3. Juli

Draussen ist es trocken (noch) und  immer noch extrem heiß. Drinnen möchte ich nicht bleiben, dazu ist der Winter da. Wandern? Faul im Liegestuhl liegen? Ans Meer? Wandern, dazu ists mir zu heiß. Liegestuhl, das kann ich mal vorübergehend, aber dann wirds langweilig... Ans Meer ists mir zu weit und als Rentnerin hat man ja auch Termine zwischendrin ;-) Also habe ich mein Auto zum Schlafzimmer umgewandelt, ein bischen Küche und Bad eingeladen und fahre gen Süden. Nein, nicht ans Meer und nicht in noch mehr Hitze. Bayrischer Wald: entlang der Flüsse die mich zur Donau führen und dann den Inn entlang. Immer mit der Gewissheit, von überall bin ich gleich wieder zu Hause. Und ja, dann macht auch wandern Spass, und schwimmen in See und Fluß und wenns sein muß auch mal faul sein. Hauptsache nicht zu Hause bleiben sondern Unterwegs sein. Und wie immer, "Der Weg ist das Ziel". Noch ein Leitspruch, der mich täglich erinnert, dass da noch was Spannendes   ???  kommen kann, wenn man sich nach Draussen  bewegt...

" Der Zufall führt dich an Orte, von denen Dein Plan nicht mal etwas ahnt"

Also los  gehts...Das "Draussen" wartet.


29. Juni

Kater  Abed verläßt mich wieder, wird abgeholt. Mein freies Leben beginnt wieder. Es bleiben mir keine kulinarischen Aufgaben zu erfüllen, kein Gekuschel und Gekraule. Keine Unterhaltung, bei der nur einer versteht um was es geht, bzw. der Angemiaute die Wünsche ignoriert. Kein schlechtes Gewissen, weil der Kater alleine zu Hause bleiben muß. Kein früh aufstehen, weil Kater an der Türe kratzt.

Aber ja doch, es ging uns drei Wochen sehr gut.


29. Juni

Ein neues Kleid hat mich gefunden. Dazu muss man wissen, daß dies neben einem fürs Theater das Einzige ist. Es war zu kurz, hatte aber Biesen. Nun, ich habe es also verlängert und die sichtbaren Stiche der aufgetrennten Naht zur Veredelung durch Stickstiche verziert. Ja, und nun bin ich zufrieden. Es trägt sich wunderbar. Ist eben Leinen. Wie zu Großmutters Zeiten von Hand bestickt. Rundum in Reihen. In mehreren Reihen. Und nein, das geht nicht an nur einem Tag. Ein Kleid, das sich "von" nennen darf. Von der Stange, aber trotzdem ein Unikat.


27. Juni

Endlich Regen? Abends gehe ich meist noch "eine Runde" laufen. Der Himmel zeigt mir, daß es Zeit für den Heimweg ist. Noch ein Abstecher durchs Kneippbecken - und mit dem ersten Regentropfen und Blitz erreiche ich die Haustüre. Eigentlich wollte ich noch den mit Rosenblütenblättern bestreuten Weg kehren, mein abendlicher Sport😏aber heute wird vielleicht mal nass gewischt😎.


24. Juni

Junimonat - Rosenmonat - Marmeladenmonat -

Dies Jahr ist die Rosenblüte zwar wieder überwältigend, aber kurz. Es ist einfach zu heiß und zu trocken. Die Blüten leben nur einen Tag, vielleicht zwei. Gut, daß unterschiedliche  Rosen zu verschiedenen Zeiten blühen. Nacheinander. Es ist die Sortenwahl, die dieses kurze, üppige Rosenblühen verursacht. Historische, einmal blühende Königinnen haben wunderschöne Farben und umwerfenden Duft, sind aber eben nur einmal blühend. So versuche ich, den Duft und die Besonderheit der Blüten zu konservieren. Vieles ist möglich. Rosenzucker, Rosensirup, Rosengelee, Rosenlikör ...

Vor vielen Jahren hatte ich anlässlich  der offenen Gartentüre meiner Kinder Rezepte zusammengetragen und habe das Heftchen nun auf dem Küchentisch liegen ... Die ersten Johannisbeeren und kleinen Walderdbeeren sind auch reif und so stehe ich eben immer wieder in der Küche. Und nasche ...

1 liter Blüenblätter, 100g Zucker, etwas Zitronensaft,   mit 1 liter kochendem Wasser übergiessen, ziehen lassen, bis  Farbe und Geschmack ausgezogen sind.Menge erhöhen, je nch dem wie lange der Genuß reichen soll. Absieben und nochmals  kurz aufkochen,  in Flaschen abfüllen .  Mit Eiswürfeln wie Limonade oder vermischt mit Rosèwein genießen.


16. Juni

29 °... ein Rundgang zwischen Rosen. Wenn ich die Fenster öffne zieht ein Duft durch die Räume, wie in einer Parfümerie ...auch wenn man um die Hausecken kommt... Die Farbenpracht ist unbeschreiblich. Jede Rose hat eine eigene Farbschattierung, einen eigenen Charakter. Gemeinsam haben alle, daß sie nur einmal blühen. Das aber üppigst obwohl in nicht gerade bester Lage.  Gemeinsam haben sie auch die Herkunft. Es sind historische, alte Sorten. Ayshire Queen, Rosa Muscosa rubra, Stanwell Perpetual,  Quatre saisons, Tuscany superb, Reine des violettes, Ghislaine de Feligonde,  Great Maidens Blush , Mme. Boll, Rosa Majalis, Mannings Blush, Felicitè, Rosa inermis morletti, Multiflora, Mme Hardy, Agnes , Reine Victoria, Himalajan Musk  u.s.w.... Schon die Namen sind eine Verheißung.  Dazu noch ganz wenige, die den Sommer über weiter blühen oder im Herbst noch Blüten tragen.  Nach dieser üppigen Pracht kann ich dann getrost  in andren Gärten grasen. "Bald gras ich am Neckar, bald ..." singen und den Garten Garten sein lassen. Obwohl er auch dann noch seine Reize hat. Aber Hochsaison ist " Jetzt".


14. Juni
Heut hab ich mein erstes Abenteuer mit dem 9€ Ticket erlebt. Sehr gemütlich auf den Stufen an der Zug-Türe. :-( . Meckern gilt nicht. Bei 9 € für einen Monat Bahn fahren - da  geht Kritik nicht. Irgendwie hat da jemand nicht richtig nachgedacht. Es war zu erwarten, wie es gekommen ist. Über die Fahrgäste möchte ich eigentlich schweigen. Aber es war doch sehr aufschlussreich, vielleicht auch witzig. Auch ich habe mich wiedererkannt in der Hausfrau oder Rentnerin. Unterschied: Ich fürchte mich generell nicht alleine durch die Welt zu reisen und tue das auch ausgiebig.  Meine Storys erzähle ich  aber auch nicht rundherum hörbar mit Megafon. Welch verpasste Chancen der Kommunikation zwischen Mitreisenden... Ob ich das Erlebnis nun bald wiederhole ?  Doch, schon, aber nicht mehr auf den Eingangsstufen im Zug. Regensburg aber war dann doch  wie immer wunderschön und egal wie, die Donau wird mich immer wieder locken.

 


13. Juni

Ein Spielplatz? Ja, ein schöner. Und ich begleite ihn schon viele Jahre. Zur Landesgartenschau 1996 "Leben am Fluß" wurde hier ein Park gestaltet. Die Vils durchzieht das Gelände und überall sind Skulpturen und schöne Plätze. Mein Fahrrad brauchte Auslauf und ich entschied mich für diesen Ort. Und ich hatte Lust auf eine Currywurst, die hier frisch gemacht und wirklich gut schmeckt. Ab und zu darf das sein. Zum Abschluss noch ein Eis und ein kleiner Stadtbummel und das Spiel ist für heute gelaufen. Jetzt steht ein Arbeitsprogramm an. Und ja, auch immer wieder Textiles. In Gedanken häufen sich Ideen und Objekte, der Weg und das Gesehene inspiriert mich immer wieder. Ein Tag ...kann lang sein, hat er doch 24 Stunden.


12. Juni

"lazy sunday afternoon" ... eigentlich ein ganzer fauler Tag. Liegestuhl und lesen, muß auch mal sein. Und abends werden die Faulen fleissig, ist das so? Ich gehe einmal um den See, genehmige mir ein Abendessen und ein Bier ...und einen Sonnenuntergang. Zum Schwimmen hat mich der See nicht gelockt ...  noch viel zu hell - und ohne Handtuch und Badeanzug ... dazu war noch eindeutig zu viel los.


10. Juni

Hiiilfe! Wo fang ich an... ? überlässt man den Garten mal sich selbst, zeigt er, was er kann. Unüberschaubar ist die " to do" Liste. Am einfachsten erst mal in den Liegestuhl und tief durchatmen ... OM

So bin ich denn auch wieder Zuhause. Hatte ich vor der Waldblüte blöderweise schon mal mit dem Auswischen des Winterstaubs begonnen, so durfte ich jetzt die ersten zwei Tage nochmal von vorne beginnen. Der gelbe Teppich verteilt sich bei jeder Bewegung neu und  es bleibt nichts anderes übrig ausser nochmal  mit Sauger und Wischlappen durch die Räume zu fegen. "Fast" habe ich es geschaff ... Manchmal hilft es auch die Türen fest zu schliessen und einen Raum gar nicht erst zu betreten - eine kleine Pause machen. Oder - Ortswechsel. Denn der Garten rächt sich  auch, wenn er übergangen wird. Löwenzahn und Co treiben Scherze mit mir. Besonders die zauberhafte Winde. Ignoriere ich sie, hat sie in kurzer Zeit alles eingewickelt. Ein Geschenk der Natur sind die Rosen. Jedes Jahr, seit 2000 blühen sie um die Wette. Eine ist schöner als die Andere und ich kann mich nicht satt sehen an der Pracht. Nachtviolen, Rosen, Kletterhortensie, Geißblatt und andere Duftpflanzen kreieren ein einmaliges Duftpotpourri. Egal was ich gerade tue ... dazwischen muss immer wieder  eine Genusspause sein um alles auch von  unten zu betrachten. Ach ja, und Besuch habe ich auch. Kater Abed darf mir zusehen beim Kochen,Backen, Putzen, Garten pflegen ... Mann halt. ;-)


4. Juni

Ein lehrreicher Tag. Wie alt ist ein Baum, wie dick, wie schwer? wieviel Bretter ergibt ein Baum, wie sieht er von innen aus? Welche Farbe, Eigenart und...und ...und -

ein Ahorn erzählt. Groß, schwer und wunderschön. Ein echter Schatz. Ich bin sehr  gespannt, was einmal aus ihm werden wird. Schon die Struktur und Maserung der Abfälle inspiriert mich. Schade, mit Holz kann ich nicht arbeiten, aber vielleicht gelingt mir ja etwas Textiles in Kombination, ist doch mein Logo " Text, Textur, Textil" ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Smaltalk mit Ziege ... sie hatte es auf mein Leinenhemd abgesehen ---Ziegen sind eben edel.


3. Juni

2 Stunden Spaziergang in der Binnen - Sanddüne von Klein Schmölen. 2 km lang, 600 m breit und 30 m hoch. Das hört sich nicht spektakulär an. Aber zwei Stunden auf und ab  im Sand ... Ganz schön viel Zehengymnastik.   Dann noch einen Abstecher nach Rüterberg an die Elbe. So  viel Sonne, Blau , Wärme und  so viel Horizont und Weite!


 1. Juni

Heute war wieder ein spannender Tag ... Lost places finde ich abenteuerlich. An diesem holt sich die Natur zurück, was ihr in den 30igern genommen wurde. Eine Flohmarkthalle war aber das eigentliche Ziel. (Nachschub an Leinen) und unterwegs kreuzte eine Kussfabrik ... Sehr leckere Ausnahme von der Regel. Ja, wer eine Reise macht, kann viel erleben.


31.Mai

Nordwärts .. ein bisches Meeresluft, Seefahrerflair, Flanieren am Hafen und Bummel durch Wismar. Landgang Nr. 7 (www.traum-ferienwohnungen.de/199815/?persons=1)   - Ferienwohnung mit Hafenpanorama ... Möven, Fisch und Schiffe ... Ich spinne Seemannsgarn ...


28. Mai

Landleben in der "Griesen Gegend" und ein Spaziergang an der Elbe .

 


26. Mai

Schokoladentage. Der Weg ist das Ziel : Weimar, Erfurt, Quedlinburg, Wendland ... Es ist einfach zu schön quer durchs Land zu fahren. Der Wechsel der Landschaft, die unterschiedlichen Bilder von Stadt und Orten, die man durchquert ... und obendrein noch  der Wechsel des Wetters. Zu Hause ist es auch schön,sehr schön -  aber erst, wenn ich wieder einmal ausgiebig gereist bin. Der Wechsel zwischen hier und da und dem Einen und dem Anderen ist das, was ich am Leben geniesse.

Nach dem Stadtbummel durch Erfurt und  der  Altstadt von Quedlinburg  - Landleben und Landpartie im Wendland ...


21. Mai

Wanderung nach dem Sturm. Der Wald ist übersät mit Blättern und Zweigen, Stämme von dicken , alten Baumriesen liegen quer über die Wege. Wir, das sind 7 Personen unterwegs auf einer CoronaNachGeburtstagsfeierWanderung. Sonst am Tisch versammelt zum Plaudern und Geniessen ... heute mal mit Anstrengung. Bei schönem Sonnenwetter um den Happurger Stausee mit Berg und Talweg auf die Houbirg. Und  ja, schon wieder. Auf dem See  Segelbote, am Seeufer Angelparadiese (wers mag, mir wäre das zu langweilig). Auf der Seeterasse Hochzeit und Bikertreff. Für Jeden etwas, Freizeitträume ... auch erste Schwimmer im See. An versperrten Wegen  beim Abstieg mußten wir  schon mal nach einer Alternative suchen, so findet man auch sonst verborgene Steine....auch mit modernen Hieroglyphen. Wir beenden unseren Abenteuerwanderweg im Kaffee "Glücksmühle"  in Happurg bei Kaffee und Kuchen...

 


20. Mai

Heute ist Weltbienentag. Zum Insektensterben hatte ich 2020 einen Bienenquilt genäht.  Wann werden  auch die letzten Kiesgartengestalter aufwachen? Wann die letzten Giftspritzer kapieren was wichtig und was unwichtig ist und die letzten Unkrautjäger unterscheiden zwischen Nützlichem und Unnützem ... ???


20. Mai ..... nachzulesen auf Blog 15