16. Februar 2020

Habe am Samstag einen wunderschönen langen Spaziergang gemacht, mit Sonne im Rücken und bei fast t-shirtwetter. Ums  Haus und im Garten kann man den  ersten Frühblühern  beim Wachsen zusehen und es ist schwer zu glauben, daß es  erst Mitte Februar ist. Das Wetter benimmt sich  wirklich eher wie im April. Mal so - mal so - Gestern Sonne -  heute Regen . Nun, wir müssen`s nehmen wie es ist - und nein, es ist woanders auch nicht besser - nur anders.


13. Februar 2020

Winter? Dies Jahr wohl eher Fehlanzeige. Nur wenige Schneeflocken mischen sich mit Regentropfen und Wind. April - April ?  Noch weit weg. Draußen blühen Schneeglöckchen Winterlinge und Lenzrosen, Zaubernuß und Winterschneeball. Immer noch Zeit für Spielereien auf der Ofenbank. Die ist gebaut aus entsorgten Kirchenbänken von Oberferrieden. Was da wohl alles getuschelt wurde? Abgesessen, wurmstichig, die Farben verblaßt - aber sie könnte viel erzählen. Für mich ist es die lange Bank, auf die man alles schieben kann. Davon hab ich zwei und das ist auch nötig, will ich doch für wechselnde Tätigkeiten  das Material unterbringen. Farben, Kleister, Papier, Garne, Stoffe, Werkzeug, Bücher... es aoll immer alles parat, griffbereit sein.  Aber nenne ich mein Zuhause  nicht "Werkstatt" ?  So  versuche ich Werkstatt und Alltagsleben zu vereinen. Mal schiebe ich alles auf eine, mal auf die andere lange Bank. Und ab und zu ist auch noch ein freies Plätzchen für Gäste.

Ein großer kuscheliger, warmer Eckplatz mit Fellen von Schafen, die  - es war einmal- vor meinen Fenstern grasten, lädt ein, Stunde um Stunde mit Nadel und Faden zu malen, zu lesen und die Flyer der nächsten Ereignisse zu kreieren ... So darf der Winter gerne noch ein wenig bleiben.


8. Februar 2020

Und in diesem  Jura-faden-meer  schwimmt bald eine Meerjungfrau, von fliegenden Fischen umgeben, in einem Strudel gefangen .... fabulieren,  nennt man das wohl. Aber was ist eine Ausstellung ohne Sinngespinste?


5. Februar 2020

Ich schwimme ... schwimme in Stapeln von vorgefertigtem Untergrund - parat um  die entstandene Basis mit Strukturen  und Aussagen zu füllen. Diese vorab gearbeiteten Hintergründe geben mir die Möglichkeit jederzeit und überall mit ihnen zu spielen. Mit einem kleinen, zusammengerollten Stoffstück, ein paar Nadeln und Fäden  kann ich  somit an jedem Ort  und immer an meinem  Bild  gestalten.

Ich schwimme auch in punkto Zeit. Der Termin für die Ausstellung steht fest. 

17. bis 26. Juli -  im Seminarhaus Kunstmühle Kohler in Königstein. Täglich von 14.00 - 18.00.

Ich werde die Ausstellung persönlich betreuen und aus meinem Nähkästchen plaudern.

Der Zeitraum ist knapp, aber wer sagt, daß ich "Massen" produzieren muß? Ich werde meinen Vorrat  ergänzen und mich treiben lassen. Ein übriger Stapel  "to do`s" ist doch auch inspirierend. Und inspirieren, das ist mein Ansinnen. Deswegen gibt es auch  an den zwei letzten Abenden einen Workshop. Bin gespannt ob ich da alleine sitzen werde. Einen Flyer werde ich in etwa zwei Wochen fertig haben.

Ich schwimme - im Jurameer. Das Bild davon  fand ich gestern im Urwelt Museum in Bayreuth. Eine Zeitmaschine führte mich zum Thetysmeer. Spannend, die Geschichte der Entstehung der Erde im Zeitraffer zu erleben. Irgendwo in der Mitte ist Königstein, hier kann ich heute auf dem Sandstrand, zwischen den Riffen und an den übrig gebliebenen Wasserläufen spazieren gehen und Muscheln sammeln-versteinerte


02022020  -   vorwärts wie rückwärts  gelesen ergibt sich das gleiche Datum. Eine täglich zu beobachtende Wahrheit: Du kannst die Zeit nicht ändern, nicht rückwärts drehen  und nicht vorwärts - nur die Füllung macht den Unterschied. Heute fülle ich den Tag mit Wissen. Oft schon bin ich durch Tüchersfeld gefahren, auch schon gewandert. Aber das Museum ist mir noch unbekannt. Beschäftigt mich doch gerade die Erdgeschichte, das Jurameer, sollte ich mein Hintergrundwissen dazu auch erweitern. Ich sehe die Fische schon an meinem Fenster vorbeifliegen ....


1. Februar 2020

 

Eigentlich ... eigentlich wollte ich in diesem Jahr "nichts" , nichts  Konkretes machen. Keine Termine, keine Ausstellung, keine Pläne. Einfach die Zeit fühlen, das wollte ich. Aber nun kommen mir ständig Anfragen, Möglichkeiten und großartige Themen in die Quere. Ich füge mich ... und arbeite meine Stapel ab.  Nähe und gestalte  am Meer - nein nicht real - am Meer das einst gewesen ist, am Jurameer - auf Stoff und Papier. Ich häufe Wissen drumherum an und erprobe Neues. Und wieder sind die Tage zu kurz und die Nächte nicht lang genug. Aber macht es wirklich Spaß, nichts, gar nichts zu tun?


28.Januar 2020

"Farberden", das "Gold" der Königsteiner. Die Felder sind umgegraben und man kann die unterschiedlichen Bestandteile gut erkennen. Hier gab es früher einmal "Farbgruben". Gelber und roter Ocker waren begehrte Farbstoffe. Der Boden ist ansonsten mit vielen Steinen durchzogen. Gold graben war da lukrativer als Gemüse anbauen. Sollte ich doch mal diese Farbpigmente ausprobieren?

Der Wald duftete gestern  schon nach Mai (Waldmeister) und es war fast warm. Mit offenen Augen kann man schon allerhand sprießen sehen. Wunderschön auch die Gebilde aus Moos und Flechten. Man muß eben nur die Augen offen halten, für das Kleine am Wegrand.


27. Januar 2020

"was bleibt?" war das Thema meiner Ausstellung im November. Es ist mir sehr schwer gefallen, diesen Titel zu bearbeiten - und ich habe es auch nicht ganz fertig bekommen, habe es abgebrochen. Die Gedankenlast wog zu schwer. So bleibt es unfertig- die Frage steht weiterhin im Raum. "Was bleibt?" mehr zu dieser Arbeit Geschichte und Geschichten "Der  gute Ort"


23. Januar 2020

Heute war ich fleißig. Aber bin ich das nicht immer? Mit Nadel und Faden geht es jedoch langsamer als mit Leim. Das schöpfen des Papiers, die Komposition und das zusammenfügen -  alle war schon Vorarbeit.  Auch das heute Gestaltete zählt noch zur

Vorbereitung. Stück für Stück zeigen sich Gedankengänge und fügen sich Ideen zu einer Geschichte.


22. Januar 2020

 

gestern:

...und wenn`s auf dem Sofa fad wird und draußen zu kalt ist könnte man ja mal schnell in den "Süden" fahren. Bamberg vielleicht? Da gibt es ein "klein Venedig". Das ist doch schon ein bischen Süden? Und abends dann noch ein Life-Konzert mit Musikern aus dem Süden ...
"Süden II" -Schmidtbauer, Pollina, Kälberer.

https://www.br.de/…/werner-schmidbauer-pippo-pollina-martin…

 

 

 

 

"Klein Venedig", Bamberg

heute: zurück aus dem Süden ...Da hilft nur die neue CD "GOYA" von Martin Kälberer. Oder ein Spaziergang? Oder beides.

 

Blick gen  Norden -der Blick aus dem Fenster zum Waldrand . Rundherum Puderzucker, mit dem Unterschied, daß Puderzucker warm ist und draußen ? Kalt. Könnte sich  beim Laufen die Waage halten, ist kalt - macht auch warm  ist aber   gesünder. Später dann - auf gedecktem Apfelkuchen, Puderzucker.  Los geht`s ....

Also bin ich auf der Suche nach den Sternen. Aber wie heißt es sprichwörtlich? Der frühe Vogel fängt den Wurm? Nun, die Sterne sind am Schmelzen. Viel zu warm. Aber der Zauberwald, die Landschaft, der Blick durchs Tele... wie im Märchen, trotz lange schlafen und gemütlichem Brunch. Vielleicht schaff ich es ja mal zum Sonnenaufgang durch den Wald zu streifen. Vielleicht.

4 Himmelsrichtungen - rundum Berge - naja, ich weiß, Hügel.

Warum eigentlich immer in die Ferne schweifen ... das frage ich mich immer wieder. Und doch ... das Meer lockt.


19. Januar 2020

Ein langgezogenes Sonntagsfrühstück - regional, saisonal, bio und selbstgemacht ... Und dazu von noch mehr Meer träumen, bzw in Reiseliteratur blättern - so läßt es sich einen grauen Tag bunt färben.  Die Reise ist gebucht und nun kommt die Wartezeit, die Entdeckung kann beginnen. Es ist gut, ein ganz klein wenig zu wissen wo man hin fährt, wo man ankommt, was man sehen kann und will und wie und mit was und wohin man sich fortbewegt. Es wird eine 14tägige Reise im April, in eine Stadt in der zu Fuß gehen wohl angebracht ist, die aber dem Anschein nach  groß genug ist um das gar nicht zu schaffen - alles zu Fuß. Da scheint es spannende Optionen zu geben und ich weiß schon wo ich nicht sein werde. Da wo alle sind.

Nachdem ich die letzten Tage und Nächte  an meinem "Hintergrund" für die "fliegenden Fische" genäht habe, müssen nun die Fische selbst noch Farbe bekennen. Sie brauchen einen Himmel zum Fliegen und ein Meer zum Schwimmen ... Der Sonntag abend wird bewegt ... nach der Devise "fliegen lernen"

 

So viele UFO`s liegen hier nun  vor mir. Fünf, genau gesagt. Aber im Prinzip  steht alles unter einem Thema. "Fliegen lernen"

 

Nachdem ich unterschiedliche  Fische gezeichnet und ausgeschnitten und mir einen Hintergrund genäht habe, sollen diese Fische noch einen "Anstrich" bekommen. Eine Eigenart, die sie unterscheidet und doch  zusammenbringt. Ich habe sie auf Stoff transferiert und werde einen Teil besticken -  und dem Untergrund einen blauen Look verpassen - Einen Himmels-und einen Meeresblick - und dann? ... schwimmen oder fliegen .


...  ein paar Stunden später - Probedrucke sind fertig. Schöne Strukturen. Farbe ist alle, es waren nur noch Reste übrig . "Das kann schön werden" dies war der Satz, den AnneMarie immer sagte, wenn etwas noch nicht stimmte. Ich überschlaf es mal, manchmal ergeben sich Lösungen über  Nacht.



16. Januar 2020

"Fliegen lernen"  - schwimmen kann ich schon. Fliegende Fische können beides.


14. Januar 2020

 

Immer noch stecke ich in der Experimentierphase.

So viele neue Möglichkeiten - so viele neue Gesichtspunkte.

Aber wie bringe ich das Ergebnis von vorgestern mit dem von heute zusammen?

Am Besten gar nicht.  Morgen geht`s weiter ... Eine neue Druckplatte wartet - muß noch trocknen.

 

 

 

 

Zwei selbstständige, getrennte aber zusammengehörige Teile in zwei unterschiedlichen Arbeitsweisen - oder noch besser drei ?

Vorfreude auf morgen - mit Farben spielen -

neue Techniken ausprobieren, das bringt Abwechslung und Spannung. Inzwischen denke ich über ein verbindendes Element  zu den zwei/drei neuen Bildern nach.

Eine Idee hätte ich schon - muß aber noch üben - auch morgen ...


12. Januar 2020

Und dann hat die Nacht  doch noch ein Ergebnis ins Licht gerückt.

Die Erinnerung an gemeinsame stundenlange Gespräche über Kunst und die Welt,  Arbeitszeiten, Experimente und gemeinsame Ausstellungen.   http://www.hermine-gold.de/vita.html

Hermine hat immer an mich geglaubt und mich bestärkt. Nun vermisse ich sie sehr. Diese Papiercollage ist für sie. Wir haben vor vielen Jahren zusammen den Zauber von  "Papier" entdeckt. Teile dieser Arbeit sind von ihr.

Nun sollte dieser Hintergrund  mit noch mehr "Hermine" gefüllt werden.

Wie so viele Freunde habe ich Hermine beim kreativen Tun kennen gelernt. Sie hat zauberhafte Stoffcollagen gemacht und wir saßen uns auf einem Markt gegenüber. Sie hat bei mir in Folge Färben und Filzen gelernt und ihre speziellen  Arbeiten haben sofort Erfolg  gezeigt, Eine lange  Verbindung wurde daraus. Aber das Leben schreibt eigene Geschichten ... läßt sie jäh enden.


11. Januar 2020

Was ich weiß und was ich kann kommt nicht von ungefähr, ist mir nicht in die Wiege gelegt worden und schwamm nicht auf der Brennsuppe - wie man hier so sagt. Täglich lerne und lernte ich aus Büchern aus Unterweisungen, Schulungen , heute aus dem Internet und beim Praktizieren.

Immer begleiten mich Zweifel und immer wieder begegnen mir vorhandene Arbeiten - genau in dem Augenblick, wo ich glaube, etwas Neues entdeckt zu haben.

Bei meiner heutigen, morgendlichen Studie über eine Weberin hatte ich wieder dieses dèjà-vue. Ich entdeckte eine Textilerin aus NY.  Lenore  G.Tawney, geboren 1907, gestorben 2007.  Eine ihrer Arbeiten sticht mir ins Auge - scheint gestern  gemacht zu sein, und ist doch 43 Jahre alt.  Meine "Lieblings-Lehrbücher" sind alle "uralt" ( wie das Buch meiner Jugendjahre "Ruth Zechlin" und später die Anweisungen und Statements von Hilda Sandtner )  und doch wiederholen sich die Anleitungen - egal zu was. Die Anwendung und der Zeitgeist lassen uns die heutige Sicht auf die  Dinge zu Papier oder Stoff bringen. Unwesentlich unterscheiden sie sich von schon Dagewesenem. Wie Hilda Sandtner wurde auch Lenore Tawney  100 Jahre alt. Ist wohl was dran,  vielleicht immer am Ball zu bleiben ... und über den eigenen Schatten zu springen.

Mehr als Schatten habe ich gerade nicht vorzuweisen - aber auch Schatten schärfen den Blick und können Bilder malen. Fantasiebilder.

Lenore G. Tawney


9. Januar 2020

Schon das Zusammenstellen der Druckvorlagen macht Spaß, läßt der Fantasie Spielraum, fordert den Gedankenfluß. Und was sich da nicht  alles findet, geht man auf die Suche in Kisten und Laden - und welche Möglichkeiten sich ergeben - Brauchbares und Überraschendes und auch nur Simples findet Anwendung. Ins Licht gestellt kann man an den Schatten eines simpel zugeschnittenen Packpapiers schon die etwaige Wirkung  nach dem Druck erkennen. Strukturen für das Jurameer.


6. Januar 2020

Schneiden, nähen, bügeln, schneiden, nähen, bügeln. Eine rhythmische handwerkliche Tätigkeit. Und doch kreatives Schaffen und Gestalten. Einfache Quadrate ( 7 cm) sind aneinander gelegt für eine Babydecke. Je mehr Muster die Stöffchen zeigen, desto lebhafter das Ergebnis.  Ein kleiner Junge wird sich über die Kuscheldecke freuen. Sie wird seine  ersten Lebensjahre begleiten. Sie wird Geschichten erzählen - von Farbe und Stoffen, Mustern und Kombinationen und vom Verbinden und Zusammenfügen,  Betrachten, Tasten und Fühlen und Wohlfühlen. Für Emil.


4. Januar 2020

In der Traumdeutung stehen fliegende Fische für Freiheit der Gefühle. Na, wenn das kein Zeichen ist.

Königstein liegt am Meer. Nicht?  Doch!  Vor 150Millionen Jahren soll sich die Region am Meer befunden haben,  ein subtropisches Klima herrschte vor und es sah aus wie auf den Bahamas. Also auf ans Meer. Mit fliegenden Fischen. Freiheit der Gefühle.

Vor  dem eigentlichen Textilen Werk stehen alle möglichen Vorarbeiten.  Das handgeschöpfte  "Papier" trocknet und  wartet auf den Zuschnitt und zum Transfer von Fotos habe ich Stoffseiten vorbereitet. Jetzt kommt erst mal  ein Wochenende  mit Besuch. Ein Baby ist mal wieder unterwegs und braucht eine bunte Decke. Eine Spinnunterweisung folgt am Dienstag und dann geht es weiter mit der Anfertigung  unterschiedlicher Druckstöcke. Vage habe ich ein Bild im Kopf.


 2./3. Januar 2020

Das Ergebnis des Jahresanfangs sieht schon mal ähnlich aus wie ein Menue... Kräutersüppchen, Fisch auf Spinat und Gelatinecreme.  Der zweite Tag meines Experiments, das langsam Gestalt annimmt. Wohin der Weg mich führt weiß ich ja selten. Auf dem Weg aber begegnen mir immer wieder Geschichten - hier "flying fishes" und ich lerne ständig Neues. Genau das ist es was ich suche, weshalb ich mir immer wieder einen Pfad suche. Habe ich das Ziel erreicht, kommt sicher eine Abzweigung.

 


1. Januar 2020

Über den Dächern von Königstein, ein Blick aus dem Fenster  zum Breitenstein. Das Feuerwerk hat ein Bild gemalt.

Vom Turm der Kirche klang es ziemlich kläglich. Den Turmfalken hat der mitternächtliche Krawall  aber gar nicht gefallen.

"Der gläserne Schuh"?

"Cinderella"?

"Aschenputtel"?

Märchenzeit. Nun, ich bin kein Prinz und der Schuh passt mir auch nicht.

Aber hübsch ist er. Draußen ist es frostig und wenn man genau hinsieht, kann man große Kleinigkeiten entdecken und fabulieren ... hinter den sieben Bergen ...


31. Dezember 2019

Immer wieder Nordwärts. Norden-Süden-Norden ... Wie ein Zugvogel ... aber wer sich nicht bewegt, kann auch nicht fliegen.

So  reiste ich nach Weimar, Dessau, Berlin und "flog" wieder zurück ins Nest. Zwischen den Jahren  hatte ich nochmal ein wenig "Input" ins Gehirn und Bewegung für die Fitness und Familienleben. Je größer (älter) die Kinder und Kindeskinder werden, desto größer wird der Radius in dem sich die Familie bewegt.  "Treffpunkt"  trifft die Begegnungen hier auf den Punkt. Verläuft dann alles harmonisch und  auch noch kreativ , dann  wird schon der neue Punkt sehnsuchtsvoll angepeilt.

Inzwischen verarbeite ich das "Gesehene" und mache mich auf zu Neuem - in diesem Fall "Textilem".


30. Dezember 2019

Teepeeland. Sind es nicht die, welche am Rande leben, die den kleinsten Fußabdruck hinterlassen? Sind das nicht die wahren Helden? Abseits vom großen Konsum, ohne Haus, Auto, Flugreisen, ohne begehbaren Kleiderschrank und anderem Plunder? Die in  Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ohne nach Woher, Wohin, Wer, Wie ... zu fragen?

Der sich dieses Leben aussucht hat meinen größten Respekt.

meinen Respekt haben auch die oder der ein ganzes Haus  mit Geschichten füllt. Ein Lese- und Bilderbuch zum Ergründen für Standfeste. Ein Wimmelbild für Riesenkinder.


29. Dezember 2019

Dessau/Berlin

 

Weihnachtsmarkt auf dem  Gendarmenmarkt

Dessau, Bauhausmuseum, Die Meisterhäuser.

Input wie aus dem Lehrbuch.


27. Dezember 2019

Kreativtag, Weimar



24. Dezember 2019

Vor meinem Küchenfenster leuchtet der Weihnachtsbaum durchs Kirchenfenster der schönen alten Kirche von gegenüber. Ein schöner, stimmungsvoller Anblick.

Ich muß noch ein bischen für das Wohl des  morgigen ersten Feiertags vorbereiten. Es riecht nach Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Zwiebeln ...

4 Lammschultern sollen mit Niedrigthemperatur bis morgen im Kachelofen garen.  Zweimal Weihnachten, das verlängert die Spannung und teilt die Freuden.

Mein Festmahl  heute ist wie immer der traditionell mit Knoblauch und Salz eingeriebene Schweinehals, der  gekocht mit Sauerkraut  und Bauernbrot serviert wird. Das Rezept stammt aus dem Landwirtshaushalt meiner Schwiegereltern. Es war bestimmt für eine große Familie, schnell vor-und zubereitet  und vom für die Weihnachtszeit frisch  geschlachteten Hausschwein. 

Aus der Familie lebt  von den "Alten" niemand mehr und so versuche ich für die Kinder- und Kindeskinder die Geschichte zu bewahren - weiterzutragen. Nachher werde ich die Ruhe vor dem Sturm genießen. Eine Flasche Portwein und  der Plätzchenteller stehen parat und in einem Lichtermeer vieler Kerzen, werde ich einen ruhigen, gemütlichen Abend verbringen. Prost!


23. Dezember 2019

Noch ein bischen Deko muß sein. Referenz an das Handwerk, Erinnerung  an die Begeisterung der Kinder, wenn immer wieder ewas Neues dazu kam. Der Nußknacker hat schon viel ertragen, unzählige Nüsse geknackt. Sein Säbel und der Schnurrbart ist verloren gegangen und dem Räuchermännchen fehlt ein Arm.  Aber ist nicht  auch das bespielte, gebrauchte , ein Jahr lang verborgene Uttensil zum Weihnachtsfest , die wiederkehrenden Rituale und das Pflegen der Bräuche, die das Fest zu einem Besonderen machen?

 

Und jetzt heißt es warten ... die Zeit verkürzt mir die Kalevala, das Nationalepos der Finnen. Zwei Bücher liegen vor mir mit dieser Geschichte. Einmal ist es in Vers-oder Liedform geschrieben, das andere als Geschichte oder Märchen? Jeweils mit zauberhaften Bildern. Die Sammlung von Tellern dazu steht als Stapel auf dem Schrank - unbenutzt. Ab und zu hole ich mir einen und serviere darauf ein besonderes Gericht. Es sind ja Teller ...

 

 

 

 

 

         Warten ...


21. Dezember 2019

 

Irgendwie hatte ich gar keine Lust Weihnachtkarten zu schreiben. Ich schob es auf dem Tisch hin und her und vor mich hin. Die Einträge in meinem Adressbuch sind um ca. die Hälfte geschrumpft. Das ist ganz natürlich, wenn man in ein gewisses Alter kommt. Manche gute Freunde sind vor mir gegangen. Umsomehr sollte ich  nun  doch die schätzen, die noch den Weg mit

mir gemeinsam gehen.

Deshalb gibt es nun doch noch Grüße ... nicht zu Weihnachten sondern  Wünsche für ein tolles neues Jahr. Zeit ist ein essenzielles Thema. Nicht nur, wenn man weiß, daß sie viel zu schnell abläuft und jede Minute kostbar ist. Wir haben es in der Hand, wie wir das Stundenglas füllen oder leeren. Doch, doch, wir haben ... es ist der Anspruch an  den Inhalt, der uns das Gefühl gibt, wir hätten keine Zeit. Darüber nachzudenken lohnt sich.

So gehen sie denn nun morgen auf den Weg, die guten Wünsche für das neue Jahr. Ein dickes Bündel Wünsche. Gesundheit steht oben an, gefolgt von sonnigen, fröhlichen, genußvollen, glücklichen .... vor Allem gemeinsamen Tagen. 365 wollen gefüllt sein in der Sternzeit 2020.  "Sternzeit" - Jeden Tag ein Stück vom Himmel" las ich heute...Das kriegen wir doch hin? Holen wir es uns ...


20. Dezember 2019

Geht man in Nürnberg abseits der wuseligen Weihnachtsmarktbesucherrouten,

kann man noch hübsch geschmückte, ruhige, stimmungsvolle Ecken entdecken. Der Bratwurst-, Glühwein- und Lebkuchenduft liegt über der gesamten Innenstadt. Meidet man die Stände auf dem Christkindlesmarkt, die diesen Duft verursachen, kann man sogar durch manche Budenreihe schlendern und ein bischen Weihnachtsglitzer erhaschen ohne durch die Reihen geschoben zu werden und manch nettes Angebot finden.

 

 

 

Und wie wäre es denn mal, anstatt Bratapfel, eine "Bratbirne" zu probieren?

Kann ich sehr empfehlen.


17. Dezember 2019

 

"Für Johanna" -

Was für eine schöne Idee - ein Vorweihnachtspäckchen lag heute in meinem Briefkasten. Der gemütliche Nachmittag ist gesichert. Vielen Dank Weihnachts-frau!

Nun sollte ich vielleicht doch noch italienisch lernen - oder mich   nur auf die Klänge konzentrieren.


14. Dezember 2019

 

Freitag der 13.? Was soll`s ... Samstag der 14. kann`s toppen. Es war einmal eine Kiste voller roter Weihnachtskugeln ... Ich brauche sie sowieso nicht mehr und Scherben sollen ja Glück bringen? Ich setze mich mal in die Ofenecke und warte. Passieren kann da ja nichts ...


Freitag der 13.

Er hat sich schon am Morgen nicht freundlich gesinnt gezeigt. Nicht nur, daß ich früh aufstehen mußte, nein ich habe den Zug verpasst. Direkt vor meiner Nase ist er am übernächsten Gleis abgefahren. Hätte ich mal auf den Abfahrtsplan geschaut. Nun, kein Problem, dann eben doch mit dem Auto, zumindest bis zum nächsten Umsteigehalt. Zug um 1/2 Minute versäumt. Der nächste ist dann planmäßig im Bahnhof eingefahren. Es wäre nicht der Fr. der 13. wenn jatzt alles glatt gegangen wäre. Mein schöner Wollschal ist alleine wieder nach Hause gefahren. Als ich es bemerkte, war er wohl schon angekommen in irgendeinem neuen Zuhause. Nein, nein, sie ist noch nicht zu Ende die Pechsträhne. Nach einem bunten Nachmittag stehen wir auf dem Bahnsteig für die Rückfahrt. Vergewissern uns auf der Abfahrtstafel-und Anzeige, daß es der richtige Zug ist und sitzen fast alleine - eine Stunde ... dann fährt er ab. Auf einem Umweg erreichen wir knapp vor dem 14.Dezember  unseren Zielbahnhof. Der Zug fuhr an diesem Tag von einem anderen Gleis ab. Ohne Durchsage . Wenn einer eine Reise tut ...


11.Dezember 2019

Nochmal  einen Tag in der Backstube verbracht. Die Schlesischen Pfefferkuchen aus dem Rezeptbuch meiner Schwiegermutter fehlten noch. Nach vielen Jahren Mißerfolg habe ich unserer Oma mal über die Schulter geschaut. Und siehe da, das Geheimnis des Besonderen steckte im Detail. Aus 5 Löffel wurden schnell mal 10 und unter "Nüsse" verstand sie je einen Teil Hasel-Walnüsse und Mandeln. Das macht schon was aus im Geschmack. Und mit den Gewürzen war das ähnlich. Das von ihr verwendete gibt es aber seit langem nicht mehr und so habe ich auch mal so nach Gefühl gemixt.

Aus ihren Dosen, die jedes Jahr wieder gebraucht werden und die weihnachtlichen Gerüche bergen. So lebt sie weiter, als stünde sie noch in der Küche.

Und danke, Johanna D. für das Grubentuch, das meine Küche ziert und immer griffbereit ist. Es sind die kleinen Dinge, die später übrig bleiben.  Wir sollten sie erhalten und schätzen.

Rezept:   Schlesische Pfefferkuchen

2 Pfund Mehl,

3/4 Pfund Zucker,

3/4 Pfund Honig,

4 Gelbei,

1/2 Pfund Butter

1 1/2 Päckchen Hayma Pfefferkuchengewürz

1 Päckchen Hayma Triebkraft

3 Eßl. Kakao

1/2 Pfund Nüsse

1/2 Pfund Haselnüsse

200  Mandeln geschält

Zitronat 125 g

 

Zucker, Honig, Butter in einem Topf zerlaufen lassen. Gewürze, Mehl, Kakao und Triebkraft untermischen  und mit den geriebenen Nüßen, Zitronat  und Eiern verkneten. Teig in zwei Hälften teilen und noch warm auf  je ein Backblech ausrollen.

Eine Hälfte mit Marmelade bestreichen und mit der zweiten Hälfte bedecken.

Nicht zu lange backen bei ca 160°.  Mit Couvertüre bestreichen und noch warm in Quadrate schneiden.

Hier noch die Geschichte zu "Hayma Pfefferkuchengewürz" - lesenswert!!!

"Es ist nicht bekannt, wer Inhaber der „Hayma-Werke Hermann Galle’s Nachfolger“ war und das Unternehmen nach Flucht und Vertreibung 1945 in Bückeburg wieder begründete.

Es war ein lohnendes Geschäft, denn die Menschen, die zum Ende des Krieges und danach ihre Heimat verlassen und dabei in den meisten Fällen ihren gesamten Besitz zurücklassen mussten, litten gerade in der Vorweihnachtszeit besonders stark unter Heimweh und Heimatsehnsucht. Wenn in diesen Wochen der bekannte Duft des selbst gebackenen Pfefferkuchens mit den vertrauten Gewürzen aus der Vorkriegszeit durch die Stube und das Haus zog, half dies über manche traurige Stunde hinweg."

Dieser letzte Satz trägt wohl auch zu unserer Familiengeschichte bei, zum Duft der Weihnacht.


10. Dezember 2019

Der Nicolaus hat mir ein Päckchen gebracht. Soll ich nun warten bis nächstes Jahr oder kann ich mich gleich daran erfreuen? Ist ja eigentlich überfällig. 4 Tage zu spät und das obwohl kein Schnee weit und breit zu sehen ist. Was hat ihn aufgehalten?
Die nächste Stunde werde ich mit den Grüßen aus dem Jenseits verbringen. Sicher wird das meine Stimmung nicht heben, aber der Tanz um den Weihnachtsbaum beginnt ja erst in 14 Tagen ... Dann noch ein Glühwein und dazu Dexter Gordons Balladen  - das geht gar nicht. Was nun? Company Segundo. Er sagte einst: "Ich sitze nicht in der Ecke und warte auf den Tod. Der Tod muss mich schon suchen. Mir gehts immer noch gut. Ich hoffe, hundert Jahre alt zu werden und dann noch eine Verlängerung beantragen zu können".   95 Jahre hat er geschafft. Schade, daß  auch die "Guten" gehen müssen. Aber ihre Musik bleibt.  Ein bischen Reise planen zu dieser Musik und die Stimmung steigt wieder an ...


6. Dezember 2019

Mein Blick zum Waldrand heute morgen traf auf  Puderzuckerbaumspitzen. Passend zum Nicolaus,  Weihnachtsgebäck und Geschenke verpacken. Wie gemalt sieht der Wald aus. Wer es jetzt noch nicht glaubt, ist vielleicht  spät dran , wird es eilig haben. Auch wenn vorher noch drei Kerzen abbrennen müssen.  Es sind keine drei Wochen mehr bis Weihnachten.


Winterträume - Doping mit Mohnstollen.

 

5. Dezember 2019

Versuch: Orientalischer Christstollen. Gesehen in einem Cafè in Weimar. Experiment gelungen. Inhalt: Gewürze, Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Orangeat, Citronat, Datteln, Feigen, Rumrosinen, Honig, Dinkelmehl, Hefe. "Zucker, Butter, Eier, Mehl, Safran macht den Kuchen gel.".. Nein gel ist er nicht, Safran hätte noch gefehlt. Der Anschnitt aber duftet verführerisch. Noch muß er aber durchziehen, zwei bis drei Wochen. Aber probieren? Werde ich!

Ohne Basteleien in der Weihnachtszeit geht es nicht. Die kleinen Weihnachtsmänner, die hinter dem Stollen hervorspitzen, täuschen. Es ist etwas gaaanz anderes, das hier auf Weiterverarbeitung wartet.

Auch ein Mohnstollen ist bereits fertig- und der Teig für die Lebkuchen auch. Weihnachtsduft liegt in der Luft.

Handarbeit? Alles Handarbeit. Nur Textiles, das muß warten.


1. Dezember 2019

Das 1. Adventswochenende fängt mit  "von Allem etwas" an. Ein bischen stille Gassen, ein wenig BuchKunst, etwas Sternenstaub und Weihnachtsduft. Was fehlte? Ein, zwei oder drei Schneeflocken vielleicht? Es gibt ja noch drei Adventswochenenden, vielleicht klappt`s ja noch.