4. März 2019

 

"Bildgeschichte" 2 ... eine lange Nacht - ohne nennenswertes Ergebnis. Ich habe versucht einen Hintergrund zu formieren, eine Idee zu bekommen, wie ich einen spannenden  Punkt entstehen lassen könnte. Aber nein, ich finde das hier ziemlich langweilig. Vielleicht auch nur, weil es eben keinen Hintergrund hat ... und wenn nicht bald eine Muse vorbei kommt und mich küsst- landet dies "verstofflichte" "Etwas" auf dem Stapel der "Unfertigen". Und da werde ich mir dann den "Sommerquilt" herauspicken, der ja auch noch weit entfernt von "fertig" ist und lustig bunt ist -  und meine Stimmung heben könnte ?

Heute werde ich aber noch dran bleiben. Werde fälteln, smoken, und weitere Techniken ausprobieren  - und vielleicht finde ich ja dann auch einen Weg zu meinem Hintergrund.

Haben wir nicht in Schule und Ausbil-dung gelernt, saubere, fransenfreie Kanten zu arbeiten? Flicken kunstvoll in Löcher einzusetzen, Ränder zu verzieren?

Fadengeradezu schneiden und zu nähen?  Nadel und Faden passend zum Stoff zu benutzen?  und und und.... mancher fühlte sich gequält und haßte diese "Handarbeit"- ich sah sie immer als Chance und liebe es eigentlich  zu experimentieren. Aber manchmal  warte ich eben dringend auf den Kuß der Muse, auf den zündenden Gedanken, der das Feuer anficht.

 

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3. März 2019    ... am besten, ich fange mal irgendwo an. Es ist ein grauer, trister Sonntag. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand  gehe ich in meine Werkstatt, mache mir Musik an. Auf dem Tisch liegt eine Schachtel mit Fotos und ein Häufchen Stoffschnipsel zum Wegräumen. Erst sichte ich mal die Fotos, dann fällt mir ein Stoffstück in die Hand. Vor ein paar Jahren habe ich  das Stück  mit meinem Enkel gefärbt. Das soll nun mein Anfang sein. Der Anfang zu einer neuen Bildgeschichte.

 

 

 

 

 

Verwende ich diese Seite?

 

 

 

 

oder verwende ich die andere Seite?

Oder soll ich doppelseitig  arbeiten.

Das bietet sich an und es stecken in der Aufgabe auch noch ein paar Schwierigkeiten, die mein Gehirn in Bewegung halten.


 

 

 

 

1. März 2019

 

 

weiße Fritillaria, Schachblume

sie grüßt im Hausflur ... zeigt sich aber noch nicht in voller Blüte.

 

Nachdem  vergangene Woche t-shirtwetter war, habe ich im Garten gewerkelt. Hier lagen aber großflächig noch Schneereste, so daß ich meinen Rücken nicht überstrapazieren konnte. Habe aufgeräumt und hier und da was abgeschnitten - immerhin war mein Kofferraum voll  Zweige, Gräser und Blätter für den Container.

Dort, wo Schneeglöckchen, Winterlinge und Lenzrosen versuchten sich einen Weg ins Licht zu bahnen, habe ich nachgeholfen- da lagen tatsächlich noch gefrorene Blätterschollen ... Nun aber ist alles frei und ich kann mich an den Blüten freuen.

In der Gärtnerei habe ich dann noch ein wenig Frühling eingekauft und an der Hintertüre plaziert.  Zwei Schaufeln voll Frühling ...

Heute regnet es. Das passende Wetter, um sich vom Blues mit  "Muddy What" heut abend trösten zu lassen. Gleich um die Ecke ...

 

 

 

 

 

und so  träume ich  weiter von Sonne und Wärme  auf der Terasse und einem neuen Sommer mit Garten- und Landleben.


24. Februar 2019

 

 

Nordlandreise- und immer und immer wieder zieht es mich nordwärts und ans Meer.

am Horizont die Fähre nach Dänemark - diesmal ist sie ohne mich abgefahren.


16. Februar 2019

weiter träumen ... nach Eiszeit kommt wieder der Traum vom "tiny house" ,  nachdem ich heute beim Spaziergang dieses fand. Der Spaziergang im Vilstal, den Skulpturenweg entlang und durch  das Städtchen Vilseck - eine Reise wert, auch wenn es dorthin von mir aus nur wenige km sind.

die Vils entlang- ein bischen Frühling, versteckt zwischen  Blattachsen und unter dem schmelzenden Schnee

überall hübsche Hausfassaden, bunt und üppig verziert. Tore, Türme, Burg und Schlößchen- alles da.

und genauer hingesehen, Motive , die der Sandstein bietet ... Landschaften mit  Bergketten, Gipfel, Fabeltiere ...und Meer...mehr


13. Februar 2019

 
Die Finissage der Ausstellung 4 "Grenzgängerinnen" im www.textilmuseum.de endet am Sonntag mit Workshops. Die Vorbereitung zu meinem Thema "Eiszeit" beschließe ich heute mit einer Träumerei. Eiszeit am Strand - Sonne Meer und eine große Kugel Eis....😎
mehr zum Kurs: siehe 3./4. Februar.

draußen liegt noch Schnee. Vielleicht der letzte?  Schnee filzen macht genau so viel Spaß, wie Schnee schippen. Wenn`s nicht morgens um 7.oo fertig sein muß.

Nun, die Sonne wird  dem  Schaufeln jedenfalls vorerst  ein Ende setzen und ich gehe  jetzt erst mal eine Runde  spazieren ...


7. Februar 2019

schwerstes Fieber hat mich erwischt- wieder mal. Filzfieber. Am liebsten würde ich eine ganze Eisdiele filzen.... Gut, daß ich übers Wochenende was Anderes vor habe. So kann ich Abstand gewinnen und überlegen, was mir nächste Woche noch  zu filzen einfällt.

 

Draußen sieht es wunderschön aus. Alles verschneit.  Wie könnte man "Schnee" filzen?

Dieser Aufgabe werde ich mich wohl in der nächsten Woche  mal stellen.


3./4.  Februar 2019

Eiszeit

 

Anläßlich der Filzausstellung im Textilmuseum Helmbrechts,  www.textilmuseum.de /Sonderausstellung,  habe ich  einen kleinen Filzkurs vorbereitet. Eiszeit ist der Titel.

Eiszeit. Der Titel bezog sich auf Gedanken die mir bei einem Winterspaziergang kamen. Daraus entstand eine Bilderserie - meine Vorbereitung auf einen kreativen Filz-Sonntagnachmittag.

 

Der Kurs wird  den Werdegang eines Filz-Bildes zeigen. Aus gefilzter Wolle entsteht eine Fläche. Darin enthaltene plastisch gestaltete Formen transportieren den Gedanken des Dreidimensionalen.

1001 Möglichkeiten gibt es. Eine davon werden wir ausarbeiten. Die Basis wird filzbares Material in Weiß sein. Dazu verwenden wir noch indigoblau gefärbte und naturbraune Wolle und ein wenig Faden, Schnur oder nichtfilzende Haare....

Aus diesen Materialien gilt es die eigenen Gedanken zum Thema zu einem Bild,

ca. 16x16 cm  zu formen, filzen.

 

und draußen schneit`s und schneit`s  , da kann ich noch getrost ein bischen  " Eis" filzen... vielleicht einen Eisbecher.

 gehört schon auch noch zu "Eiszeit".   Ein  Eisbecher. Voila - denn die Nacht ist nicht nur zum Schlafen da. Auch Filzen ist möglich. Dem Hut der Hortensie nachempfunden.


31. Januar 2019

Heute bin ich mal ausgeflogen --- habe also einen Aus-flug gemacht. Nicht weit weg - nur nach Bayreuth. Zu einer superinteressanten Ausstellung , die unbedingt besucht werden sollte.

Beim Betrachten der Bilder fiel mir wieder meine Textilarbeit "Vogelflug" ein. Es entstand bei einem Dänemark-Urlaub. Ich zeichnete so lang, bis die Vögel  ein Quadrat bildeten.

Sie sind ausgeflogen, die Vögel - ich habe es leider nicht mehr.


30. Januar, 2019

Weihnachten ade ...

 

habe umdekoriert, die alten Hutformen ins Licht gerückt.

Eine Hutform macht aber noch keinen Hut. Viel Arbeit und Zeit und Geld für gute Materialien stecken dahinter, bevor ein Hut ein schöner Hut ist.

Ich kann es, das Hut machen, habe viel geübt. Ich weiß, von was ich spreche.

Während meiner "feuchten" Schneespaziergänge habe ich immer wieder gedacht

"ein Hut mit breiter Krempe wäre nützlich" - aber ein Gedanke macht eben keinen Hut.

Soll ich nun? Oder soll ich nicht?  .... oder bestelle ich mir einen Hut bei Nick Fouquet?

 


28. Januar 2019

Das Futter für die Strickdecke ist zugeschnitten und teilweise zusammengenäht.

Habe 6 Blocks aus 9 Quadraten ( 16x16 cm) zusammengestellt und diese müssen nun noch angeordnet werden. Beim Hören von Texten und Musik  habe ich zwischen Hand und Nähmaschine gewechselt, das wird man später nicht mehr unterscheiden können. Mir ist es wichtig, nicht immer mit Motorgeräusch und vor der Maschine sitzend zu nähen. Gemütlich, auf meinem Lieblingsplatz, mit hochliegenden Füßen, läßt sich das Nähen viel mehr genießen und ich habe die Möglichkeit über das nächste Projekt nachzudenken.  Und heute ist nochmal ein "NähSchneeRegentag". Diese letzten, langen Nähte mach ich aber doch lieber mit meiner Freundin, der Bernina.


27. Januar 2019

Die Decke ist fertig - halb fertig, denn nun fehlt noch das Futter. Das heißt ja aber nicht, daß sie nicht inzwischen schon Verwendung finden kann. Kuscheldecke, eine Tasse Tee und Apfelpizza sowie  ein schönes Bilderbuch lädt  zu einem gemütlichen Päuschen  ein.


25. Januar 2019

Bügelwäsche für`s Wochenende? Nein, Wiederverwendung. Die Hemden sind verschlissen, teils schon  zurecht geschnitten, das heißt, Kragen und Bündchen sowie Knopfleisten abgetrennt. Die geraden Stücke habe ich nun in simple Quadrate und Rechtecke geschnitten  - sie warten  auf ihren  Verwendungszweck.

Nachdem es eine reine Kuscheldecke zum täglichen Gebrauch werden soll, habe ich entschieden die Quadrate einfach der Reihe nach, wie sie kommen anzuordnen. Und klar doch, ich nähe wieder alles mit der Hand zusammen.

Für die Vrderseite der Decke sind fünf mal fünf Quadrate aus brauner Schafwolle 20x 20 cm  fertig gestrickt und werden noch heute  zusammengenäht sein.  Die  Quadrate der alten Hemden sollen die Rückseite für die Decke ergeben. Mal sehen, wie das dann zusammen aussieht.

Die beiden Materialien fühlen sich zusammen gut an. Und - sie haben auch einen persönlichen und nostalgischen Hintergrund und könnten eine Geschichte erzählen. Könnten. Mal sehen ...


Eiszeit-Eiskunst

19.Januar 2019

 

Die Wolldecke aus noppig, lose gesponnener Wolle und grob gestrickt , ca 20x 20 cm Quadraten wächst. Ich stricke, so lange die Wolle reicht.  Alle Wolle ist kardiert aber noch nicht alles gesponnen. 15 fertige Teile - bis jetzt.


Eintrag vom 17.Jan.2014:

"Wir, 5 Frauen zwischen 50 und 82, treffen uns seit 25 Jahren ein mal im Monat. Unser Thema ist meist die Handarbeit......Zu unserem 25igsten haben wir uns überlegt, etwas zu gestalten, dass uns die Jahre über begleitet hat und weiter begleiten wird. Etwas mit Stoff, Nadel und Faden. Das verbindet uns. Mein Part ist nun vorbereitet. Wir haben zur Vorgabe jeder 15 Quadrate, 5x5 cm Fertigmaß. Die Stoffe habe ich mit Pflanzen und rostigen Fundsachen aus meinem Garten gefärbt, jedem ein gleichgroßes Stück abgeschnitten. Ziertechnik und weiteres Material bestimmt jeder selbst .... Nächste Woche werden wir austauschen. Jeder bokommt von jedem 3 Teile, hat dann wieder 15, aber ganz verschiedene, so unterschiedlich, wie wir eben sind. Wie`s weiter geht? Wir werden sehen."

 

Eintrag vom 17.Jan. 2019

vor 5 Jahren? Dann sind das wohl 30 Jahre - und wir treffen uns immer noch. Viel ist inzwischen geschehen, aber die Zeit mit Nadel und Faden verbindet uns noch immer. Eine "Ehemalige" schaut uns von oben zu. Fast alle sind wir inzwischen Groß-und Urgroßmütter und teilen mit ihnen unsere Begeisterung für "Textiles" und den Umgang mit Farbe, Papier, Stoff, oder auch Küchengeheimnisse.Wir alle haben weh-wehchen, aber hatten bisher Glück im Unglück mit Allem.. Vielleicht ist es die kreative Leidenschaft, die uns fit hält und immer wieder neue Ideen entwickeln lässt?

Nun habe ich mal das noch nicht vollendete Projekt rausgekramt und werde es fertig machen. Fehlt ja nur noch eine Kleinigkeit  ;-) ... so bleiben wir auch in der ungewissen Zukunft verbunden.


12. Januar 2019

 

Tauwetter - lange hat die Schneepracht nicht angehalten. Aber er ist ja noch nicht vorbei, der Winter.

Das schmelzende Eis zeichnet schwarz-weiße Bilder. Unter der Eisschicht bewegen sich  Wassertropfen, sammeln sich und bilden kleine Rinnsale. Wäre es nicht so ungemütlich, es würde sicher spannend sein, den Verlauf der Wasserlinien zu folgen, das Wechseln der Bilder zu beobachten.

In dieser schwarz-weissen Welt heben  sich  kleine rote und grüne Punkte besonders stark hervor und bilden markante Farbtupfer..


11.Januar 2019

 

 

nun ist die weiße Pracht auch bei uns angekommen. Wunderschön - wenn doch nur das Schippen nicht wäre. Aber man kann ja nicht alles haben. Nach der Arbeit, bleibt dann der zauberhafte Blick aus dem Fenster oder und ein Spaziergang über Land.

 

Gestern hatte ich Besuch von einer "Textilkollegin" - einer, die wie ich bei einem Schnipsel Stoff oder einem Fusel Wolle inspiriert ist,  schon ein Gesamtwerk vor sich sieht, ständig UFO`s produziert und mit tollen Ideen punktet. So ein Tag "brainstorming" regt enorm an, macht Gedanken flüssig und  erzeugt ein  Gefühl von Kribbeln in den Fingern.

Noch bin ich aber am Spinnen - natürlich auch Wolle spinnen und am Stricken von simplen Quadraten. Wolle waschen und kardieren  gehört natürlich zum Gesamtwerk. Der Platz am Kachelofen wird so voll ausgekostet.


7.Januar 2019

 

Draußen ist es ungemütlich - Spinn-und Strickzeit. Meine Kuschelecke braucht eine Renovierung. Ich verarbeite "Königsteiner",  die Wolle der schwarzen Schafe , die hier ab und zu weiden, zu einer dicken Decke. Dafür spinne ich noppige Wolle, stricke daraus Quadrate von 20 cm Kantenlänge. Das dauert. Pro Abend schaffe ich ein Quadrat. Je nach Lust und Laune wird die Decke an Größe wachsen. Sie sollte dann noch eine Rückseite bekommen. Vielleicht aus Flicken, also eine Patchworkrückseite. Während ich spinne und stricke sind die Gedanken frei, um mir auszudenken, wie sie fertig aussehen sollte. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten.


6. Januar 2019

 

Soll ich nun mit diesem letzten Stück AmarenaKirschTorte Weihnachten abschließen? Oder doch noch bis Lichtmeß am 2. Februar weiterfeiern?

Mein Weihnachtsbäumchen steht im Wasserglas, hat noch jede Nadel und die Engelchen schaukeln im Glanz der kleinen Glaskugeln.

Mal sehen, wie sich dieser Monat noch entwickelt.

 


2. Januar 2019

 

 

 

 

 

Gibt es Schöneres, als , wenns draußen dunkel und grau ist, hinterm warmen Ofen mit einem Spinnrad und einem Haufen Schafwolle zu sitzen und Faden und Gedanken zu spinnen ?

 

Zwischen dem 21 Dezember und dem 6. Januar geht es draußen gruselig zu. In den Rauhnächten   treiben so manche  Dämonen ihr Unwesen. Da ist es wohl besser zu Hause zu bleiben und  auch ein bischen Reales zu spinnen ;-)

Die wilde Jagd ist mir heute begegnet.

 

"Ein Geisterzug zieht mit einem fürchterlichen Gerassel unter Schreien, Johlen, Heulen, Jammern, Ächzen und Stöhnen durch die Lüfte. Manchmal macht er aber auch liebliche Musik, was dann meist als ein gutes Omen verstanden wird; ansonsten kündigt er Unzeiten an.

Am Zug nehmen Männer, Frauen und Kinder teil, meist solche, die vorzeitig einen gewaltsamen oder unglücklichen Tod gefunden haben. Der Zug besteht aus den Seelen der Menschen, die „vor ihrer Zeit“ gestorben sind, also durch Umstände verursacht, die vor dem natürlichen Tod im Alter eintraten. Legendarisch ist überliefert, dass Menschen, die den Zug betrachten, mitgezogen werden und dann jahrelang mitziehen müssen, bis sie befreit werden. Auch Tiere, vornehmlich Pferde und Hunde, ziehen mit.

Allgemein ist die Wilde Jagd dem Menschen nicht feindlich gesinnt; doch ist es ratsam, sich niederzuwerfen oder sich im Hause einzuschließen und zu beten. Wer das Heer provoziert oder verspottet, wird unweigerlich Schaden davontragen, und wer absichtlich aus dem Fenster sieht, um das Heer zu betrachten, dem schwillt etwa der Kopf an, so dass er ihn nicht zurückziehen kann"

Es hat geblitzt, gedonnert, geschneit, gehagelt, gestürmt. Sie ist schnell durchgezogen und dunkle Wolken wechselten mit blauen Himmelslöchern. Hier ein  Blick auf den Hausberg vor dem Schneegestöber.

Die wilde Jagd

Stürmisch ist’s draußen, Wolken ziehen
Am Himmel zieht ein wildes Heer
Ich schaue zu, will nicht entfliehen
Odin schleudert seinen Speer

Ein wild‘ Gefolge ziehet mit
Auf seiner wilden Jagd
Ein stürmisch. Schneller Wolkenritt
Hab ich zu viel gewagt?

Es heißt, wenn man da draußen ist
Kommen die wilden Leute
Sein Erdendasein man vergisst
Und wird so leicht zur Beute

Jedoch die Jagd, sie zieht vorbei
Der Sturm braust heulend auf
Heil Odin! Deine Jägerei
Hält niemand, niemand auf!

 

 

Verfasser ? weiß ich nicht

 



25. Dezember 2018

 

Mein Blick aus dem Küchenfenster ist um die Weihnachtszeit herum zauberhaft. Hinter dem Kirchenfenster leuchtet den ganzen Tag der Christbaum. Die Kirche ist in dieser Zeit geöffnet, damit die große Krippe bestaunt werden kann.

Die Plätzchenformen, die teilweise schon aus der Kinderzeit meine Mannes sind, haben nun ausgedient. So im Glas verpackt warten sie auf die nächste Weihnachts-Backsaison.


24. Dezember 2018

 

ein Tännlein aus dem Walde- und sei es noch so klein ...

geputzt mit kleinen alten Kugeln und den niedlichen Engelchen aus dem Erzgebirge, ein bischen Kinderkram muß schon sein?

Und nach den Feiertagen wird es wieder geerdet, das Tännlein aus dem Walde.

Ein Tännlein aus dem Walde,
Und sei es noch so klein,
Mit seinen grünen Zweigen
Soll unsre Freude sein!
Es stand in Schnee und Eise
In klarer Wintersluft;
Nun bringt's in unsre Stuben
Den frischen Waldesduft.

Wir wollen schön es schmücken
Mit Stern und Flittergold,
Mit Äpfeln und mit Nüssen
Und Lichtlein wunderhold.
Und sinkt die Weihnacht nieder,
Dann gibt es lichten Schein,
Das leuchtet Alt und Jungen
Ins Herz hinein.

Albert Sergel


4. Advent 2018

 


 

 

 

 

21. Dezember 2018

und stellt sich der Winter nicht ein, muß man eben den Schnee selbst zaubern.

 

 

Winteranfang

Schneesterne zerlaufen,

befeuchten die Erde.

Graue, dunkle, nasse Tage, Wartetage


 

18. Dezember 2018

Meine traditionelle Nordlandreise - ein bischen muß man dem Weihnachtsmann schon helfen und dabei zusätzlich auch selbst ein wenig Sternenstaub aufstöbern wie beim

Stadtbummel durch Berlin, Ecke Friedrichstraße-unter den Linden.


11. Dezember 2018

 

Geschichten erzählen und Märchenbücher sind passende Zugaben an einem gemütlichen  Dezemberabend. Vor Allem, wenn`s draußen schneeregnet und wirsch der Wind um die Ecke bläst.

 

 

 

 

 

 

wie das duftet!

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

(Bayrisches Volksgut)

 

 

 

 

Backen bei Oma, das war einmal. Schade, diese schöne Zeit ist unwiederbringlich vorbei.  Inzwischen ist sie ausgeflogen, die Bäckerin - weit weg. Aber die Plätzchen von Oma reisen ihr nach ... sind schon unterwegs.

 

In der Adventszeit bekamen wir einst zwei ganz besondere Weihnachtspräsente.  Seit einem halben Jahrhundert begleiten sie uns nun durch das Leben. Ein ganz besonderes Geschenk.

"Damals" war das mit der Familienplanung noch nicht so üblich. So spielte eben der Zufall 2 Dezemberkinder in unsere Zweisamkeit. Darüber nachgedacht, daß das vielleicht unpraktisch sein könnte, hatten wir nicht. In der Vorweihnachtszeit war es deshalb immer recht aufregend und ereignisreich bei uns. Pältzmärtel zum einen Geburtstagsfest, Nikolaus zum Zweiten und dann noch  Adventsonntage und Weihnachten. Märchen lesen, Musik machen und Plätzchen backen wurden ebenso gepflegt, wie Geschenke basteln, Briefe und Weihnachtskarten schreiben.

Was mich sehr freut, daß diese Gepflogenheiten sich weiter vererbt haben. Und auch die Enkelkinder die  "alten"  Gewohnheiten weiterleben lassen.

 

 

 

 

Die Weihnachtsbriefe an das "Kristkind" waren auch sehr  wichtig.  Aber nicht alle Wünsche wurden immer  erfüllt, obwohl sie bescheiden waren.


9. Dezember 2018

Der zweite Advent bei Regen und Wind - ungemütlich. Da macht das Päckchen und Pakete packen richtig Spaß. Mit Schnee hab ich die Geschenke dekoriert und mit Sternenstaub gefüllt oder verziert. Das ist genau so spannend, wie das Schmöckern in den alten handgeschriebenen Rezeptbüchern. Geheimnisvoll, sowohl die Schrift als auch manche  Begriffe und das was zwischen den Zeilen steht. Nachfragen geht nicht mehr.

Huschen da nicht hinter der Cellophanverpackung kleine Engel vorbei? Sicher hat sie der Sternenstaub, der das Päckchen ziert, angezogen.

In einem der Päckchen sind Sterne aus Blattgoldpapier verborgen. Der Sternenstaub, das sind die Abfallschnipsel, zu schade zum Wegwerfen. Dann doch lieber ein bischen fabulieren, oder?

Das mit Blattgold belegte Papier hat einen unvergleichlichen Glanz und der geschnittene Stern ein wunderschönes Lichtspiel. Es wird leider nicht mehr hergestellt. Ich habe noch ein klitzekleines bisschen davon. Ein Schatz - und nur ein Schatz bekommt davon einen Stern.

Dazu gibt`s noch eine kleine Geschichte:

Mein kleiner Enkel kam an meinen Weihnachtsmarktstand. Die Faust fest zugedrückt, fragt er:  "Was kostet so ein Stern?" Oh, der ist kostbar. "Meinst Du Mama gefällt der?"

Klar doch, Gold mag jeder und ein Stern ist ja was Besonderes, antworte ich ihm und suche einen kleinen aus. "Dann möcht ich den da" er deutet auf den Größten. Na klar, sage ich und packe ihn für ihn ein. Er reicht mir die kleine Münze in seiner Hand über den Tisch und strahlt. "Aber nicht der Mama sagen, das ist eine  Überraschung für Weihnachten".  Ein Schatz für einen Schatz.


7.Dezember 2018

Nein, es hat nicht geregnet, heute in München. Die Sonne schien und es war warm. Lange war ich nicht mehr hier. Vieles hat sich geändert. Vieles, das es wert war die Vorweihnachtszeit hier zu verbringen ist verschwunden. Anderes Vertrautes hat uns  fündig werden lassen. Schönes Papier und Buchbinderleinen zum Schachteln machen und schöne  Weihnachtssterne im "Papierladen" in der Metzstraße und der Espresso im "Llivingroom" am Wiener Platz.

Die bunten Schirme gehören zum alternativen Weihnachtsmarkt in Schwabing. Hübsche kleine Buden mit Kunst und Kunsthandwerk. Anders, als üblich, ganz anders.


6. Dezember 2018

 

Noch schmecken mir die Plätzchen, obwohl ich mich seit einer Woche damit beschäftige. Jeden Tag muß ich natürlich  probieren ob sie auch gut sind. Und sie sind ja auch sehr gesund ;-) Dinkelmehl, Nüsse, Butter, Eier, Gewürze ...  und das bischen Zucker.  Die Dose, die für mich gedacht ist, leert sich schnell - war ja auch nicht viel übrig, nachdem ich die "Versandtkisten" gefüllt habe. Heute Nacht wollte ich  noch Zimtsterne backen ... na ja, was soll ich sagen. Der Teig läßt sich nicht ausstechen. Das geschieht, wenn man sich nicht an Rezepte hält. Er stand jetzt mal zum Quellen und kalt. Mal sehen ob`s heute klappt. Wenn nicht, dann gibt es eben "Taler", Zimttaler.

 

 

 

später, nach Ruhezeit und mit mehr Nüssen und mit mehr Geduld und Fingerspitzengefühl und (ganz wichtig) schöner Musik haben  die Zimtsterne  auch  aufs Blech gefunden.

Letztendlich sind sie dann also doch noch  sehr gut gelungen.

 

 

 

Statt Zimttaler hab ich dann den angesetzten  Brotteig  abgebacken.

Das   Roggenbrot ist wieder sehr schön geworden, das ist nicht immer so. Das Selbstgebackene ist einfach besser, als gekauftes. Und ich weiß, was drin ist. "Fast nichts". Roggen, Dinkel, Sauerteig, Salz, Wasser und jede Menge Ruhezeit. Und "Handkraft".

Mein absolutes           "Lieblingsweihnachtgebäck"        ist von diesem Rezept meiner Schwiegermutter. Seit 40 Jahren ist sie tod, aber ihr Rezept lebt weiter.

Nach vielen Jahren hab ich denn auch die Geheimnisse herausgefunden, die zwischen den Zeilen versteckt sind.

1. Der Teig muß lauwarm verarbeitet werden, deshalb werden  Mehl, Zucker, Honig, Butter  zerlassen. Dahinein kommt dann Eigelb, Gewürze (Hayma Lebkuchengewürz gibt es leider seit ein paar Jahren nicht mehr- statt Triebkraft geht auch Hirschhornsalz und Pottasche) - ich nehme 2 P. Nürnberger Lebkuchengewürz, Nüsse/Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse sowie Zitronat (zerkleinere ich zusammen im Mixer)und verknete alles zusammen. Lauwarm halten!

Dann teile ich den Teig in zwei Teile (besser drei) und rolle eine Hälfte dünn auf ein gut bebuttertes Blech (oder auf Backpapier, rutscht aber ziemlich). Den Teig mit einem Pergamentpapier oder Küchentuch wieder abrollen  vom Blech. Dann das selbe mit der  2. Teighälfte und  die Teigplatte mit Marmelade bestreichen. Dann  lasse ich  die 1. Platte vorsichtig über die 2. gleiten.  Abbacken ca. 150 ° - darf nicht  zu lange backen, sonst wird es trocken und hart. Ist ein bischen Gefühlssache zu sehen, wann der Lebkuchen fertig ist.

Noch warm mit Schokoglasur gestreichen und sofort in kleine Quadrate schneiden.

Ist echt lecker - der Lohn für die Mühe.

Mit den 3.Teigteil steche ich mit den alten Formen meiner Schwiegermutter   unterschiedliche Symbole aus backe sie (vorsicht, der dünne Teig ist schnell fertig). Dann glasiere ich sie mit Zuckerguß und bestreue sie mit bunten Perlchen.  Das macht den "bunten Teller"  , der am hl.Abend zum Naschen parat steht erst richtig "bunt". Und dazu gab`s  früher immer  "Feuerzangenbowle" .


2.. Dezember 2018

vier Adventskränze ... vier Adventsonntage?
Nein - einen für die Vordertüre, einen für die Hintertüre, einen für die Terasse, einen für die gute Stube ... Aufgehängt habe ich sie bereits, aber draußen schüttet`s oder wie es im Englischen heißt " es regnet Katzen und Hunde" .... was immer das heißen mag, es ist kein schönes Wetter für stimmungsvolle Fotos.

Gedanken zum Thema Zeit:

Milchmädchenrechnung. (warum heißt das wohl so?):

Im Gartenreich kosteten die wunderschönen, naturbelassenen Kränze  je € 30.--.

Das Material für meine Kränze kostete: 2x zum Gartencontainer,

suchen und finden, Zweige u. A. schneiden. Glühwein bereiten,

Kerzen anzünden, Musik anmachen                                                                    €  keine

Von 20.oo bis 2.oo  Kränze binden, Reste vom Grün wieder wegpacken      € keine

Habe ich nun  4x € 30.-  =   € 120.- gespart oder verdient ????

Was hätte ich mit meiner "Zeit" sonst getan und  wie kann man so verbrachte Zeit bezahlen?      Es war eine schöne Zeit.            Und Geld habe ich dazu nicht gebraucht.


1. Dezember 2018

 

Die zweite Schachtel Plätzchen ist gefüllt. Muß aber schon noch einige backen - eine Schachtel für Dänemark. eine reist nach MVP, eine nach Thüringen und eine nach Spanien. Und eine bleibt natürlich vor Ort. Das sind 5 Schachteln = 5 Rezepte. Der Anfang ist gemacht.

Heute habe ich ein "Stilles Örtchen" besucht. Lichterzauber im Gartenreich - na ja, nicht ganz so still, aber sehr harmonisch und stresslos - Lichterzauber eben.

Und den Abend , den verbringe ich mit Kränze binden. Für  Vordertüre -Hintertüre, einen für den Spinnwocken und einen  für draußen, vor dem Fenster. Das dauert erst mal eine Weile.

 

 

 

 

und wenn`s den Pflanzen im Gartenreich zu kalt wird, steht da ja noch der Herd parat.


26. November 2018

Montag = Arbeitstag. Oder soll ich lieber Vorweihnachtsvergnügen sagen? Habe mich mal an die "Wunscherfüller" gemacht. Glühwein ohne Wein abgefüllt, Lebkuchen verpackt, Geschenkeliste abgestrichen. Am Wochenende ist erster Advent. Blöd bloß, wenn die Familienplanung schiefgelaufen ist und bei zwei Kindern der Geburtstermin im Dezember liegt. Das ist das eigentliche Problem - Geschenke finden, die nicht weihnachtlich  sind - den Geburtstag sauber trennen vom Lichterglanz. 10 Päckchen für unterm Weihnachtsbaum sollen zusätzlich  gefunden werden. Na dann ist es doch naheliegend erst mal den frisch gekochten Glühwein mit einem Lebkuchen zu genießen, sich quasi erst mal selbst beschenken.

Morgen geht es dann in die Backstube, Plätzchen backen- denn vor alledem kommt ja auch noch der Nikolaus mit Apfel, Nuß und Mandelkern und dem ersten Weihnachtsgebäck.

 

Rezept: Glühwein ohne Wein ....

statt dessen : Chai-Klassik nach Vorschrift kochen und absieben.  Dazu  Apfelsaft und Holundersaft, Orangenschalen und zusätzliche Gewürze nach Geschmack. Alles zusammen nochmal erhitzen und in Flaschen abfüllen. Zum Servieren mit einer Orangenscheibe, einer Zimtstange und- sehr lecker- Granatapfelkerne ins Glas/Karaffe geben.

 

Der Tischläufer in den weihnachtlichen Farben  wird bald vervielfältigt werden. Der Webstuhl wartet bereits. Aber die Realisierung wird wohl aufs neue Jahr warten.

Cottolin aus Schweden hat sich als Material bewährt und auch die Köperbindung paßt gut.

Ich freu mich schon auf die neuen Ergebnisse. Davor stehen aber noch ein paar Stunden Kette ablängen  und einziehen.


frühere Einträge siehe Tagebuch 2018 /Blog 4