24.Mai 2019

 

Draußen ist`s grau in grau. Der Blick aus dem Fenster  ist trist. Meer und Himmel fließen Ton in Ton ineinander. Der Wind peitscht Regen und Wellen vor sich hin ... Zeit um an etwas Farbigem  zu nadeln. Der im vorigen Jahr begonnene "Sommerquilt" liegt vor mir in noch kleinen und kleinsten Rechtecken - mal sehen, ob er dies Jahr fertig wird? Eigentlich sind es immer nur Sonnentage im Liegestuhl, die hier bis jetzt vernäht sind - aber Ausnahmen bestätigen die Regel.


23. Mai 2019

Dänemark - gestern:heute

Vor 67 Jahren bin ich das erste Mal hier in Aarhus aus dem Zug gestiegen. Mit einem Namensschild um den Hals durfte ich als 6 jährige diese Reise machen. Ich seh mich noch heute in dem riesigen, alten, schönen Bahnhof stehen. Kein Wort verstand ich, als mich die Gasteltern mit einem großen schwarzen "Adler" abholten. Es roch nach Benzin und Zigarre und ich schlief auf der Fahrt ein.  Für mich eine neue Welt. Heute spreche ich die damals erlernte Sprache immer noch aber diese Dänemarkwelt ist  nun nicht mehr neu, sondern alt. Alt, weil die meisten Menschen, die mich damals begleitet haben nicht mehr sind, die Orte sich verändern ... eben nichts mehr ist wie es war. Es ist ein neues "mein Dänemark".

 

Zum Hafen von Aarhus gibt es eine Geschichte.

Wir waren, wie so oft, in den Ferien auf Jütland. Ein Besuch in Aarhus ist meist angesagt, gibt es ja hier einiges zu sehen. Nach Interesse haben sich die Familienmitglieder am Hafen immer getrennt und auch hier wieder getroffen. Nicht an diesem Spätnachmittag. Vater ist mit Sohn nicht pünktlich. Auch nach längerem Warten ist er immer noch nicht da. Es beunruhigt, denn das ist nicht die Norm- eher nie der Fall. Ausser eben heute. Da kommt ein Mann  auf uns zu. Sieht etwas aus wie ein Seeräuber. Mit Tatoos an den Armen , kahlgeschoren - mit einem schwarzen Outfit  ... damals, vor ca 40 Jahren eher nicht die Norm. Er fragt ob wir auf Vater und Sohn warten ??? Ungern, aber notgedrungen folge ich ihm, Töchterchen fest an der Hand - darf mir ja nicht anmerken lassen, daß ich zweifle . Der "Pirat" erklärte mir nämlich, Vater und Sohn säßen bei seiner Fischerhütte und äßen Makrele - frisch geräuchert. Beide hassen Fisch - kann also gar nicht sein. Wir überqueren eine Straße Richtung Wasser, klettern über Zäune und schlängeln uns um die Fischerhäuschen. Den Weg lang  begleiten mich Alpträume, Gedanken von Entführung und Verschleppung, Sklavenhandel ..... aber da sitzen sie mit breitem Grinsen und essen tatsächlich  "geräucherte  Makrele". Der Seeräuber war ein augewanderter Kneipier aus Köln und der Besitzer der Kneipe an dem Platz, wo wir uns immer treffen. Er hatte sich über den deutschen Besuch so sehr gefreut, daß er Makrelen "for free" bzw.  gegen eine Plauderstunde spendierte. Und sie haben wohl auch geschmeckt, die Fische.

Heute sind die Fischerhäuschen alle riesigen, exotischen Hochhäusern, Wohnblocks und einer Hafenanlage für Angler und und Spaziergänger gewichen. Eine völlig andere Welt ist entstanden. Aber "Harmonien",  die Kneipe, die gibt es noch.


 22. Mai 2019

Dänemark zeigt sich bewegt und bewegt ...

 

 

 

 

                             der Himmel stürmt  und weint ...   

 

 

 

 

 

Urnenbeisetzung von Elly


19. Mai 2019

Dänemark zeigt sich  weiß und blau ...

Dänemark zeigt sich weiß und gelb ...

Dänemark zeigt sich  weiß  und rot ...

Frühling in Dänemark. Es grünt und blüht und der Himmel ist weißBlau und es duftet nach Flieder und Strandrosen ... und nach Land und nach Meer ...


16. Mai 2019

Frühlingszeit birgt viele neue Möglichkeiten der Beschäftigung. Meist außer Haus. Ich gehöre noch zur Smartphoneverweigerer-Generation, bin also außer Haus " off-line". Bewußt. Ich finde es einfach gruselig zu sehen und zu hören, wohin die Blicke der Mitmenschen gehen. Egal wann, wie und wo - klingelts ...und alle sind parat. Wer kann sich denn noch konzentrieren auf das, was ihm begegnet? Keine Ahnung - aber ich bleibe "offline" -   obwohl es manchmal verlockend wäre, so ein kleines Lexikon mitzuführen. Klein, handlich -smart..

Frühling, das ist draußen. Im Garten. Auch wenn er klein ist, manches muß doch neu geordnet werden.

Frühling, das ist auch im Wald, auf den Wiesen, am Wasser. Lange Spaziergänge ... da bleibt wenig Zeit für den textilen Bereich. Langsam wächst in dieser Jahreszeit  eine begonnene Arbeit. Aber sie wächst. Dazwischen gibt es auch kleine, neue Werke, wie diese Schachtel - Ein Nachtwerk. Sie wird als Geschenk eine Reise in den Norden machen.

Auch dies ist "Textil" .  (hier ist das Cover Leinen, das  Futter Stoff)     Mit so  vielen Möglichkeiten gestaltet kann man Schachteln bauen. Schachteln, die auch bei täglichem Gebrauch ein Leben lang schön bleiben.  Schachteln mit Innenleben, Schubladen, Geheimfächern .... Mit qualitativ hochwertigem Karton, Buchbinderleim , Buchbinderleinen und stabilem Papier . Milimetergenau gearbeitet, entsteht ein einmaliges, persönliches, künstlerisch oder  praktisch gestaltetes Werk-Stück. 

Wie gerne würde ich doch mal wieder  so ein Werkstück in einem Workshop entstehen lassen. Die unterschiedliche Gestaltung zu einem Thema bringt ja auch  immer wieder neue Sichtweisen.


10. Mai 2019

 

Es plätschert  - manchmal von ganz  oben, heute mal  auch aus dem Brunnen.

So ein schöner Tag  - da war Gartenarbeit mit einer langen Kaffeepause in der Sonne angesagt.

Und ein bischen Textiles hab ich auch noch erledigt, muß ja sein, denn von nichts kommt ja bekanntlich auch nichts. So bin ich dabei eine Art von Bestandsaufnahme zu machen und Fragmente zu ordnen-  aus manchem Unfertigen  eine Geschichte zusammenzustellen und mit Details zu ergänzen. Fühlt sich gut an, aus Vorhandenem schöpfen zu können. Und die neu angefangene Arbeit wächst auch -Stückchen für Stückchen...


6. Mai 2019

 

Am Wochenende war ich mal wieder verreist. Die Messe  "Nadelwelt" in Karlsruhe hat mich gelockt. 40 Ausstellungen, da braucht es einige Zeit um alles anzusehen. Nicht Allem gilt mein Interesse, doch vieles war dabei, sehenswert, kreativ und inspirativ.

Letztendlich habe ich mich dann noch vor Ort entschieden das nächste mal ein Teil der Ausstellung zu sein. Habe ich nicht einiges zu sagen? Habe ich nicht eine Menge Arbeiten parat? Habe ich nicht noch viele unfertige Arbeiten , Ideen und Gedanken in der Schublade ? Ein "Termin" spornt mich an, weiterhin im textilen Bereich nach Möglichkeiten zu suchen und meinen Tag zu "verstofflichen", weiter  einzutauchen in die Welt der Nadel, Faden, Gewebe, Fasern, Farben und Formen.

 

 

so versuche ich mich weiter an meiner im April begonnenen  Arbeit, Gedanken zu einem Thema, das mich bewegt. Es ist die  generelle Frage:

"Was bleibt" ?

 

 

Was bleibt von dem was ist, was gewesen und was sein wird. Was bleibt von all dem, das uns wichtig erscheint? Was bleibt von uns selbst?

Es bleibt spannend die Arbeit wachsen zu sehen, neue Elemente zuzufügen und  Gedanken zu ergänzen.  Heute habe ich den ganzen Tag Laub produziert. Laub aus Wolle. Gefärbt mit Curcuma auf Indigo. Für grünes Laub.

 

und weil noch Farbstoff übrig war fanden auch noch Stoffrestchen eine Erneuerung. Schnipselvorrat.


28. April 2019

 

Stadtführung in  Königstein. Für dieses Ereignis wurde eine Wasserleitung in meinem Garten  installiert. Schließlich war es eine Besonderheit, daß das Königsteiner Schloß schon seit dem Mittelalter mit fließendem Wasser versogt wurde. So bekam auch das Pfarrhaus eine Wasserleitung. Sie wurde 1575 als erste im Sulzbacher Gebiet erbaut. Für diese "neue - alte"  Wasserleitung durch meinen Garten kam ein hohler Baumstamm zum Einsatz. Ich hatte ihn vor vielen Jahren  ausgehöhlt. Er mündete bis jetzt in einen Trog. Nun kam er zu neuen Ehren. Sieht doch fast "echt" aus?


25. April 2019

 

Nachdem die Anreise auf der Autobahn anstrengend und lang war, wegen der vielen Stau`s zog ich es vor den Heimweg auf der Landstraße zu nehmen. Das war nicht weniger anstrengend oder kürzer, aber wesentlich vergnüglicher. Auf der Fahrt über Land war ich fast alleine auf den kleinen Nebenstraßen und in zwei Orten machte ich einen kleinen Stadtbesichtigungsrundgang. Herzberg und Torgau, mitten in der Woche und ohne Tourismus ... ganz eigenartig.


Ostern 2019

 

Wochenende, Geburtstag und Ostern - alles auf einmal. Bietet sich doch zum Feiern an?

Ferien in Röbel an der Müritz war dann die Option. Gebucht mit Osterhasen und Sonnenschein. Und das sah dann so in etwa aus:



17. April 2019

 

Ostereier färben - the same procedur as every year ... heute mal im Garten in der Sonne.

 

 

 

Ein Blatt Küchenrolle o.ä.  mit kleingeschnittenen Blättern, Zwiebelschalen und Blauholz belegen. Ei drauflegen und das Papier fest um das Ei wickeln und festbinden- mit Faden umwickeln. Das Material muß fest am Ei aufliegen, denn da, wo das Ei bedeckt ist, kann kein Farbstoff einwirken, nur die Pflanze selbst gibt etwas Farbe ab. Kochen, hart oder, wenn es aufgehoben wird auch extrahart. Das ergibt dann ein geflecktes, ungleichmäßig gefärbtes Ei. Jedenfalls ein Überraschungsei.

 

 

 

 

die zweite Möglichkeit ist, kleine Blättchen in Wasser legen. Die nasse Pflanze auf das Ei legen und festdrücken. Mit einem Strumpfstückchen oder  "Fingerling"(Apotheke) überziehen und zubinden. Auch hier  dient das Befestigen der Pflänzchen der Reservierung.  Das Ei in einer Pflanzenfarbe kochen. Ich nehme dazu: Cochenille, Krappwurzel, Walnußschalen, Henna, Zwiebelschalen  oder Curcuma.

und das sind dann die Ergebnisse:


6. April 2019

 

Draußen kribbelt, krabbelt es , die Vögel singen und es blüht überall, auch auf meinen Ostereiern.

Frühjahrsputz - da könnte ich ja mal den Bestand an Ostereiern prüfen. 40 Jahre ist es her, daß ich auf einem der ersten Ostereiermärkte stand. Jahr für Jahr habe ich viele hundert Eier bemalt. Nicht viel davon sind übrig, denn meine eigenen habe ich ja weiter gegeben. Habe dafür Kunstwerke meiner Kolleginnen gesammelt.

Der "Hype"  ist vorbei - Eier sammeln unmodern. Und doch sind sie liebenswert geblieben Kleinode mit 1001 Gestaltungsmöglichkeiten. Ich muß mich doch sehr zurückhalten um nicht schnell  noch zu Pinsel und Aquarellfarbe zu greifen und die Früglingsblüher auf Ei zu zaubern ...

 

 

 

 

 

 

Es wäre ja aber auch eine Alternative den Sammlerschrank mal zu entstauben und alle Eier  neu zu ordnen- die Zeit der Eiermärkte nochmal vorbeiziehen sehen.


3. April 2019

 

 

 

 

 

 

 

"Draußen nur Kännchen" - wer kennt das noch? Man sagt ja alles wiederholt sich irgendwann ... hier mal wieder Filterkaffee, einst verpönt, heute hoch aktuell. Mal nicht mit Milch und Zucker- aber mit Sonne.

neben Kaffe und Kuchen wird aber hier auch gearbeitet. Wenn nicht im Garten, so in der Werkstatt. Eine neue Arbeit wächst. Am liebsten ist es mir, mal hier mal da und mit unterschiedlichem Material. Hier mein erster Versuch Filz mit Stoff zu kombinieren. Irgendwie passte das immer nicht in meine Vorstellung. Entweder ich filze, webe, oder ich nähe, sticke. Aber, wenn ich nicht jahrelang an dieser Arbeit sitzen möchte, so muß ich die Vorstellung von Moos, und Überwachsen  mit Gefilztem gestalten. Dann bleibt noch genug für die Nadel zu tun übrig. Noch ist das nur ein Versuch, gestaltet wird während des Arbeitsprozesses. Passt was nicht - fühlt es sich nicht richtig an, so wird alles verschoben, aufgehoben oder neu angeordnet. So ist das Spiel. So bleibt es Spiel.


30. März 2019

 

Nach einem Tag Gartenarbeit gibts zur Belohnung  "Bärlauchsalat". Nun ist er auch in meinem Garten groß genug um geerntet werden zu können. Salat mit dem würzigscharfen Kraut  - das ist mein Favorit. Gut daß  diese Zwiebel sich immer noch neue Orte sucht und im Garten kreuz und quer umherwandert.

Einträchtig wächst Bärlauch neben stinkender Nieswurz, Taubnessel, Günsel  und Rhabarber. Letzterer bekommt am Montag einen dicken Mantel aus Kompost- damit er schön lang wird.


28, März 2019

Wieder mal `ne Nordlandreise gemacht. Nicht sehr weit gen Norden, aber weit genug um Neues zu entdecken. So z. B. war ich neben Familienbesuch auch  in der Buchmesse - in der Halle, die von den Kunsthochschulen  bespielt wird - viele schöne handgemachte Bücher ...  und 2 Tage später, in der  "Picasso - Das späte Werk"- Ausstellung -

Und was mich am Meisten faszinierte  und inspirierte: -  Picasso  malte bis ins höchste Alter... lebte 92 Jahre.

Das spornt an.  Spornt an, nicht still zu stehen. Es gibt so viele Möglichkeiten den Tag zu nutzen.

So verbrachte ich die restliche Zeit wandernd durch Friedhöfe. Jüdische Friedhöfe.  Und ich dachte viel nach. Über die Vergänglichkeit, über das was übrig bleibt, über die Zeit, über den Wandel der Zeit. Über Ansichten, Meinungen, Taten... Und ich stieß auf  1001 Inspirationen.  Und  -  ich hatte das Glück durch den Eingang auch jeweils wieder hinaus gehen zu dürfen. Hinaus ins Leben.

So inspiriert, habe ich mich ans Werk gemacht. Habe Möglichkeiten überlegt, skizziert und Materiealien sowie Techniken zusammengestellt, mit denen ich meine neue Arbeit gestalten möchte, wie ich meine Eindrücke  und Gedanken "verstoffliche".


15. März 2019

Färbeflotte abgegossen,  Leinen gespült, getrocknet, gebügelt. Die kleinen Schnipsel sind ohne Asche und Alaun gebeizt, alles Andere mit.  Dies ist das Ergebnis. Ein gutes Ergebnis, finde ich. Sollte das Leinen dunkler werde, könnte man es ja noch mit einer Überfärbung mit Krapp oder /und Indigo versuchen. Für mich ist die Farbe so wie sie ist aber perfekt. Zu den "Crazy"- Patchteilen harmoniert der Stoff gut. Die  großen Stücke Leinen sind  nicht ganz gleichmäßig in der Farbe, bilden so einen schönen Untergrund um noch ein wenig kreativ damit umzugehen , darauf freue ich mich nun ...

(Sollte die Farbe gleichmäßig aufziehen, muß man den Stoff in der Färbeflotte- und auch in der Beize sehr  sorgfältig wenden und  den Farbsud umrühren.)

Der verwendete Farbstoff ?   Grüne Walnußschalen, getrocknet.

In Alaun gebeizt habe ich noch Baumwolle, Seide und Wolle (Vlies und gesponnen). Das alles siedet jetzt noch in der  restlichen Färbeflotte. Es ist dann zum Füttern der Westen. Und die ganzen Reste  sind für eine weitere bildhafte Gestaltung.  Oder anders gesagt,  erhöhen, ergänzen  den Rest-Stoffstapel für weitere Projekte.


14. März 2019

So, zwei Tage später brodelt nun das edle Leinen im Kochtopf. Gestern habe ich mit Heidi in der Werkstatt "tanniert", nein wir sind nicht um die alte Weihnachtstanne getanzt, sondern haben eine weitere Beize für das Leinen angesetzt. Tags zuvor hatte ich bereits dem Leinen ein Bad in Buchenasche und in Alaun gegönnt.  Nun sollte die Faser aufnahmebereit sein für den Färbevorgang selbst.

Seit  ein paar Stunden zieht der Stoff und auch ein wenig Leinengarn im Farbsud. Das darf er auch noch bis morgen vormittag, dann werde ich sehen, wie das Ergebnis sein wird.

Mit dem abgesiebten Farbsoff  habe ich nochmal eine Brühe gekocht. Da hinein kommt dann noch Wolle oder Seide oder Baumwolle oder zur Probe nochmal Leinen. Diesmal ohne Tannin.


12. März 2019

und ganz "nebenher" läuft ein Färbeprogramm. Für die  Westen brauche ich Grundfarben. Nicht nur kunterbunt und "crazy" soll das Gesamtbild werden, sondern ein "Blickfang. Also braucht es einen Rahmen. Da ich meist Wendewesten nähe, sollte auch das Futter farblich passen und sich zeigen lassen können. Und weil ich Farben aus der Natur verwende braucht es für dieses Projekt einen ziemlichen Aufwand.

Stoffe zuschneiden, vorwaschen, 3x vorbeizen - mit Asche, Alaun und Tannin - und letztendlich das Färben selbst. Die Farbe soll so dunkel wie möglich  werden- also braucht es Experimente.

Was es später ergeben soll?  Sonnen - Himmel und Erde ... oder so ...

In den Färbetöpfen brodelt es seit Tagen ...

 

bunt sieht das hier  noch nicht aus- aber es wird werden. Die Hofnung habe ich jedenfalls. Und bevor ich falsche Versprechungen mache, schweige ich lieber. Nur noch so viel: es ist eine der schwierigsten Aufgaben, mit Pflanzenfarben sich selbst seine Wünsche zu erfüllen. Für meine Wunschfarbe gibt es auch kaum ein Rezept.

In einem Basler Färbebuch von 1855  steht: "Man sollte nun glauben und erwarten, dieses gegenseitige Verhältnis zwischen Zeugen (Stoffen), Farbstoffen und Beizen könnte genau nach Pfund und Loth berechnet und ein für alle Mal geregelt werden. Allein dies ist in der Praxis nicht der Fall." 

Das macht mir immer wieder Mut  mit Naturfarbstoffen zu eperimentieren, denn mehr ist es ja für mich auch nicht. "Mischen und Manschen" -wie´s bei Goethe steht ...


10. März 2019

 

Crazy ! - Crazypatch macht Spaß. Eine super Möglichkeit kleine Stücke zu verwenden. Ohne denken zu müssen ... schneiden, nähen, bügeln ... schauen... und wieder schneiden, nähen, bügeln. Je öfters dies geschieht, desto kleiner werden die patches.  Es gibt ja so viele Möglichkeiten der Musterung. Der Stoffstapel wird kleiner, die Ecke mit den Schnipseln größer ...

Der alte Schnittmusterbogen tut seine Dienste. Viele Varianten sind möglich.Wochenendspielerei ?

 

In einem Buch von  1981(Quilts among the Plain People) lese ich, daß Crazy Quiltmuster vermutlich die ältesten sind. Sie sprechen von harten Zeiten, wo jedes Restchen verwahrt wurde. Man nähte die Schnipsel per Hand auf einen Untergrund, Teilchen für Teilchen.... später machte man dann "blocks" um diese zusammenzusetzen. Das ergab nochmals neue Mustermöglichkeiten. Auch wurden die entstandenen Nähte oder die Blocks mit Stickstichen verziert. Ich fand in einer Ramschkiste auf einem Flohmarkt in New York so einen Block. Nach dem Waschen und Bügeln, ein kleines Stück Zeitgeschichte.

 

 

 

 

 

 

 

nach diesem Vorbild entstand damals  auch meine Jacke

 

 

 

 

 

 

 

nebenbei - liegt noch  eine begonnene Arbeit. Ich bin mir noch nicht sicher, wo es hingeht ... deshalb liegt sie in Sichtweite und wird immer mal wieder ergänzt umgelegt ... das dauert noch.


8. März 2019

 

Noch ein "unfertiges Objekt" ? 

Einige UfOs  stapeln sich bereits. Aber heute abend hatte ich einen Gedanken, als ich den alten Schnittmusterbogen für Leinenwesten, den ich für die Leinenmärkte entwickelt habe, zufällig beim Aufräumen gefunden habe. Die sonnigen,  mit Pflanzen gefärbten und die verschiedenen Strukturen der unterschiedlichen Stoffe lassen sich sicher zu einer kleinen Weste  verarbeiten. Und ich habe gleich damit angefangen  ...

vielleicht kommt ja wieder ein schöner, langer, heißer Sommer und da ist eine Weste oder leichte Bluse ja nicht verkehrt?


6. März 2019

Das seit langem fertige "Bild"  hängt neben mir an der Wand - ich mag es sehr. Die Stoffe, die ich damals verwendet hatte sind noch -jede Menge- . Nun versuche ich ein neues Motiv zu finden, legte Stoffstücke auf-und nebeneinander, probierte hier und da - aber irgendwie fehlt mir immer noch der zündende Gedanke. Das mag daran liegen, daß ich Wiederholungen vermeiden möchte. Heute kam dann diese "Erinnerung" von fb, mit dem hier noch angefangenen "Bild".

Wiederhole ich nun oder bekomme ich eine neue Variante hin ?

Kann ich mich vom Vorhandenen trennen, neue, andere Techniken anwenden um ein anderes Bild zu gestalten?


 bitte auf Blog 5   klikken  für den letzten Eintrag, 4.3.19