23. September 2019

 

Wie kommt man nur  auf die Idee an einen Hausgiebel eine Ramblerrose zu pflanzen? Hätte ich es anders geplant, wenn ich folgenden Text gelesen hätte?

"Die Ramblerrose Paul's Himalayan Musk Rambler gehört zur neuen Generation an Kletterrosen! Dieser in England bereits weit verbreiteten Schlingrosen-Art können Sie beim Wachsen regelrecht zuschauen & Sie werden sich wundern, wie schnell die Ramblerrose Zäune, Pergolen und selbst Bäume bis in eine Höhe von 5 Metern erobert! In wenigen Monaten wächst diese Kletterrose bereits viele Meter! Dadurch sind diese „Wuchs- & Blühwunder” nicht mit normalen Kletterrosen vergleichbar! Die Ramblerrose Paul's Himalayan Musk Rambler (Rosa) ist eine der meistbegehrten Rambler-Züchtungen! Die fantastische, stark duftende Blüte beginnt in Rosa und verwandelt sich dann in ein Rosé-weiß. Die Blüten erscheinen am "alten" Holz, daher bitte in der ersten Zeit nicht zurückschneiden"

Nein, hätte ich nicht. Ich würde sie jederzeit wieder pflanzen. Sie ist wunderschön, leider aber blüht sie nur einmal und viel zu kurz.

So etwa alle 5 Jahre muß sie zum Friseur. Der neue Schnitt ist unauffällig, kaum sichtbar aber "sauber". Unsere Hände berichten von der Qual des Schneidens und der Berg an Rosenranken mit Stacheln  war nicht ohne.

 


18. September 2019

 

Reisen bildet - erweitert den Horizont - färbt den Alltag bunt ...

so muß ich eben immer wieder verreisen. Diesmal nicht in den Norden, sondern in den Süden. Wieder war der Weg das Ziel und doch auch eine Reise um Freundschaften aufrecht zu halten, und neue zu finden.  Auch wenn die Abstände viele km weit auseinander liegen, die Leidenschaft für "Textiles" verbindet über Jahre, viele Jahre.

Zwei große Gärtnereien habe ich auf dem Weg besucht,  und das TIM = Textilindustriemuseum in Augsburg, einen großen Flohmarkt mit Raritäten und schließlich habe ich ein paar Tage mit meiner Textilfreundin Lisei  verschwatzt und dabei stundenlang Zwetschgen geerntet  und entkernt. Und sie hat mich ihrer Freundin Maria vorgestellt. Zufall oder Fügung? - gestern durfte ich dann mit Maria Schiefer und ihren Stoffen, Kreationen und Räumen eine Zeitreise machen. Welch ein Abenteuer und was für eine Frau !  Die Ausstellung die sie  im August  machte habe ich nun doch auch noch sehen können  - ohne Publikum und in  ganz persönlichem Gespräch . Und es war ein Abenteuer - genau so wie im Video zu sehen ist     (https://vimeo.com/354681963)   

in dem sie sich vorstellt.  Eine ganz eigene Welt und eine bewundernswerte Persönlichkeit. Sie zeigt uns, daß bis ins hohe Alter  (sie ist 80) ein kreatives,  lebenswertes natürliches  Leben möglich sein kann.  Ich habe auch schon Wände verputzt, weiß also was es für Mühe macht. Maria hat eine ganze Wohnung zu einem Tempel verwandelt. Mit Lehm- und Kalkputz und Naturfarben gestrichen, so glatt geschliffen, daß man meint, sie seien mit Seide bespannt.

Es waren  so wunderschöne inspirierende Spätsommertage am Inn - Reisen färbt den Alltag bunt, erweitert den Horizont und bildet ... genau so ist es.


8. September 2019

 

Der erste Blick aus dem Fenster heute morgen traf ins Graue. Der zweite zeigte, daß es eine helle Stelle  gab. Diese Richtung habe ich dann ins Auge gefaßt. Ziel. die südliche Oberpfalz. Landkreis Neumarkt/Opf.  Heute war Tag des offenen Denkmals. So bin ich dann auch  durch einige wunderschöne neu restaurierte Häuser gezogen und auch durch alte mit dem entsprechendem Flair längst vergangener Zeit. Zum Ende des sehr interessanten Tages hat mich dann doch der Regen erwischt. Nun sitze ich in meinem, vor langer Zeit restaurierten Zuhause am warmen Kachelofen (mußte sein), sehe mir die etwas schiefen Wände und Fenster, die hier und da gerissene Decke und die "gschrubbten" Möbel an und bin rundum zufrieden. Warum? Weil ich ohne Lärm, Staub und Steine versetzen, ohne Handwerker und Bauprobleme und  ganz ohne Einsatz von Kraft, Nerven und Geld in einem "alten" Haus sitze, das  auch diesen  Flair der vergangenen Zeit widerspiegelt.Da draußen stehen noch einige Häuser und Höfe,  die gerettet werden möchten ...

 


5. September 2019

 

Gekränkte Eitelkeit. Altweibersommer?   Überall Vetrocknetes, Verschrumpeltes, Verwelktes.  Eingenetzt in Spinnweben. Und das alles hat nichts mit alten Weibern zu tun. Wie schön die Samenstände sind und tragen sie doch auch das  Wissen eines ganzen Lebens in sich -  und die Zukunft. Ist Vergehen nicht eigentlich  der Anfang aller Dinge? Wie abwertend "Altweiber" klingt. Und es hat auch gar nichts damit zu tun, es bezeichnet nur das  Treiben der Spinnen, das "Weben" von Netzen.


2. September 2019

Zwischen Liegestuhl, Spaziergängen, dem bischen Haushalt und Garten, nähe ich an unterschiedlichen UFO`s. Diese Krabbeltiere  nehmen viel Zeit und Konzentration in Anspruch. Das Problem ist, daß alles zwei Seiten hat , so auch ein Käfer. Die Kopien sollten seitengleich, die richtige Größe haben  und so nah wie möglich am Original sein. Auf verschiedene Arten versuche ich zu experimentieren. Mal ist der Körper aufgebaut aus Karton-Schablonen, mal aus einem aus Wollvlies zugeschnittenem Körper.  Ich komme dem Original ziemlich nahe. Ziemlich, denn ich kann ja nur aus dem Lehrbuch kopieren, versuche nach der Größenangabe zuerst die Grundform zu erfassen, indem ich sie  skizziere. Mit "Unheil im Anflug" versuche ich gefährdete oder schon ausgestorbene Käfer zu "sammeln", eine Sammlung anzulegen. Wiki sagt: "Eine Insektensammlung ist eine Sammlung toter und präparierter Insekten, die aus wissenschaftlichem Interesse oder ästethischen Gründen angelegt wird. Die meisten Insekten können wegen des harten Außenskeletts relativ einfach als Trockenpräparate aufbewahrt werden und bei sachgemäßer Unterbringung sehr lange, auch mehrere Jahrhunderte, überdauern."

Anders die noch lebenden Tiere. Sollten sie aussterben dann ... na, sieh selbst:                 

https://www.facebook.com/watch/?v=468784800603775      und https://www.youtube.com/watch?v=Y3Db_1hZ1aQ  

Ob es was bringt, den Menschen, die eine Ausstellung besuchen, nahe zu bringen, wie Ernst die Lage ist ?


29. August  2019

So, nun kann  der Winter kommen - aber laaangsam, spät und mit nur dem Nötigsten an Kraft. Holz hab ich  nun schon mal. Das Stapeln hat Spaß gemacht, das Ergebnis meiner Fitnesstunden werde ich morgen  zu spüren bekommen. Holz macht ja bekanntlich drei mal warm. Beim Hacken, Stapeln und vor dem warmen Ofen. Das Hacken habe ich nicht selbst gemacht, aber beim Stapeln  geschwitzt hab ich heute schon mal ordentlich.


25. August 2019

 

Zurück von einer Reise.  Der Weg war das Ziel ... Nicht sehr weit weg, aber immerhin "woanders". Von zu Hause nach Mecklenburg-Vorpommern und durch Brandenburg, auch auf Fontanes Spuren.  Sozusagen in Deutschlands Osten unterwegs ... An der Spree und entlang der Oder -  mal hüben, mal drüben ... Seen, Städte, Dörfer, Schlösser, Kirchen, Parks und Wälder. Altes und Neues und Vergehendes.  Zu Fuß meist - längere Strecken per PS. Meist Flachland, was mir am meisten auffiel, als es wieder Richtung  Zuhause ging. Wozu verreisen? Warum zieht es uns immer weg? Vielleicht um zurück zu kommen.


5. August 2019

eigentlich habe ich schon lange aufgehört mich in jeglicher Form bemerkbar zu machen- will ich doch dem Zufall,  Eingebungen folgen, ohne Termine im Rücken. Ab und zu eine Ausstellung  - ja.  Aber ständig abruf- und präsent sein, - nein.   Aber ... Ausnahmen bestätigen die Regel - kein Neustart, nur eine Erinnerung- wie`s mal war.

Das Wetter an diesem Tag  war perfekt, Standplatz optimal, lauter nette Leute, interessiertes Publikum und tolle Gespräche. Ein wunderschöner blauer Marktsonntag.

40 Jahre anreichern von Fachwissen - hier zeigt sich, was man gelernt hat, welche Fehler man besser nicht macht. Mit  Praxis und Theoretischem konnte ich punkten- die Farbe sprach für sich.

Als ich vor 20 Jahren hier einzog, hatte ich auch einen Stand am Markt. Machte Werbung für meine Werkstatt mit Webstuhl und gefilzten Teppichkreationen. Was damals für mich  neu und Entdeckung war, ist heute voll "in".

Ich hatte Mari Nagy und Istvan Vidak oft hier zu Besuch, wir hatten ganze Nächte im "Hirschen" durchgemacht  und bei Original-Musik von "Egschiglen"  Teppich um Teppich gerollt und gerollt. (Egschiglen ist seither in der Welt auf Tour, hier in unserem kleinen Ort startete so manches) Heidi Greb hat ihre ersten Kurse hier gehalten, gerade fertig mit der Ausbildung in Schneeberg. Inge Bauer und Claudia Gemein reisten aus Stuttgart an, um in meiner Werkstatt in Nürnberg ihre ersten Versuche zu machen.  Viele Kursteilnehmer haben unter meiner Anleitung  alle möglichen Grundtechniken ausprobiert ...

Ich würde sagen ich gehöre zu den Pionieren in Sachen Filzen. Meine erste Begegnung damit war mit dem ersten  Heft "Textilforum" und  bei einer Ausstellung der Skythenschätze -  . FilzgeSchichten  82/84. Es gab noch keine Unterlagen- keine Kurse. Wir experimentierten an der Basis.

In einem gewissen Alter, kann man, hatte man ein erfülltes, spannendes Leben ja doch eine ganze Menge Geschichten erzählen ... in Erinnerungen schwelgen, von ihnen zehren. Aber - man sollte sich weiter entwickeln, seinen Neigungen folgen, nicht stillstehen .....


1. August 2019

Am Sonntag, 4. August, stehe ich auf dem Marktplatz mit einer Indigoküpe,  präsentiere 40 Jahre Vergangenheit bzw einen winzigen Teil davon, einen Abriß.

... ganze vier Wochen sind vergangen, seit ich mich  mit dem Blauzauber-Stand  beschäftige. Kein Mensch kann sich vorstellen wie viel Arbeit in dem Planen und  Vorbereiten, Ausführen und letztendlich Präsentieren eines Sonntagvergnügens mit und für  Publikum notwendig ist. Keiner, der es nicht schon mal probiert hat.

Nun, ich feiere hiermit ja  "40 Jahre Werkstatt für Textiles" - und da darf man schon mal übertreiben. Noch ist längst nicht alles fertig, aber es sind ja noch ein paar Tage, Nächte, Stunden bis zum Start. 

Eigentlich kann nur noch das Wetter meinem Tun Einhalt gebieten und die Indigoküpe, denn die ist ziemich zickig ...

Drei handgenähte Teile zum Thema "Was bleibt?!" werden heute noch so weit fertig, daß nur noch Stick-  und Zier-Elemente zugefügt werden müssen. Aber so können sie, wenn die restlichen Säume noch fertig sind, schon mal am Wochenende gezeigt werden, eben nur  erstmal als Ergebnis der Indigofärberei des vergangenen Monats.


24.Juli 2019

Fein, Besuch kommt! Um etwas Anderes zu tun als lesen oder plaudern ist es einfach zu heiß, auch in DeutschSibirien. Um mich herum gruschtelt und scharrt es. Auf Augenhöhe ist nichts zu erkennen. Kein Besucher weit und breit. Und doch etwas ist da ... kommt auf mich zu, dreht ab, ganz gemächlich, mich aber im Vesier - könnte ja sein, daß Gefahr lauert. Mein tägliches Kaffeepäuschen lockt eben nicht nur Maulwurf, Mäuschen & Co an, auch ein Stacheltier ist unterwegs. Unerklärlich, da er ja nur kurze Beinchen hat aber hier alles mit Treppen und terassiert ist. Ganz oben am Rand des Gartens habe ich Zweige, Äste, Laub und sonstiges entlang der Mauer deponiert. Vielleicht wohnt er da ja, ganz oben, ganz hinten. Am Rand des Felsens sitze ich gerne wenn es gaaaanz warm ist. Einige Grad Unterschied zur Terasse ist das jedenfalls und ich behalte den Überblick. Und der  ist vielversprechend. Viel zu tun gäbe es rundum. Aber ich bin um Ausreden nicht verlegen.

ach ja, tatatata - die erste Tomate ist reif, andere gedeihen prima und eine macht mir eine lange Nase.

Nadel und Faden muß warten, bis die Nacht kommt. Zu schön ist es einfach nur zu "sein" Aber wer sagt, daß die Nacht zum Schlafen oder Träumen ist- geht auch tagsüber, hab ich ausprobiert..


23.Juli 2019

mein Tagesplan für heute ist es, das Programm des www.facebook.com/bardentreffen zu erkunden, mein persönliches Programm vorzudenken. Oh je, das wird wie immer schwer. Passend zu der Themenzeit "Indigo" , "BlauZauber" und "was bleibt?!"werde ich mir ganz sicher die "blauen Männer" "IMARHAN" anhören.(www.youtube.com/watch?v=jV95bFXJgPY) Es wird aber auch sonst ein blaues, heißes Wochenende werden ... viel zu kurz für die Fülle an Angebot, für die Ohren vielleicht etwas viel ...


22. Juli 2019

was mach ich gerade? ich träume von Wind, Sand, Mövengeschrei und einer frischen Brise, ... Meer und mehr ... Sonne haben wir ja selbst, weg kann ich gerade nicht, ist ja am Wochenende Bardentreffen. Nur wenige davon habe ich verpaßt, bin von Anfang an dabei ... aber dann ... Inzwischen kreiere ich mit himmelblauem Stoff und begnüge mich mit dem Anblick von Wasserwannnen...

 


18. Juli 2019

Einige  der in der vergangenen Woche mit Indigo gefärbten Stoffe sind ausgewählt, zugeschnitten, überfärbt, von Hand mit minikleinen Stichen zusammengenäht, ein Druckstock gefertigt und bedruckt. Klein diesmal das Format. 30x30 cm. 4 Teile sollen es werden. Sollen - ob es gelingt, wird sich zeigen. Morgen beginnt die Arbeit daran  mit Nadel und Faden.


16. Juli 2019

 

"Proudly I present my vegetable garden" ... alle möglichen Kräuter, was man eben so zum täglichen Genuß benötigt. Tomaten, Beeren, (sogar ein paar Kartoffeln haben über den Kompost einen Weg zurück  ins Leben gefunden) ...  Präsentiere auch meine Unterwasserwelt, meine Teichanlage, meine Lieblingsblumen...   zu meinem Glück ist der Garten klein, sehr klein, aber er birgt lauschige Plätze, so daß ich dem Geschehen beim Wachsen und Werden zusehen kann - und das, glaubt mir, ist der wahre Gartengenuß. Zusehen beim Getummel der "Haustiere", Spinnen, Käfer, Fliegen, Bienen aller Art, Schmetterlinge ... Maulwurf Grabowski gräbt inzwischen den Boden um, bereitet ihn für die neue Saison vor. Ab und zu huscht ein kleines Mäuschen vorbei, schaut nach der heutigen Kuchensorte. Ist es der warme, trockene Boden oder Grabowski, kaum habe ich Schnecken, wo ich doch anfangs 10l Eimer voll davon abgetragen habe. Wohin? Verrat ich nicht. So sitze ich umgeben von all dem "good life" und kreiere neue Werke, erzähle von den Gefahren da draußen ... ohne sie selbst zu kennen, nur zu fürchten.

"Lieblingsblumen"? oh je, jede Einzelne, die sich in meinem Garten zeigt ist eine davon. Eine von vielen. Ob es die riesige Acanthusblüte oder die miniminikleine Seerose ist. Man muß einfach genau hinsehen - jede ist etwas Besonderes.


11. Juli 2019

 

Schluß mit Blau  machen ... jetzt gilt es einen Marktstand vorzubereiten, mich  so zu präsentieren, daß das Thema "Blau Zauber- Zauber Blau"  Interesse und Neugierde weckt. Gerne würde ich die Küpe in meinen Kupferkesseln über offenem Feuer warm halten, authentisch sein.    Aber... offenes Feuer am Marktplatz?    

Der Versuch  mein altes Marktfrauengewand  zu probieren scheiterte  auch  kläglich.  Ein Schnürmieder würde mich retten. Aber ...  Vielleicht probier ich es mal mit erweitern.  Jeans passen notfalls  aber auch zu Indigo.

Und noch ein "aber" - Aber eigentlich möchte ich ja zeigen, daß auch heutzutage Handwerk und Handarbeit einen Platz in unserem Leben haben kann. Warum also verkleiden. Und bin ich nicht authentisch?

 


10.Juli 2019

 

Und nun? Nun ein "Elfchen" :

 

Blau

mehr Blau

Indigo lockt weiter

lockt zu noch mehr

Meerblau

 

 


9. Juli 2019

Blauer Dienstag


8. Juli 2019

Blauer Montag ...

Zauber Blau

Blau Zauber

Der Zauber liegt darin, daß, wenn man den Stoff aus der Farbbrühe nimmt, er zuerst gelb, dann grün und erst an der Luft  blau wird. Blauzauber eben.


7. Juli 2019

Blau machen .... und morgen noch ein Blauer Montag ...


Einträge bis Juni 2019 siehe Blog 6