreuen.

1 Gals Citrusmarmelade

1 kg Quark mit Zucker nach Geschmack verrühren.

Gelatine für 1 l Creme  auflösen.

400 g Sahne schlagen.

Saft und Schale von 2 Zitronen und 1 Limette

Einen Schuß Cointreaux (nach Lust und Laune)

etwas Natur-Vanille

Quark, Saft, Geschmackszutaten vermischen, aufgelöste Gelatine unterrühren. Sahne unterheben .

Den Bisquit auf eine Tortenplatte legen. Einen Tortenring dicht um den Boden legen, Lücken etwas ausgleichen, damit die Creme nicht auslaufen kann (evtl mit Folie auslegen) Mit Citrusmarmelade bestreichen. Creme einfüllen. Mit einem Teller abdecken und kalt stellen. Mach ich immer über Nacht im Kühlschrank.

Vor dem Servieren Tortenstücke schneiden und mit den  dünnen, mit Puderzucker bestäubten Bisquitschnitten belegen.

 

Echt lecker ...  leicht, luftig, frisch ... eben lecker