12. April

Fb stellt immer wieder mal Erinnerungen vor... wie diese mit dem Bildteppich, der vor 7 Jahren Beitrag in der Ausstellung  Teilnehmer war. Dieser Bildteppich ist immer noch, wie er einst war, er begleitet mich schon ewig lange - mindestens 20 Jahre -  als "Logo" und hängt über der Treppe an einer an sich unerreichbaren sehr langen Wand. Ich mag ihn immer noch sehr, sehe ihn täglich mehrmals und freue mich an ihm. Ab und zu darf er mit mir verreisen, wird präsentiert. Seinen allerschönsten Platz hatte er in zum "offenen Garten" der Kinder in MVP und im Schloßpark in Ludwigslust. Erinnerungen sind wichtig, deshalb gibt es meine "Tagebücher". Hinter den Bildern und Texten entstehen zwischen den Zeilen neue Bilder und Gedanken, Begebenheiten und Situationen - für mich, in der Erinnerung. Ich lebe aber nicht in der Vergangenheit, sondern ganz im Hier und Jetzt. Doch  die Erinnerung, die Vergangenheit das ist unser Leben. Unverrückbar. In der Zukunft können wir aber manches besser, anders und auf uns selbst zugeschnitten machen. Zukunft, ja...sie schrumpft und deshalb ist es wichtig, das Heute und Jetzt mit  Freude, Spass, Lust, Liebe, Neuem,  Spannendem und Wunscherfüllern  ... zu leben.

Zusammengerollt, unfertig, parat zum Filzen, liegt so manches Teil, wird immer wieder mal inspiziert und wieder verwahrt. Ob ich es jemals schaffe, alles aufzuarbeiten?

 


11. April

In der Nürnberger Nachrichten vom 21. April 2013 war ein Artikel über einen Wanderweg im Fichtelgebirge. Seither lag er auf meinem Schreibtisch. Was mich damals reizte war das "rote" Wasser des Flüsschens Grögnitz. Der Weg ist als Max Reger Wanderweg beschrieben und startet in Brand, ist mit einem Violinschlüssel markiert und ist ein Rundweg. Nachdem ich seit Freitag mehr als 20 Stunden Regal aufgebaut, gestrichen, Bücher von A nach B gerückt  und staubfrei und geordnet habe, hatte ich mir nun einen Wandersonntag gegönnt. Wandern? Die meiste Zeit habe ich gestanden, gesessen und geschaut und gehorcht. Der Fluss hatte viel zu erzählen. Gut, dass ich Kaffee und Kuchen mitgenommen hatte....wohlweislich. Kaum Jemand unterwegs, war ich ganz alleine in dieser Felswasserwaldmooslandschaft. Ja, und das Wasser ist da, wo die Sonne hinscheint tatsächlich rot. Inspirierend, faszinierend und doch erklärlich.

und das nächste Ziel ist ganz in der Nähe.  "Kösseine", das hört sich spannend an.


8. April

Zwischen alledem was sonst noch ein Tag bringt, bin ich immer wieder mit Nadel und Faden unterwegs. Wieder ist  ein Teil fertig, bis auf Kleinigkeiten, die manchmal erst beim Ansehen des Ganzen fehlen oder auch stören.  Die textile Collage  ist eine Erinnerung an meine Freundin Hermine Gold . Eine langjährige Wegbegleiterin und Künstlerin, immer guter Dinge und immer experimentierfreudig. Sie schrieb mir diesen Brief - und ja, ihre guten Wünsche begleiten mich. Sie kann schon fliegen, ich übe noch -

 


 

 

 

 

 

 

 

 

6. April

Ostern ist vorbei und der April zeigt was er kann. Gemütlich, wenn`s draussen kalt und nass ist, kann man sich es wohl auch zu Hause machen. Ein Ausflug ins Einkaufszentrum zum Üben - aber oh weh, dass darf man nicht. Ist verboten, obwohl kein Auto, kein Mensch weit und breit ... Na ja.  Auf der Skatebahn war aber Schneegestöber ... also nix mit Osterspaziergang.

Und am 6. gab`s dann auch noch richtig Schnee zum Schippen.

Also, die  Ausstellung wieder  ins Auge fassen und weiter an die Arbeit...


2. April

Die Zeit vor Ostern war, wenn ich mich zurückerinnere immer eine der stressigsten aber auch schönsten Feste. Vom 1. Januar an bemalte ich jährlich mehrere hundert Ostereier. Frühlingsblumen, Käfer und  ... Hasen waren meine Motive. Präsentiert wurden sie auf Ostereiermärkten. München, Michelstadt, Wemding  Erlangen ....  Der  Erlös  wurde meist sofort in künstlerisch gestaltete Eier der Kollegen umgesetzt. So sammelte sich einiges an... Inzwischen interessiert sich kaum jemand mehr für die kleinen Kunstwerke. Bei mir jedoch wird "alle Jahre wieder" dem Osterhasen beim Färben geholfen. Zu Karfreitagabend gehört dies  Ritual. Krappwurzel, Cochenille, Blauholz, Kurkuma und Zwiebelschale sind die Grundlage. Zarte, kleine Pflänzchen und Speck für den finalen Glanz.  Dann werden sie versteckt, rot, blau und  gelb leuchten sie dann aus ihren Verstecken. Wer suchet der  findet ...

Stunden später: voila , alles fertig.


30. März - Rosen schneiden - immer noch.  Über mir  Gekreische. Ziemlich heftig. Im Süden grenzt der winzige Garten an einen riesigen Felsen. Obenauf eine Terasse. Sie ist wohl neu vermietet, denn da oben streiten sich drei heftig. Worum es wohl geht? Zwei Männer, eine Frau ... klar, worum sonst.  Turmfalken. Sie fliegen weg, kommen aber immer wieder und zanken laut im Geäst.  Der Streit findet im Gegenlicht statt, so, daß ich keine Fotos machen kann, aber mein Tagebuch 2019 ist gedruckt, liegt vor mir. Hier sind  die beiden von damals. Ein schönes Paar. Ich freue mich jedes Jahr auf die Turmfalken. Ein Ritual.


29. März

Kontrastprogramm. Eine Person trifft eine Person. Es gibt so viel zu entdecken, gerade auch, wenn man glaubt alle Ecken zu kennen. Und alles verändert sich stetig.


28. März -  Sonntag nachmittag ... plötzlich ist`s ein strahlender, blauer Frühlingstag.

Eine Waldwiese lockt zum Wolkengucken. Landkarten oder Ungeheuer?

eine Stunde Wolkengucken, zwei Stunden Fußmarsch, aber mit dem Blick in den Himmel. Einfach zu schön die alten Bäume und die Scherenschnitte mit dem blauen Himmel im Hintergrund.


28. März

Sonntagmorgen. Trist, grau, langweilig. Nachdem ich den Kachelofen gefüttert, „Weihnachten“ verbrannt habe, genüsslich einen Zweig nach dem Anderen, zündelnd, und stressfrei, war Kaffee angesagt in der Ofenecke. Und … die Audiothek von WDR 5. - ein Lichtblick an einem trüben, kalten Tag http://www1.wdr.de/.../audio-horst-evers-und-freunde.... - Und siehe da... gegen Mittag spitzt auch der Frühling durch die Wolken. Nix wie raus ins Grüne!

Nach zwei Tagen Gartentabularasa in den Staudenbeeten  sieht man nun wieder die gedachte Struktur. Etwas trist und kahl noch, aber es wird schon noch werden mit dem Grün und Bunt. Der Weg ist gerahmt mit Waldsteinia, die in Kürze ein gelbes Band zaubern wird. Dahinter gelbe Blüten der Elfenblume und weißer Storchschnabel. Die Höhe ergeben dann gelbe Schwertlilien und  die duftende kleine "Citrina".  Kaum zu glauben, wenn man das hier so ansieht, wie schnell sich so ein Bild wandeln kann.  Vor dem Haus ist der Frühling bereits voll da und ein bischen Ostern auch schon, ein gelber Osterhase spitzt aus dem Grün. Eier hat er noch keine gelegt.


25. März

Ist nach einer faulen, weil trüben und kalten Woche endlich  wirklich "Frühling" ?

Auto und Anderes ist geputzt, reisefertig. Nur wohin? Habe mich ja inzwischen an den Kaffee "to go" gewöhnt und habe einen Blick für Bäckereien die ihn anbieten, bin ich denn mal unterwegs.  Was nun tun? Doch den PKW mit Schlafplatz mit einem  Minicamper tauschen? Oder bleibe ich  simpel ohne alles,  bin aber damit  nicht autark? Was bisher kein Problem war ist nun ein großes Fragezeichen. Keine Campingplätze, keine Möglichkeit um die täglichen Rituale durchzuspielen. Wie kompliziert plötzlich alles ist. Dabei sind meine Fragen hier ja keinerlei Überlebensfragen , sondern Luxusgedanken. "Zuhausebleiben". Klar doch. Aber egal, wie ich es drehe, ich bin überall "Zuhause", denn ich fahre ja nicht mit Jemand und begegne Niemand und treffe mich mit Keinem. Nur im Supermarkt ... und da muss ich auch hin, wenn ich zu Hause bleibe. Wie eigenartig doch alles ist.

Jedenfalls hatte ich heute einen Reisetag. Wenige km. Gärtnereien locken mich  an den ersten warmen Tagen dorthin zum Stöbern, Schätze finden, Deko suchen.    Sicherheitshalber habe ich einen großen Korb mitgenommen. Um mich zu begrenzen. Aber ich hatte Glück, es gab Kartons für das, was nicht mehr in den Korb passte.

So kann ich morgen an die Terassendeko und das Gefundene in passende Töpfe, Schüsseln und Krüge pflanzen. Ich kaufe übrigens nie Pflanzen, die ich nicht nach der Blüte in den Garten integrieren kann.

Auf dem Heimweg schaute ich noch einmal kurz auf der Ziegelhütte vorbei. Da schwebt noch der Flair von "Martl" in der Luft. Drehen sich noch seine Spezialkreationen und alles sieht aus, als wäre er nur mal schnell einen Wein holen gegangen ... Hier traf ich dann seinen Haushüter. Er war dabei ein Hochbeet anzulegen, umzäunt mit geflochtenen Weidenruten. Gefüllt mit     ....  " Schafwolle" ...      feinster, brauner, weicher Schafwolle. Ein Jammer ... keiner braucht sie, keiner will sie. Auch ich nicht - es sei denn für den Kompost, als Dünger und für neue Erde ...  ja, ein Jammer.


24. März

Ein Tag wie Frühling ...  erster Bote auf der Wiese ist der Huflattich. Blauer Himmel und ein ganz spezieller Duft im Wald  und schon  ist  das Reisefieber da.


23. März

Und nach langer Zeit habe ich  einmal wieder Wolle mit Seife und Muskeln zu einem Filz verarbeitet. Ein Wunscherfüller ... ein Lampenschirm, oder besser, ein Lichtdurchlasser... Hat Spass gemacht und darf jetzt als Geschenk verpackt, gen Süden reisen. Wie gerne würde ich da auch hin, in den Süden... So gehe ich eben ins CaffeeJohanna ... und warte auf die Sonne ,,,



18. März.

Stoffe aufräumen um für eine Kiste Wäsche Platz zu machen und Ordnung in den Schrank zu bekommen. Eigentlich wollte ich aussortieren, wegwerfen, was eigentlich nichts mehr werden kann.  Das Resultat isind neue Kisten für Schnipsel. Zu klein um sie zu etwas Vernünfigem zu gebrauchen, zu groß um sie dem Müll zuzuordnen.  Beim Sortieren fallen Schätze ins Auge. Schätze, die heute kaum mehr Anerkennung finden, weil sie kaum jemand deuten kann. Dabei erzählen sie lange und viele Geschichten.

Monogramme zum Beispiel, kunstvoll gestickt auf einem Paradekissen. Paradekissen?

Ja, hier zeigte man "früher" wer man ist und was man hat und was man kann. Eine schöne Frisur oder Outfit von der Stange - das war kein Heiratskriterium. Eine, die durch Können den Hausstand pflegte und Ehre einbrachte, Geld sparte...das war ein wichtiges Merkmal, eine gute Partie zu machen. Es ist noch gar nicht allzu lange her - Unsere Großmuttergeneration konnte das noch.  Schade, daß neben dem Monogramm keine Jahreszahl steht. Diese Aussteuer war jedenfalls von Hand gestickt. Erkennbar auf der Rückseite, die aber fast mit vorne identisch ist. Fast.


16./17. März

Schneeglöckchen, auch vor meiner Haustüre blühen sie. Zusammen mit Märzenbecher Lenzrosen, Winterlingen und Leberblümchen strahlen sie um die Wette. Kaum  ein Schneeschauer, eine Schneedecke kann sie schrecken. Sie stehen immer wieder auf ...

Irgendwie erscheinen mir die vergangenen Tage wie "April...April...".  Kaum scheint die Sonne, lockt zum Ausflug ... schon kommt eine schwarze Front in Sicht. Gut, daß es Arbeiten gibt, die im Haus ganz notwendig sind. Werkstatt aufräumen, zum Beispiel. Aber das ist so richtig tückische Arbeit, begegnet mir doch ständig etwas, das meine Fantasie beflügelt und neue Ideen weckt. Hier ein schnell abgelegtes Stück Stoff, da ein Röllchen Garn oder eine Skizze. Aber nein, ich bleibe standhaft. Erst wenn alles sortiert, aufgeräumt und sauber ist wird abgearbeitet. Dann erst gehe ich an Neues. Fällt mir aber sehr schwer. Im Flur stehen drei Kisten mit verlockendem Inhalt. Abgegeben  um vor dem Wegwerfen gerettet zu werden.  Eine mit Weißwäsche, eine mit Wolle und eine mit Lieblingshosen zur Reparatur. Die Reparatur ist erledigt ... das Andere muß hinten anstehen. Soviel sei verraten. Die unendlich perfekt handgesponnene weiße Schafwolle - dreifädig verzwirnt und trotzdem hauchdünn und extrem gleichmässig. Ein Meisterwerk einer Großmutter- ich mußte eine Probe machen ....


14. März

Stunde um Stunde, viele Tage... ein neues Fotobuch ist entstanden. In Form eines Tagebuches schreibe und fotografiere, dokumentiere ich meine Zeit seit einigen Jahren.  So habe ich jetzt bereits einen Schatz an Erinnerungen gesammelt. Gespeicherte Zeit. Auf das neue Buch von 2019 darf ich mich jetzt freuen, habe es soeben fertiggestellt. Weiter gehts jetzt mit Jahrbuch 2020. Schön, das Jahr noch einmal in den Bildern zu erleben. Schön an den einzelnen Bildern hängen zu bleiben und die Texte nachzulesen. Und auch etwas Besonderes, ein eigenes Buch in der Hand zu halten.

 


12. März

...und erstens kommt es anders...und zweitens, als man plant.  Hier eine kleine Freitagsgeschichte, wie das Leben so mit uns spielt:

1.  Zum Wochenende wünschte ich mir ein handgemachtes Toastbrot. Einen Buttertoast. Nicht so einen, den man, wenn man die Tüte zusammenpresst im Ganzen in die Vordere Tasche des Rucksacks schieben kann. Nein, ein goldener, knuspriger mit Dinkelmehl sollte es sein. Also ran an den Teig und backen... man nehme ....

2. Die alte Kastenbrotmaschine, die immer parat steht, nicht nur zur Zierde, ist uralt und ein Erinnerungsstück an meine Kindheit in Dänemark. Dort nennt man sie Roggenbrotguillotine. Und das passt so.

3. Frühstück ... der erste Anschnitt. Der zweite... man muss sich schon ein bischen bemühen um den Finger unter das Messer zu bekommen. Aber es klappt.

Der Finger ist noch dran... aber ausser Gefecht. Linke Hand kleiner Finger. In Sanddornoel getaucht, wird er bald wieder im Einsatz sein. Bis dahin werde ich wohl umdisponieren. Das bereits begonnene Tagebuch 2019 zu einem Fotoalbum gestalten. Ja, das geht. Auch mit einer Hand  - kann ich- hab ja noch 9 Finger.

 

Rezept: frei Gusto... (hab mal mitgeschrieben: 

1/2 Würfel Hefe, 1/4 l Milch,(angewärmt)  1/4 eines Stückes  Butter, Zucker, Salz 

Alles gut vermischen und zu 1/ 2 Tüte Dinkelmehl geben. Verrühren, kurz kneten und gehen lassen bis der Teig sich etwa verdoppelt hat. Nochmal durchmischen und in einer Kastenform nochmal gehen lassen.  Backen ca. eine Stunde, bis es goldgelb ist.

Es duftet und schmeckt nach Butter und -

                                wird das Wochenende nicht überstehen.

 


11. März

 Natürlich ist zwischen dem  7. und 11. März allerhand geschehen. Eigentlich nichts Nennenswertes. Und doch, ich finde, daß ich ein großes Stück vorwärts gegangen bin. Trotz Schlagseite  durch eine Verletzung und Grippe, trotz Unlust und lieber Nichtstun wollen - hatte ich mich aufgerafft und bin den Notwendigkeiten des Alltags gefolgt. Die zeitraubenden, unschönen, und anstrengenden Gartenarbeiten sind abgeschlossen.

Die begonnene und bisher provisorische Ofenecke ist endlich fertiggestellt. Besonders stolz bin ich, weil alles Hölzerne Material ist, das im Keller rumflog oder vor der Verbrennung gerettet wurde.

Und jetzt? Tja, da liegen doch noch die ganzen Arbeiten für die Ausstellung im August ... Ihnen  werde ich jetzt "an die Nadel" gehen. Eines nach dem Anderen fertigstellen. Überall fehlt noch eine Kleinigkeit, eine Rahmenlösung oder der Pepp.  Und für den Garten kann ich mich auf die nächste Woche freuen, denn meine Lieblingsgärtnereien haben wieder geöffnet damit ich Neues für die Lücken besorgen kann. Aber da warte ich mal noch auf Sonnenschein. Und ... nachdem meine Kamera den letzten Sturz nicht überstanden hat, hat sie seit gestern eine Zwillingsschwester.  Ich freue mich mit ihr auf Entdeckungsreise zu gehen.

 

Die Zwillingsschwester, die in Zukunft wieder zum Einsatz kommt. Das Smartphone  bleibt vorerst abgeschaltet. Ging doch so viele Jahre ohne. Warum nicht auch in Zukunft. Man muss nicht überall immer erreichbar sein. 

Und ja, ich verspreche dieser handlichen, kleinen, wendigen  Kamera, dass ich sie pfleglicher behandeln werde, als  die Schwester.

 

 

 

 

"Fliegen lernen, Schwimmen kann ich schon",  diese Arbeit ist vor einem Jahr entstanden.  Nun soll sie fertig werden.

Wie? ich lasse mich mal von dem Augenblick lenken, von der Stimmung, vom Material.

Weiße unterschiedliche Garne, etwas Schwarz und blau und braune Stick- und Nähgarne liegen parat. Die Arbeit mit der Hand auf der vorbereiteten Fläche kann beginnen.


7. März

Das Spiel mit dem Feuer? Ja, Schachtel Nr. Zwei möchte fertig werden. Dazu sitze ich in der Werkstatt in der Sonne und experimentiere weiter. "Spirit" soll die neue Schachtel vermitteln. 

19.30 ... Feierabend. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis -  und das Wichtigste, es hat Vergnügen bereitet.  Moods, Spirit und Vanish,  die drei Aufbewahrungs- Schachteln warten auf eine Füllung. Ich weiss schon, was sie bewahren werden. In der ersten Augustwoche werden sie ihr Geheimnis preisgeben.


 

 

6. März

 

 

 

Was das ist? Malerei in Badewasser, heiß und heilsam. Seit einer Woche mein abendlicher Luxus und der einzige Weg die schmerzenden Muskeln zu entspannen . Seit Montag habe ich nichts anderes getan, als schneiden, sägen, abtragen. Und nein, der Garten ist noch nicht ganz leer. In der Hoffnung, dass alles wieder wächst musste einmal  Tabula rasa gemacht werden.  Heute haben mir zwei "Gärtner" geholfen. Das Ende der Aktion ist somit näher gerückt. Die zwei entwurzelten und umgekippten Schneebruchbäume sind  gehäckselt.

Morgen ist Sonntag, Ruhetag. Und dann kommen all die schönen Arbeiten noch , die ich, wenn alles fertig ist nachher  geniessen kann. Manches spitzt jetzt schon, aber der Boden ist noch gefroren.

 


3. März

Letztendlich waren es 5 Wagenladungen mit gebündeltem Rosenabfall. Und ja, es ist noch mehr da. Drei Tage von morgens bis späten Nachmittag schneiden... für die Hände, den Rücken und andere Stellen keine wahre Freude. Für die Hände habe ich ein Geheimrezept. Sanddornoel dick auftragen, dünne Gummihandschuhe darüber und dann noch dickere Gartenhandschuhe. Das pflegt die vom ersten Tag zerstochenen Hände und schützt vor weiteren Verletzungen weitgehendst. Und am Ende der Aktion ein heißes Bad. Durch das Entfernen der Rosenhecke habe ich Platz gewonnen. Ein neues Beet könnte entstehen.  Aber wie und was pflanzen?

Noch aber muß ich die Ayshire Quen weiter  in Form schneiden. Auf "Stock" schneiden funktioniert nicht. Ich habe mir etwas anderes überlegt. Jetzt mit schärferem, größerem Geschütz. Astschere und Säge kommen morgen zum Einsatz, das verlagert den Muskelkater auf andere Stellen.  Vielleicht kann ich ja morgen auch mal "Nichts" tun, denn eigentlich war Regen angesagt. Aber ich werde nicht aufgeben, denn auf den Gärtner warten lohnt nicht und  es scheint eine vage Hoffnung zu sein, daß er kommt, solange noch nicht alles in Blüte steht. Vermutlich kann ich dann auch diese Ecke neu anlegen. Jetzt wäre es ideal, denn der Boden ist noch gefroren. So, wie auf dem Bild wird es erst mal nicht so schnell wieder aussehen. Alles hier Sonnenbeschienene und um die Ecke... ist jetzt ab und weg... schweren Herzens.


2. März

Wann wird man schon mal für notwendige Arbeit gelobt?  Nun, ich lobe mich selbst. Unglaublich, was ich an den zwei Tagen abgeschnitten bekommen habe.

4 Kofferraumladungen Rosenranken, fiese, mit Haken ohne Ende, liegen parat zum Abfahren. Wie ich mich freue, freue auf das Ergebnis, auf  Neugestaltung, freue auf den Anblick, wenn alles wieder sauber und ordentlich aussieht.  Pure Freude lässt den Schmerz schnell vergessen, spornt an, weiter zu machen, auch wenns nicht leicht ist und Überwindung kostet. Und wenn noch zig Rosen auf Auslichten warten.


1. März

Montag, Arbeitstag. 9.oo bis 16.oo, (aber ja, mit Kaffeepause) 4 Meter Hecke/Rosenbogen oder wie immer... abgeschnitten. Ja, ab. ganz ab.

Nun liegt die Terrasse voll mit einem Haufen kleingeschnittenem Geäst. Mein Plan ist, das alles bis Mittwoch gebündelt zum Container zu fahren. Jetzt fröne ich drei B`s: Bad, Bier, Bett...

Es war einmal ...

Der Stamm der Ayshire Queen ist in der Runde ganz rechts auf der Terrasse. Alles, was links davon ist, muß weg.


26. Februar

Die Woche hatte Sonnentage. So war auch der Garten ein Thema. Von Schneebruch gepeinigt und von mir vernachlässigt müsste ich  nun einmal kräftig mit der Schere ran... Je mehr ich aber schnitt, desto klarer wurde mir, dass das alles wohl nie ein Ende nehmen würde. Was mich so schreckt? Zwei entwurzelte uralte große Holunder und Flieder durchwachsen mit Glyzinien, hangabwärts liegend, beängstigend. Was tun?  Statt mich quälen rufe ich einen Gärtner zu Hilfe. Zersägen und abtransportieren. Mal sehen wie das wird. Und wann.

Inzwischen beginne ich einstweilen die ebenso mächtig verwachsenen Rosen zu kappen. 10 m verschlungenes Gestrüpp. Eine "Ayshire Queen" zieht mit langen Trieben durch den Garten ihre Runden. Kann man die Lücke erkennen, die ich in die Hecke geschnitten habe? Vor 20 Jahren habe ich 50 u.A. historische Rosen gepflanzt. Manche mochten die Lage nicht, andere haben sich unerwartet gut entwickelt. Ayshire Queen hat sich so verbreitet, dass ich sie leider begrenzen muss. Undurchdringliches Dickicht ist auch nicht das Wahre. Und der Prinz auf dem weissen Pferd kommt sowieso  zu spät. Also, "auf Stock" schneiden. Ob ich das fertig bringe? Es tut jedenfalls in der Seele weh.

 

 

 

1 m von 10 m sind ab ...

Von ganz oben flossen die Glyzinen ( 3 gesamt) wie ein riesiger Wasserfall. Nun ist von oben alles abgebrochen, muß sich einen neuen Weg suchen. Gut, daß es ein Glyzinenfall war, die fliessen auch nach oben.


25. Februar
Heute ging meine Reise zum Knochenzurechtrücken nach Nürnberg. Wie trist! leere Geschäfte, kaum Menschen. Aber Coffee to go gibt es und da stehen auch Leute brav mit Abstand, warten auf Pommes. Und es
gibt Sonne satt. Und keine Hektik, sondern fast Stille. Am Strand des Sees Menchenmassen und Trubel. T-shirt-Wetter.
An der Brücke hängen Wunschzettel. Ich wähle. Auf dem  ersten steht: "einen Mann, der alles kann". Tja, woher wusste der/die Schreiberling, daß das ein nicht ganz übler Wunsch ist. Zumal doch gerade sooo viel Gartenarbeit ansteht.

22.Februar

Box 2 und 3 in Arbeit. "SPIRIT" und "AGE" Das Papier ist geschöpft, Druckstempel geschnitten, Probe gedruckt. Nun muss ich noch gelben und roten Ocker holen gehen und die heute geschöpften Papiere färben. Mit Erde von den Feldern in der Umgebung. Es ist noch ein langer Weg zur fertigen Reihe. Aber der Weg ist immer mein Ziel.


21. Februar

Tauwetter, hurraa

 


19. Februar

 

15 km sind es von meiner Haustüre bis Vilseck. Hier fliesst die "Vils". Sie entspringt in Kleinschönbrunn/Freihung und fliesst bei Kallmünz in die Naab. In den Vilsauen habe ich heute die Sonne sich spiegeln lassen. Doppelt hält länger?

Der Wanderweg entlang der Vils von der Quelle bis zur Mündung  ist 90 km lang - 5 Tage laut Wanderführer.  Das sollte doch mal eine Option sein.


18. Februar

Was mach ich gerade? Die Vorarbeiten für noch eine Box. Noch eine von drei ... oder vier. Und in Gesellschaft ist Arbeit nix als ein Genuss.

 


17. Februar

Meine Reise in die Umgebung beginnt oft schon um die Ecke. Wenige Meter und ich bin "draussen", von Natur umgeben.  Der Weg beinhaltet einen  Besuch beim Wollnachschub mit den niedlichen  Lämmchen und einer lange Streichelpause, an der Kirche vorbei und Entdeckungen machen. Da hängt gerade ein wunderschönes handbesticktes Parament. Und die bunten Fenster lassen den grauen Tag fröhlich erscheinen.  Eine Reise zum Naheliegenden. Die eigene Umgebung, das Umfeld richtig kennen lernen. Da gibt es viel zu entdecken.

und noch etwas Kreatives ...

 

 

 

 

 

"MOODS",     Stimmungen.

Material und Technik:  Mit Tabak als Farbstoff, geschöpftem Papier, Tabakkrümel, Rauch und einer Portion Zerstörungsbereitschaft habe ich experimentiert.

Geheime Nachrichten in Röllchenform, willkürlich gewählte Texte - Gedanken, die eine Stimmung  - bestimmen.

Gesammelte Schachteln von Zigarillos, gut zu gebrauchen zum Aufbewahren von Kleinkram für weitere "Werke" , verarbeite  ich nun  zu einem  Wachs- kabinett.  Das "Bild" ist der Deckel zu einer Box. In Wachs  gehüllter Rauch...

Bin gespannt, wie und was daraus  noch wird.

Am Ende des Tages: Der Deckel ist fertig, fühlt sich gut an und sieht gut aus. Durch den samtigen Wachsüberzug ist es ein haptischer Genuss über die  nicht ebenmässige Fläche mit dem Finger zu streichen, die Schachtel zu öffnen ...


im Datum zurückgehen, bitte :  Tagebuch / 2119/20   - Blog 11 ...  anklikken