3. März

Letztendlich waren es 5 Wagenladungen mit gebündeltem Rosenabfall. Und ja, es ist noch mehr da. Drei Tage von morgens bis späten Nachmittag schneiden... für die Hände, den Rücken und andere Stellen keine wahre Freude. Für die Hände habe ich ein Geheimrezept. Sanddornoel dick auftragen, dünne Gummihandschuhe darüber und dann noch dickere Gartenhandschuhe. Das pflegt die vom ersten Tag zerstochenen Hände und schützt vor weiteren Verletzungen weitgehendst. Und am Ende der Aktion ein heißes Bad. Durch das Entfernen der Rosenhecke habe ich Platz gewonnen. Ein neues Beet könnte entstehen.  Aber wie und was pflanzen?

Noch aber muß ich die Ayshire Quen weiter  in Form schneiden. Auf "Stock" schneiden funktioniert nicht. Ich habe mir etwas anderes überlegt. Jetzt mit schärferem, größerem Geschütz. Astschere und Säge kommen morgen zum Einsatz, das verlagert den Muskelkater auf andere Stellen.  Vielleicht kann ich ja morgen auch mal "Nichts" tun, denn eigentlich war Regen angesagt. Aber ich werde nicht aufgeben, denn auf den Gärtner warten lohnt nicht und  es scheint eine vage Hoffnung zu sein, daß er kommt, solange noch nicht alles in Blüte steht. Vermutlich kann ich dann auch diese Ecke neu anlegen. Jetzt wäre es ideal, denn der Boden ist noch gefroren. So, wie auf dem Bild wird es erst mal nicht so schnell wieder aussehen. Alles hier Sonnenbeschienene und um die Ecke... ist jetzt ab und weg... schweren Herzens.


2. März

Wann wird man schon mal für notwendige Arbeit gelobt?  Nun, ich lobe mich selbst. Unglaublich, was ich an den zwei Tagen abgeschnitten bekommen habe.

4 Kofferraumladungen Rosenranken, fiese, mit Haken ohne Ende, liegen parat zum Abfahren. Wie ich mich freue, freue auf das Ergebnis, auf  Neugestaltung, freue auf den Anblick, wenn alles wieder sauber und ordentlich aussieht.  Pure Freude lässt den Schmerz schnell vergessen, spornt an, weiter zu machen, auch wenns nicht leicht ist und Überwindung kostet. Und wenn noch zig Rosen auf Auslichten warten.


1. März

Montag, Arbeitstag. 9.oo bis 16.oo, (aber ja, mit Kaffeepause) 4 Meter Hecke/Rosenbogen oder wie immer... abgeschnitten. Ja, ab. ganz ab.

Nun liegt die Terrasse voll mit einem Haufen kleingeschnittenem Geäst. Mein Plan ist, das alles bis Mittwoch gebündelt zum Container zu fahren. Jetzt fröne ich drei B`s: Bad, Bier, Bett...

Es war einmal ...

Der Stamm der Ayshire Queen ist in der Runde ganz rechts auf der Terrasse. Alles, was links davon ist, muß weg.


26. Februar

Die Woche hatte Sonnentage. So war auch der Garten ein Thema. Von Schneebruch gepeinigt und von mir vernachlässigt müsste ich  nun einmal kräftig mit der Schere ran... Je mehr ich aber schnitt, desto klarer wurde mir, dass das alles wohl nie ein Ende nehmen würde. Was mich so schreckt? Zwei entwurzelte uralte große Holunder und Flieder durchwachsen mit Glyzinien, hangabwärts liegend, beängstigend. Was tun?  Statt mich quälen rufe ich einen Gärtner zu Hilfe. Zersägen und abtransportieren. Mal sehen wie das wird. Und wann.

Inzwischen beginne ich einstweilen die ebenso mächtig verwachsenen Rosen zu kappen. 10 m verschlungenes Gestrüpp. Eine "Ayshire Queen" zieht mit langen Trieben durch den Garten ihre Runden. Kann man die Lücke erkennen, die ich in die Hecke geschnitten habe? Vor 20 Jahren habe ich 50 u.A. historische Rosen gepflanzt. Manche mochten die Lage nicht, andere haben sich unerwartet gut entwickelt. Ayshire Queen hat sich so verbreitet, dass ich sie leider begrenzen muss. Undurchdringliches Dickicht ist auch nicht das Wahre. Und der Prinz auf dem weissen Pferd kommt sowieso  zu spät. Also, "auf Stock" schneiden. Ob ich das fertig bringe? Es tut jedenfalls in der Seele weh.

 

 

 

1 m von 10 m sind ab ...

Von ganz oben flossen die Glyzinen ( 3 gesamt) wie ein riesiger Wasserfall. Nun ist von oben alles abgebrochen, muß sich einen neuen Weg suchen. Gut, daß es ein Glyzinenfall war, die fliessen auch nach oben.


25. Februar
Heute ging meine Reise zum Knochenzurechtrücken nach Nürnberg. Wie trist! leere Geschäfte, kaum Menschen. Aber Coffee to go gibt es und da stehen auch Leute brav mit Abstand, warten auf Pommes. Und es
gibt Sonne satt. Und keine Hektik, sondern fast Stille. Am Strand des Sees Menchenmassen und Trubel. T-shirt-Wetter.
An der Brücke hängen Wunschzettel. Ich wähle. Auf dem  ersten steht: "einen Mann, der alles kann". Tja, woher wusste der/die Schreiberling, daß das ein nicht ganz übler Wunsch ist. Zumal doch gerade sooo viel Gartenarbeit ansteht.

22.Februar

Box 2 und 3 in Arbeit. "SPIRIT" und "AGE" Das Papier ist geschöpft, Druckstempel geschnitten, Probe gedruckt. Nun muss ich noch gelben und roten Ocker holen gehen und die heute geschöpften Papiere färben. Mit Erde von den Feldern in der Umgebung. Es ist noch ein langer Weg zur fertigen Reihe. Aber der Weg ist immer mein Ziel.


21. Februar

Tauwetter, hurraa

 


19. Februar

 

15 km sind es von meiner Haustüre bis Vilseck. Hier fliesst die "Vils". Sie entspringt in Kleinschönbrunn/Freihung und fliesst bei Kallmünz in die Naab. In den Vilsauen habe ich heute die Sonne sich spiegeln lassen. Doppelt hält länger?

Der Wanderweg entlang der Vils von der Quelle bis zur Mündung  ist 90 km lang - 5 Tage laut Wanderführer.  Das sollte doch mal eine Option sein.


18. Februar

Was mach ich gerade? Die Vorarbeiten für noch eine Box. Noch eine von drei ... oder vier. Und in Gesellschaft ist Arbeit nix als ein Genuss.

 


17. Februar

Meine Reise in die Umgebung beginnt oft schon um die Ecke. Wenige Meter und ich bin "draussen", von Natur umgeben.  Der Weg beinhaltet einen  Besuch beim Wollnachschub mit den niedlichen  Lämmchen und einer lange Streichelpause, an der Kirche vorbei und Entdeckungen machen. Da hängt gerade ein wunderschönes handbesticktes Parament. Und die bunten Fenster lassen den grauen Tag fröhlich erscheinen.  Eine Reise zum Naheliegenden. Die eigene Umgebung, das Umfeld richtig kennen lernen. Da gibt es viel zu entdecken.

und noch etwas Kreatives ...

 

 

 

 

 

"MOODS",     Stimmungen.

Material und Technik:  Mit Tabak als Farbstoff, geschöpftem Papier, Tabakkrümel, Rauch und einer Portion Zerstörungsbereitschaft habe ich experimentiert.

Geheime Nachrichten in Röllchenform, willkürlich gewählte Texte - Gedanken, die eine Stimmung  - bestimmen.

Gesammelte Schachteln von Zigarillos, gut zu gebrauchen zum Aufbewahren von Kleinkram für weitere "Werke" , verarbeite  ich nun  zu einem  Wachs- kabinett.  Das "Bild" ist der Deckel zu einer Box. In Wachs  gehüllter Rauch...

Bin gespannt, wie und was daraus  noch wird.

Am Ende des Tages: Der Deckel ist fertig, fühlt sich gut an und sieht gut aus. Durch den samtigen Wachsüberzug ist es ein haptischer Genuss über die  nicht ebenmässige Fläche mit dem Finger zu streichen, die Schachtel zu öffnen ...


im Datum zurückgehen, bitte :  Tagebuch / 2119/20   - Blog 11 ...  anklikken